Fallschirmjäger
Die Fallschirmjäger bilden innerhalb der Infanterie eine der Elitetruppen des kaiserlichen Heeres. Einsatzschwerpunkte sind der infanteristische Kampf hinter den feindlichen Linien oder Hinterhalte auf feindliche Kräfte. Aber auch für den Einsatz in urbanem Gebiet sind Fallschirmjäger ausgebildet. Die Anlandung kann mittels Fallschirmsprung oder Anlandung mit Hubschraubern erfolgen. Durch ihren hohen Grad an Luftbeweglichkeit, der spezialisierten Ausbildung und dem überdurchschnittlichen Maß an physischer und psychischer Leistungsbereitschaft werden Fallschirmjäger bevorzugt bei speziellen Operationen (bspw. militärische Evakuierungsoperationen) eingesetzt.
Geschichte
Luftlandetruppen wurden zum ersten mal in den 1940er Jahren aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wünschte man sich eine Truppe, die Sturmangriffe gegen feindliche Festungen und Inseln durchführen konnte, ohne auf Landungsboote angewiesen zu sein. Zunächst waren die Luftlandetruppen vor allem mit Lastenseglern ausgestattet. Diese wurden bald mit Fallschirmspringern ergänzt. In den 1950er Jahren wurden die Luftlandetruppen, aufgrund ihrer leichten Bewaffnung und ihrer Kampfweise abseits der Schlachtlinie, zur Jägertruppe gezählt. In den 1960er Jahren wurden 5 Fallschirmjägerbrigaden aufgestellt und auf die Armeekorps verteilt. Jede sollte als rückwärtige Eliteeinheit dienen. In den 1990er Jahren wurden die Fallschirmjägereinheiten aber wieder aufgelöst. Drei Brigaden wurden als Jäger-Divisionen in das Gebirgsjägerkorps, eine wurde als Brigade Kronprinz von Werthen mit weiteren Sondereinheiten zusammengefasst. Erst in den 2000ern erkannte man die Vorteile der Truppengattung und stellte wieder luftbewegliche Verbände auf. Mit der Verfügbarkeit von luftverlastbaren Fahrzeugen und dem Bedarf für schnelle Eingreiftruppen wurde zunächst die Brigade Kronprinz von Werthen zur Division Kronprinz von Werthen aufgestockt und zur reinen Fallschirmjägerdivision umstrukturiert. Zusätzlich wurde eine weitere Fallschirmjäger-Division aufgestellt. Mit der Fusion zwischen dem HRR und Dreibürgen kam eine weitere Fallschirmjäger-Division zu den dreibürgischen Streitkräften. Aus diesen Einheiten wurde 2011 das Luftlandekorps gebildet.
Auftrag
Die Fallschirmjägertruppe wird hauptsächlich als Infanterie eingesetzt. Dort führt sie den Kampf mit leichten Waffen zu Fuß in unwegsamem und durchschnittenem Gelände. Fallschirmjäger finden in allen klassischen Arten des Kampfes (Angriff, Verteidigung, Verzögerung) Anwendung. Vor allem in der Neuzeit mit vielen globalen Konflikten wurden viele spezialisierte Aufgaben den Fallschirmjägern übertragen. Dies bedeutet ein teilweise überdurchschnittliches Anforderungsprofil an die Soldaten. Ebenso ist die Belastung im Einsatz (Fallschirmsprung, Nahkampf, ect.) sehr hoch.
Die Truppe wird über den Luftweg in den Einsatzraum verbracht oder mit leichten Fahrzeugen herangeführt. Mittlerweile wird das Anlanden mit Hubschraubern dem Sprungeinsatz bevorzugt. Gerade der Sprung und Einsatz in unbekanntem Gelände sind Spezialisierungen und gelten als besonders schwierig. Der überraschend an entscheidenden Gefechtsabschnitten oder im Rücken des Gegners durchgeführte Kampf lassen die Fallschirmjäger zu einer unverzichtbaren Truppe werden. Durch diese Fähigkeit bilden Luftlandeeinheiten sehr oft operative Reserven oder sind „Kräfte der ersten Stunde“ im Einsatz. Im Einsatz bilden sie Brückenköpfe oder nehmen Schlüsselgelände und halten bzw. verteidigen diese bis Entsatzkräfte eintreffen. Die spezialisierte Ausbildung und Ausrüstung erlaubt es, hinter gegnerischen Linien für kurze Zeit ohne Unterstützung durch andere Truppen den Jagdkampf gegen den Feind zu führen.
Neben den leichten Fallschirmjägerkompanien leisten die schweren Kompanien mit ihren luftverlast- und lufttransportfähigen Selbstfahrlafetten mit Mörsern, Maschinenkanonen und Panzerabwehrwaffen die benötigte schnelle Feuerunterstützung, bis andere Truppengattungen herangeführt sind.
Durch das breite Aufgabenspektrum sind die Kampf- und Unterstützungsverbände der Luftlandetruppen ebenfalls zur Luftlandung befähigt, um den Einsatzkräften ins Kampfgebiet zu folgen.
Fallschirmspezialzüge dienen den Kompanien zur Aufklärung oder als Vorauskräfte. Sie werden im HAHA (Hohes absetzen - hohe Auslösung) oder HANA (Hohes absetzen - niedrige Auslösung) abgesetzt und können tief in feindliches Gebiet gleiten oder punktgenau an bestimmten Zielen anlanden.
