U-Boot-Klasse XI

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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U-Boot-Klasse XI
Schiffsdaten
Schiffsart U-Boot
Einheiten: -
Dienstzeit: 1935-1965
Verbleib: -
Technische Daten
Länge: 89,8 m (Lüa)
Breite: 9,2 m
Tiefgang: max. 4,7 m
Verdrängung:
 
aufgetaucht: 1.763 t
getaucht: 2.177 t
Besatzung: 52 Mann
Maschine
Maschine: 2 Dieselmotoren
2 Elektomoteren
Maschinenleistung: aufgetaucht: 4.200 PS
getaucht: 1.120 PS
Propeller: 2
Teschnische Daten
Aktionsradius: 18.450 sm
Tauchzeit: 35 sec.
Tauchtiefe, max.: 200 m
Geschwindigkeit getaucht: max. 7 kn (13 km/h)
Geschwindigkeit aufgetaucht: max. 17 kn (31 km/h)
Bewaffnung
  • 2 × 533-mm-Torpedorohre, 15 Torpedos
  • 1 × 10,5 cm Deckgeschütz
  • 1 × 3,7 cm Flak
  • 2 × 2 cm Flak

Die U-Boot-Klasse XI, war eine Klasse von U-Booten der Kaiserlichen Marine, die in den Jahren von 1939 bis 1942 gebaut wurde. Sie wurden als Minenleger- oder Versorungs-Unterseeboote konstruiert. Von der Verdrängung her waren sie die größten Tauchboote der Kaiserlichen Marine die je gebaut wurden.

Die Bewaffnung dieser U-Boote bestand in Minenschächten (jeweils zwei Gruppen zu sechs Schächten an Back- und Steuerbord, und eine Gruppe mit sechs Schächten im Vorschiff). Darin konnten 66 Minen aufgenommen werden. Neben zwei Torpedorohren im Heck mit max. 15 Torpedos waren noch ein 10,5-Geschütz, zwei 2-cm- und ein 3,7-cm-Flugabwehrgeschütz eingebaut. Durch ihre großen Bunkerkapazitäten wurden die Boote auch als „Hilfstanker“ eingesetzt. Ebenso gut konnten sie als Transport-Unterseeboote eingesetzt werden. Dazu wurde das Ladegut in druckfesten Frachtbehältern in den Minenschächten verstaut. Zusätzlich war Platz an Bord und im Hecktorpedoraum. Im Bug sowie in externen Buchten fanden auch Ersatztorpedos als Nachschub für im Einsatz befindliche Boote Platz.

In den späten 40er Jahren wurden die Boote durch die Marine erheblich modernisiert und umgebaut, um sie Leistungsmäßig zu verbessern, stromlinienförmiger zu machen und die Kampfkraft zu verstärken. Sie wurden der neuen Klasse XV angenähert. Dies geschah auch den bei den Klassen IX und X. Im Rahmen der Umbauten wurden die Boote zu Jagd-U-Booten umgebaut.

Daten

Modernisierung

Ein Boot der Klasse XI nach der Modernisierung

Mit der Klasse XV war die Ära des klassischen Tauchbootes vorbei. An eine aufwändige Betankung, Wartung oder Neubestückung mit Torpedos und Nachschub über Wasser, war nicht mehr zu denken. Minenlegeaufgaben konnten in Zukunft auch durch Jagd-U-Boote erledigt werden. Im Rahmen der allgemeinen Modernisierung der U-Boot-Flotte, wurden die Boote der Klasse XI daher zu Jagd-U-Booten umgebaut. Aufgrund ihrer Größe waren sie am besten für eine Modernisierung geeignet und boten viel Platz für die neuen Batterien und Maschinen. Die Batterieleistung war daher bei der Klasse XI auch noch mal deutlich besser als bei den Klassen IX und X nach den Umrüstungen.

Auch die Bewaffnung wurde gänzlich umgestellt. Der Hecktorpedoraum und die beiden Rohre musste der neuen Maschinenanlage weichen. Dafür wurden im Bug sechs Torpedorohre installiert. Zudem wurden alle Rohrwaffen entfernt.

  • Verdrängung:
    • über Wasser 2.000 Tonnen
    • unter Wasser: 2.700 Tonnen
  • Länge: 92 m
  • Breite: 9,2 m
  • Geschwindigkeit bei AK-Fahrt:
    • über Wasser 15,5 Knoten
    • unter Wasser 18,3 Knoten
  • Reichweite:
    • über Wasser: 18.450 sm (34.170 km) bei 10 Knoten
    • unter Wasser: Eine Stunde bei 17,5 kn (32.4 km/h)
  • Besatzung: 70–80 Mann
  • Torpedorohre: 6 Bugtorpedorohre
  • Mitgeführte Torpedos: 20-23
  • Tauchtiefe: 120 m (Konstruktionstauchtiefe)
    • 200 m (Prüfungstauchtiefe)
    • 300 m (rechnerische Zerstörungstauchtiefe


U-Boot-Klassen der Kaiserlichen Marine