Dreibürgen-Klasse

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Dreibuergen Flagge Neu.png
Das Schlachtschiff Kronprinz
Schiffsdaten
Schiffsart Schlachtschiff
Schiffsklasse Dreibürgen-Klasse
Einheiten: 8 gebaut, 0 in Dienst
Dienstzeit: 1944 - 2015
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: 270,43 m
Breite: 32,98 m
Tiefgang: 11,6 m
Verdrängung: 45.000 t (Standard)
57.500 t (voll beladen)
Besatzung: 1.500 bis 2.800 Mann
Maschine: 8 Dampfkessel (212.000 PS)
Geschwindigkeit: 33 kn
Propeller: 2
Reichweite: 18.000 sm bei 18 kn
Brennstoffvorrat: 9,5 Mio. Liter Dieselöl
Bewaffnung
  • 9 × 40,6 cm L/47 Sk
  • 12 × 155 mm L/52 Sk
  • 4 × 20-mm-Revolverkanonen "Phalanx"
  • 4 × Vierfachstarter für ASR7
  • 8 × Vierfachstarter für Marschflugkörper
  • 4 × Achtfachstarter für R-55
  • 2 × Starter für LwA-99
  • 2 × RBA-2000 "Borgward"
  • Täuschkörperwurfanlage
  • 4 Bordhubschrauber (auch zur U-Abwehr)
Elektronik
  • Diverse Funk-Einrichtungen
  • Satellitengestütztes Kommunikationssystem
  • Feuerleitsystem für Seekriegsführung
  • Feuerleitkontrolle
  • Radarüberwachungssystem
  • Radar zur Auffassung von Seezielen und niedrig-fliegender Objekte
  • 2 Radaranlagen zur Luftabwehr
  • Radaranlagen zur Leitung der Luftabwehr mit den Revolverkanonen
  • Identifikationssystem TiFFI 2000 (Sekundarradar, Freund-Feind-Identifizierung)
  • 2 Nautische Radaranlagen
  • Aufklärungsdrohen
Einsatzführungssysteme
  • Raketenabwehr- und Feuerleitsystemsystem "Flammenschild"
  • Führungs- und Waffeneinsatzsystems (FüWES)

Die Dreibürgen-Klasse ist eine Klasse von Schlachtschiffen, die von der Kaiserlichen Marine mitte 40er Jahre in Dienst gestellt wurde. Sie ist baugleich mit der Choembourg-Klasse der HRR-Marine, da die Schlachtschiffe ein Gemeinschaftsprojekt sind.

Die Dreibürgen-Klasse ist die schnellste jemals gebauten Schlachtschiff-Klasse und gehört gleichzeitig zu den letzten Vertretern dieser Gattung. Zehn Schiffe wurden auf Kiel gelegt, jedoch nur 8 tatsächlich vollendet. Die Einheiten nahmen an diversten Kriegen und Konflikten teil. Wurden jedoch aufgrund des hohen Personalbedarfs in Friedenszeiten immer wieder der Reserveflotte zugeordnet. Nach umfassender Modernisierung befinden sie sich seit den 80er Jahren wieder mehr oder weniger im aktiven Dienst. Ende Januar 2015 wurden mit der Kronprinz und der Kurfürst Friedrich die letzten beiden Schiffe der Klasse außer Dienst gestellt. Die Schlachtschiffe wurde damit komplett durch die Schlachtkreuzer der Kaiser-Konstantin-Klasse ersetzt.

Entwicklung und Aufbau

Die Planung der Dreibürgen-Klasse begann Anfang 1939, als schnelle Eskortschiffe mit starken Geschützen für die Flugzeugträger benötigt wurden; dieser Typ war als schnelles Schlachtschiff bekannt. Die Klasse konnte ohne praktische Beschränkung bezüglich Tonnage und Bewaffnung entwickelt werden. Die offizielle Gewichtsverteilung summiert sich auf etwa 45.500 t, tatsächlich lag die Verdrängung bei über 57.000 t.

Die Dreibürgen-Klasse wurde nach einem Vorentwurf entwickelt und gebaut, der auf der haxagonesischen Tuus-Klasse basierte, die damals gemeinsam entwickelt, jedoch nur von Haxagon gebaut wurde. Die Finanzierung erfolgte aus den Haushalten der Jahre 1940 bis 1943.

Die Schiffe der Dreibürgen-Klasse wurden auf vier Werften gebaut: jeweils eines bei den Tiedemann-Werfen in Godenhaven, den Zwielauer Lloyd & Werften, den Reichswerfen in Amalien und zwei bei den Kaiserlichen Werften in Lehbek. Das sechste Schiff sollte bei den Tiedemann-Werfen gebaut werden, wurde dort aber storniert und abgebrochen. Zwischen Kiellegung und Stapellauf lagen bei den fünf fertiggestellten Schiffen zwei bis drei Jahre, bis zur Indienststellung verbrachten die Schiffe der Dreibürgen-Klasse dann noch jeweils rund vier bis fünf Monate am Ausrüstungspier.

Technik

Breitseite der Dreibürgen

Rumpf

Antrieb

Die Klasse ist mit ihrer Spitzengeschwindigkeit von 33 Knoten die schnellste je gebaute Schlachtschiffklasse. Die Schiffe verfügen über je vier Schrauben, wobei die beiden außenbords liegenden vierblättrig mit Durchmesser 5,5 Meter sind und die inneren fünf Blätter besitzen bei einem Durchmesser von 5,3 Meter. Die Leistung liegt bei zusammen 212.000 PS (156 MW) vorwärts und 44.000 PS (32 MW) rückwärts. Ein Schiff kann rund 9,5 Mio. Liter Marinedieselöl mitführen. Die wirtschaftlichste Geschwindigkeit liegt dabei bei 16 Knoten, bei denen das Schiff etwa 18.000 Seemeilen zurücklegen kann. Zum Vergleich: Bei 30 Knoten schafft eine Schlachtschiff nur gut 8000 Seemeilen.

Die Schrauben werden jeweils von einer eigenen Antriebsanlage angetrieben. Dabei wird Wasser in je zwei Kesseln auf über 260° C bei einem Dampfdruck von 45 bar erhitzt. Dieser Dampf wird zuerst in eine Hochdruck-Dampfturbine von geleitet, die dadurch, je nach gewünschter Geschwindigkeit, mit bis zu 5000 Umdrehungen pro Minute dreht. Danach wird der Dampf, der noch unter rund 3 bar Druck steht, in eine Niederdruckturbine geleitet, in der der Dampf auf Kondensatordruck (deutlich unter 1 bar, der genaue Wert hängt von der Seewassertemperatur ab) entspannt wird. Die Turbinendrehzahl wird mit einem Getriebe auf die Propellerdrehzahl von unter 250 Umdrehungen pro Minute reduziert. Durch die niedrigere Drehzahl arbeiten die Propeller wesentlich effektiver. Danach wird der entspannte Dampf in einem Kondensator kondensiert, und das entstandene Kondensat (Wasser) wird von der Kesselspeisepumpe in den Kessel gefördert. Da der gesamte Prozess verlustbehaftet ist, müssen die drei Frischwassererzeuger an Bord des Schiffes kontinuierlich Frischwasser produzieren, insgesamt werden bis zu 225 t pro Tag erzeugt.