Fallschirmjägereinheiten werden aufgrund ihrer Disziplin auch zum Protokollarischen Dienst hinzugezogen. Im Inland werden sie auch zum Objektschutz eingesetzt.
Ausbildung
Alle zukünftigen Fallschirmjäger durchlaufen die allgemeine Grundausbildung bei der 3./FschJgBtl 105. Im Anschluss erfolgt die Fallschirmsprungausbildung und erweiterte Waffenausbildung. Durch die erweiterten Grundbefähigungen und Spezialisierungen nehmen Führungskräfte der Fallschirmjägereinheiten auch Lehrgänge bei anderen Truppenteilen (bspw. Fliegerleitoffizier für die Luftnahunterstützung bei der Artillerietruppe). Fallschirmjäger der Fallschirmspezialzüge absolvieren außerdem den Freifalllehrgang und weiteren spezielle Ausbildungslehrgängen.
Ausrüstung
Die Grundausrüstung der Fallschirmjäger besteht im Grunde aus der normalen Infanterieausrüstung. Besondere Ausrüstung sind beispielsweise der spezielle Gefechtshelm Luftlandetruppen, der die Fallschirmjäger äußerlich von den Heeressoldaten unterscheidet oder das Fallmesser. Weiterhin verfügen sie über Kampfmittelwesten, Nachtsichtgeräte und weitere Ausrüstung, die zum Kampf und Überleben über längere Dauer benötigt werden.
Die Bewaffnung besteht aus den Gewehren G 40 und Sturmgewehr 2007, für die Fahrzeugbesatzungen ist die MP 5 vorgesehen. Als Pistole dient die P 41. Die Maschinengewehre MG 40 und MG 44 sowie der Granatwerfer GW 6 sind die schwereren Waffen der Fallschirmjäger. Die Scharfschützen sind mit den Scharfschützengewehren SSG 3 und SSG 5. Zur Panzer- und Fliegerabwehr führen die Truppen die Panzerfaust 3 sowie die Fliegerfaust 1. Als Unterstützungswaffe kann der Maschinengranatwerfer MGW 7 sowohl auf- als auch abgesetzt eingesetzt werden.
Als Fahrzeuge dienen die Fahrzeuge GF 29 Hermelin I, GF 49 Hermelin II und GF 67 Iltis. Zur Feuerunterstützung verfügen sie über die SFL 27 Wiesel I und SFL 56 Wiesel II in allen Ausführungen. Einzelne Einheiten innerhalb der Division Kronprinz von Werthen wurden darüber hinaus zur Felderprobung mit dem SP 40 Wolf ausgestattet.
Zur Verbringung der Truppen werden die Hubschrauber FWA 290, HHW 110 Falke und MWT 59 Muli genutzt, die beiden letzten Muster auch zum Fallschirmsprung, sowie die Flugzeugmuster vom Typ FWA 100 und Ti 323.
Truppenfallschirm für den automatischen Absetzvorgang ist der TS-15. Für den Freifalleinsatz steht das Freifallsystem MFFS-10A zur Verfügung.
Traditionen
Die Fallschirmjägertruppe sieht sich als Eliteeinheit der dreibürgischen Armee. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit wird vor allem von der Division Kronprinz von Werthen gepflegt, die seit 1999 an allen größeren und kleineren Konflikten des Kaiserreichs siegreich teilgenommen hat.
Der Erzengel Michael ist der Schutzheilige und Schutzpatron der Fallschirmjäger. Am Michaelstag (29. September) wird bei den Luftlandetruppen traditionell mit einer Feier begangen. Dabei feiern Offizier und Unteroffiziere kein gemeinsames Fest. Während die Offiziere im Offizierskasino die Feier begehen, wird bei den Unteroffizieren das Fest etwas rustikaler begangen. In den Unteroffizierskellern der Kompanien wird der dienstjüngste Unteroffizier der Kompanie als Heiliger Michael verkleidet auf und führt durch den Abend. Auf der Feier werden ernste und lustige Vorfälle zwischen den Feiern in der Einheit, dem Verband oder sonstige Einrichtung auf humorvolle Art und Weise aufgearbeitet. Insbesondere die Vorgesetzten, hier vor allem die Offiziere, werden dabei aufs Korn genommen.
Der Schlachtruf der Fallschirmjäger lautet Glück ab. Er dient ebenso dazu, den Kameraden vor dem Sprung viel Glück und alles Gute zu wünschen.
Erkennungszeichen
Die Waffenfarbe der Fallschirmjäger ist weinrot. Ihr Symbol ist der stürzende Adler, aber auch die stilisierte Darstellung des geöffneten Fallschirms findet als Symbol Verwendung. Die Absetzer verwenden auch gerne die Tante Ju als Abzeichen.
Liedgut
Die Fallschirmjäger verfügen über ein eigenes Liedgut. Die Lieder der Fallschirmjäger spielen häufig mit der Gefahr eines Absturzes, der vor allem in früheren Zeiten häufig vorkam, aber auch die besondere Kameradschaft der Springer wird thematisiert. Das Lied der Fallschirmjäger ist Rot scheint die Sonne.
Weitere beliebte Lieder sind: