SFL 56 Wiesel II
| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Selbstfahrlafette 56 „Wiesel II“ Aufklärer Ausführung B |
| Waffenkategorie | Waffenträger |
| Hersteller | Stahlwerke Rhone |
| Technische Daten | |
| Besatzung | 2 (Fahrer, Beobachter) |
| Länge | 4,25 m |
| Breite | 1,81 m |
| Höhe | 1,99 m |
| Gewicht | 4,0 t |
| Antrieb | MWT KW514 4-Zylinder Dieselmotor mit 110 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | 75 km/h |
| Reichweite | ca. 350 km |
| Bewaffnung | |
| Panzerung und Gegenmaßnahmen | |
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Der Wiesel II ist eine Weiterentwicklung des Wiesel I und übertrifft diesen in Größe und Gewicht. Er ist mit stärkeren Motor und einer größeren Palette von Waffensystemen ausgerüstet. Entwickelt wurde der Wiesel II auf Basis der Erfahrungen im Gefecht. So forderten Offiziere der Fallschirmjägertruppe seit den späten 80er Jahren eine verbesserte Panzerabwehrversion des Wiesel I. Die Möglichkeit weitere Panzerabwehrraketen an der Seite des Wiesel I anzubringen wurde schnell wieder verworfen, vor allem weil dem Wiesel I die Möglichkeit zum Munitionstransport fehlten. Also begann man mit der Entwicklung des größeren Waffenträgers Wiesel II. Zunächst wurde er in der Panzerabwehrvariante (PAT), der Mörserträgervariante (MRS) und der Sanitätsvariante (SAN) eingeführt. Kurz darauf folgten eine Flugabwehr- (FAT) und eine Pioniervariante (PIO). 1995 entschloss man sich dazu auch die Aufklärer auf Basis des Wiesel I durch einen Variante des Wiesel II zu ersetzen. Pläne für eine Geschützträgervariante mit einer 30mm Maschinenkanone wurden allerdings verworfen.
Varianten
Der Wiesel II ist in zahlreichen Varianten verfügbar und wird von den Streitkräften entsprechend eingesetzt. Dabei werden die Hauptvarianten in drei Generationen unterteilt. Die erste Generation bilden Panzerabwehr-, Sanitäts-, und Mörserträgervariante, die zweite Generation Flugabwehr- und Pioniervarianten und die dritte Generation die Aufklärervarianten, sowie die Prototypen des Geschützträgers und der Führungsvariante.
Wiesel II Panzerabwehr
Der Wiesel II Panzerabwehrraketenträger, kurz PAT ist mit zwei Abschussrohren für die Panzerabwehrrakete Hummel ausgestattet. Dazu sind zwei weitere Raketen im Innenraum untergebracht. 1991 wurde die erste Version, die PATA eingeführt. 1995 erfolgte die Auslieferung einer zweiten Version, PATB, mit neuem Nachtsichtgerät, verbesserter Zielerfassung und veränderten Laufrollen. Die alten PATA wurden 1999 kampfwertgesteigert und auf PATB-Standard gebracht, ohne aber die Laufrollen zu modifizieren.
Wiesel II Mörserträger
Auf dem verbesserten Chassis des Wiesel II konnte auch ein Mörser verbaut werden. Dieser agierte gemeinsam mit Hermelin I-Aufklärern und Führungsfahrzeugen.
Wiesel II Sanitätsfahrzeug
1991 wurde die bisher einzige Sanitätsvariante des Wiesel II als leichte Gefechtsambulanz eingeführt.
Wiesel II Pionierfahrzeug
Für die Luftlandepioniere wurde 1993 die Pionierausführung des Wiesel II eingeführt. Diese war mit Nachtsichtgeräten ausgestattet und hatte, anstelle von Waffen, Halterungen für ein Schlauchboot, Panzer- und Antipersonenminen und sonstiges Pioniergerät. Ab 1995 wurde eine verbesserte Modifikation mit neuen Laufrollen, aber gleicher Ausrüstung produziert. Sowohl Modifikation 1 als auch Modifikation 2 sind parallel im Dienst.
Wiesel II Flugabwehr
Die Wiesel II Flugabwehrfahrzeuge dienen gemeinsam mit Hermelin I-Führungsfahrzeugen und mobilen Radaranlagen im integrierten Luftverteidigungssystem Siegfried. Dort stellen sie die Flugabwehrraketenträger. 1999 wurde ein verbesserter Feuerleitrechner eingeführt. alle alten FATA wurden auf Ausführung B aufgerüstet.
Wiesel II Aufklärer
Um die Aufklärungskompanien mit neuem Material zu versorgen wurde 1995 eine Aufklärungsvariante des Wiesel II entwickelt. Diese sollte die ungepanzerten Hermelin I und Hermelin II sowie die gepanzerten Iltis Aufklärer ergänzen. 2002 erfolgte eine Kampfwertsteigerung mit stärkerem Motor und dem Einbau der Nebelwurfanlage.