Bewaffnung

Geschütze

Die Hauptbewaffnung der Dreibürgen-Klasse besteht aus drei Geschütztürmen mit je drei Rohren für Projektile mit dem Durchmesser 406 Millimeter und 50 Kalibern (20,3 m) Seelenlänge. Zwei der Drillingstürme (Nummer 1 und 2) befinden sich vor den Aufbauten, einer dahinter (Turm 3), weshalb die Türme nur um 300° gedreht werden können. Die Türme sind nur auf Laufringen in den Barbetten gelagert, würden also im Falle einer Kenterung herausstürzen. Jeder von ihnen wiegt rund 1.700 Tonnen. Für die Bedienung eines der Türme waren mindestens 77 Mann nötig, um mit Munition und Treibladungen umzugehen. Im Rahmen der Modernisierungen im 21. Jahrhundert wurden die Türme zunehmend automatisiert, um den Personalbedarf zu senken und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Jedes der Rohre kann einzeln abgefeuert werden und muss danach zum Nachladen in eine Erhöhung von 5° gebracht werden. Zum Schießen kann die Rohrerhöhung −5° bis 45° betragen, die Bewegung erfolgt mit 12° pro Sekunde. Horizontal haben die Kanonen eine Bewegungsfreiheit von 300°, können also auch über die Schulter, also mehr als 90° nach hinten, schießen. Die vorderen Türme können nicht direkt nach vorn feuern, da sich dort seit 1980 eine Antenne befindet, auch vorher hätte die Stoßwelle der Projektile Schäden am Vorschiff verursacht. Analog die Situation des achternen Turms. Die Bewegungsgeschwindigkeit beträgt 4° pro Sekunde.

Es können mehrere Arten von Granaten abgefeuert werden, in die Magazine eines Schiffes passen ca. 1200 Schuss. Gegen gepanzerte Ziele kann panzerungsdurchschlagende Munition verwendet werden. Sie hat eine Reichweite von etwa 39 Kilometern und wiegt 1200 kg. Das Projektil wird mit 820 Meter/Sekunde abgeschossen, so dass es sich bis zu 90 Sekunden in der Luft befindet. Auf 18 km kann es 50 cm Stahlpanzerung oder 6,4 Meter Stahlbeton durchschlagen. Lediglich gut 18 kg sind Sprengstoff, das Restgewicht des 1,67 Meter langen Projektils besteht aus Hülle und Zündung sowie der Stahlkappe. Außerdem befinden sich Farbbeutel in den Projektilen, um bei Fehltreffern die aufsteigende Wassersäule zu färben und so deutlicher sehen zu können.

Gegen ungepanzerte Ziele und für die Küstenbeschießung wird das 850 kg schwere Sprenggeschoss eingesetzt. Bei Explosion am Boden erzeugt es, je nach Bodentyp, einen Krater von bis zu 15 Metern Durchmesser und einer Tiefe von bis zu sechs Metern, die Druckwelle entlaubt Bäume im Umkreis von 360 Metern.

In den 1950er Jahren wurde unter strengster Geheimhaltung ein Nuklearprojektil mit einer Sprengwirkung von etwa 15 bis 20 Kilotonnen TNT-Äquivalent entiwckelt. Es sollte auf der besten verfügbaren seegestützten Artillerieplattform eingesetzt werden, was zu dieser die Schlachtschiffe waren. Ob sich jemals solche Projektile an Bord der Schiffe befanden, ist unklar, da die Kaiserliche Marine die Existenz von Nuklearwaffen auf ihren Schiffen nur selten kommentiert.

Als Sekundärwaffe hatte jedes Schiff zehn Doppellafetten mit Splitterschutzschilden mit je zwei Rohren für 128-mm-Granaten, Kaliber 38. Die Geschütze befinden sich zu beiden Seiten der Aufbauten, seit der Modernisierung allerdings nur noch drei pro Seite, außerdem wurden die Geschütze gegen moderne 155-mm-Schiffsgeschütze ersetzt. Diese waren ursprünglich noch als Luftverteidigung gedacht, wurden jedoch dank der Entwicklung von Näherungszündern auch für Küstenbeschießungen verwendet. Die Reichweite beträgt konventionell etwa 30 km, Reichweitengesteigert bis zu 56 km und mit der gelenkte Langstreckenmunition sogar bis zu 100 km.

