U-Boot-Klasse XII
| Schiffsdaten | |
| Schiffsart | U-Kreuzer |
| Einheiten: | 4 |
| Dienstzeit: | 1935-1946 |
| Verbleib: | verschrottet |
| Technische Daten | |
| Länge: | 115 m (Lüa) |
| Breite: | 9,5 m |
| Tiefgang: | max. 9 m |
| Verdrängung: |
aufgetaucht: 3.300 t getaucht: 4.373 t |
| Besatzung: | 110-118 Mann |
| Maschine | |
| Maschine: | 8 × Dieselmotoren 2 × Elektomoteren |
| Maschinenleistung: | aufgetaucht: 17.600 PS getaucht: 2.200 PS |
| Propeller: | 2 |
| Teschnische Daten | |
| Aktionsradius: | 10.000 sm (18,500 km) |
| Tauchzeit: | 120 Sekunden |
| Tauchtiefe, max.: | 100 m |
| Geschwindigkeit getaucht: | max. 9 kn |
| Geschwindigkeit aufgetaucht: | max. 18 kn |
| Bewaffnung | |
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Die U-Boot-Klasse XII war eine Klasse von Unterseekreuzern der Kaiserlichen Marine.
Entwicklung und Technik
Grundsätzliche Überlegung die zum Entwurf der U-Boot-Klasse XII führte war der Wunsch nach einem U-Boot, das Kreuzerkrieg führen könnte. Eine starke Bewaffnung war dafür Voraussetzung, daher war eine Artillerie, die in der Lage war, den Kampf gegen feindliche Einheiten auf Entfernungen von mindestens 10 Kilometer zu führen, vorgesehen. Das Ziel waren vor allem mögliche Hilfskreuzer des Feindes oder kleinere Geleitfahrzeuge mit artilleristischer Unterlegenheit. Die Reichweite der Geschütze lag schließlich bei 27.500 Metern.
Eine Besonderheit der Konstruktion war die Möglichkeit, ein Bordflugzeug mitzuführen. Im hinteren Bereich des Turmes befand sich ein druckfester Hangar, in dem ein Wasserflugzeug untergebracht war. Das Flugzeug musste demontiert werden, um es in dem engen Hangar zu lagern. Der Zeitaufwand für das Ausladen und Montieren bzw. Demontieren und Einladen betrug jeweils etwa 30 Minuten. Zudem gab es ein Beiboot mit einer Reichweite von 70 Seemeilen und einer Geschwindigkeit von 18 Knoten das der Artilleriebeobachtung diente. Eine weitere Aufgabe war das Übersetzen von Prisenkommandos.
Die Artillerie-Bewaffnung des leichtgepanzerten Bootes bestand aus zwei 20,3-cm-Geschützen in einem begrenzt schwenkbaren Zwillingsturm. Die Geschütze waren zweieinhalb Minuten nach dem Auftauchen feuerbereit und konnten mit einer Feuergeschwindigkeit von drei Schuss pro Minute schießen. Die größtmögliche Rohrerhöhung betrug 30°. Die Reichweite der Geschütze lag bei 27.500 m. Der Munitionsvorrat umfasste 600 Schuss. Ein Geschoss wog 123,2 kg. Die Feuerleitzentrale war mit einem 4-Meter-Raumbildentfernungsmesser mit einer Reichweite von 12.000 m ausgestattet.
Die Luftabwehr des U-Bootes setzte sich aus zwei 3,7-cm-Flugabwehrkanonen in Einzellafetten und vier 13,2-mm-Maschinengewehren in Doppellafetten zusammen.
Die Torpedobewaffnung bestand aus acht 533-mm-Torpedorohren. Sechs Rohre befanden sich im Bug, zwei im Heck, alle Rohre waren intern nachladbar.
Geschichte
Mit dem Aufkommen der neuen Klassen XIV und XV stellte sich auch bei der Klasse XII die Frage nach einer zukünftigen Verwendung. Die Zeit der Tauchboote und somit die Nutzbarkeit der starken Artilleriekapazitäten war vorbei. Für die Klasse XII deren Wurzeln noch in den 20er Jahren lagen, war die Zeit im aktiven Dienst vorbei. Die geringe Tauchtiefe der U-Kreuzer machte eine Umrüstung für die Marine "unwirtschaftlich".
Baujahre 1913-1953: U-Boot-Klasse I - U-Boot-Klasse II - U-Boot-Klasse III - U-Boot-Klasse IV - U-Boot-Klasse V - U-Boot-Klasse VI - U-Boot-Klasse VII - U-Boot-Klasse VIII - U-Boot-Klasse IX - U-Boot-Klasse X - U-Boot-Klasse XI - U-Boot-Klasse XII - U-Boot-Klasse XIII - U-Boot-Klasse XIV - U-Boot-Klasse XV
Baujahre 1954-heute: U-Boot-Klasse XVI - U-Boot-Klasse XVII - U-Boot-Klasse XVIII - U-Boot-Klasse XIX - U-Boot-Klasse XX - U-Boot-Klasse XXI
Strategische Unterseeboote: SU-Klasse 1 - SU-Klasse 2 - Hohenburg-Lohe-Klasse
Sonstige: Einzelne U-Boot-Projekte (1906-1913) - Bucellarii-Klasse - Mare-Klasse