Die Flak-Bewaffnung wurde inzwischen vollständig entfernt. Bestand ursprünglich jedoch aus 20 und 40 mm Flugabwehrkanonen. Seit der Modernisierung befinden sich vier zur Flugkörperabwehr gedachte Revolverkanonen "Phalanx" mittschiffs. Diese Revolverkanonen mit 20-mm-Läufen sollen anfliegende Flugkörper im Endanflug zerstören und besitzen dafür eine Feuerrate von 3000 Schuss pro Minute.

Flugkörper

Seit der Modernisierungen befinden sich auch Flugkörper an Bord, wodurch die Schlachtschiffe auch heute noch gefährliche Gegner sind. Mit den Schlachtkreuzern der Kaiser-Konstantin-Klasse können sie dabei nicht mithalten, wurden von der Marine aber zu einer leistungsstarken, schnell verfügbaren und kostengünstigeren Alternative hochgerüstet. Mittschiffs zwischen den beiden Schornsteinen befinden sich auf einer Plattform, auf der sich vorher 40-Millimeter-FLAK befanden, vier Vierfachstarter für Marschflugkörpern Zornstahl zum Einsatz gegen Landziele sowie vier Starter für je vier ASR7 Antischiffsraketen. Achtern des hinteren Schornsteins befinden sich noch einmal vier Starter für je vier Marschflugkörpern Zornstahl.

Zur Flugabwehr wurden vier Starter für Luftabwehrraketen R-55 "Feuerlilie" und zu Ergänzung der Nahbereichsabwehr noch zwei Starter für LwA-99 mit je 21 Zellen installiert.

Elektronik

Radare und Feuerleitsysteme

Durch die Nachrüstung mit Flugkörpern mussten auch moderne Radaranlagen installiert werden. Als Hauptluftüberwachungsradar ist auf einem Gittermast am vorderen Schornstein das zweidimensionales Luftraumsuchradar mit großer Reichweite installiert, das eine Reichweite von ca. 250 nautischen Meilen aufweist, auf dem D-Band ausstrahlt und eine Spitzenleistung von 360 Kilowatt aufweist. Direkt hinter der Antenne befindet sich das taktische Luftradarsystem, der höchste Punkt des Schiffes. Das Oberflächensuchradar hat eine mittlerer Reichweite, welches auf dem G-Band bis zu 28 kW ausstrahlt und eine Reichweite von 100 km hat.

Direkt vor dem Vormars befindet sich das kugelförmige Vielzweckradar mit kurzer Reichweite, ein Radar mit 20 nautischen Meilen Reichweite auf dem I-Band, das zusammen mit den vier Feuerleitsystemen, die sich rund um die Aufbauten befinden, für die Feuerleitung der 155-mm-Türme zuständig ist. Die Feuerleitung für die 406-mm-Türme befindet sich auf dem Decksaufbau, ein weiteres hinter dem achternen Schornstein. Das Vielzweckradar wurde auch für Verwendung mit den 406-mm-Geschützen modifiziert. Die Radarkuppel, mit dem die Verbindung zu vom Schiff gestarteten Aufklärungsdrohnen möglich ist, es befindet sich am vorderen Rand des achternen Schornsteins.

Seit Anfang des 21. Jahrhundert wurde auf den aktiven Schlachtschiffen das Flammenschild-Kampfsystem installiert, mit welchem Sensoren, Datenbanken und Feuerleitsysteme eines Verbandes vernetzt werden.

Selbstverteidigungssysteme

Ebenfalls seit der Modernisierung befinden sich zahlreiche defensive Schutzsysteme an Bord. Für die elektronische Kampfführung, dessen Antennen sich an den Aufbauten befinden, können für Fernmelde- und elektronische Aufklärung sowie als Störsender eingesetzt werden. Ebenfalls zum Paket gehört das Täuschkörperwerfer-System, das Düppel und Täuschkörper in die Luft schießt, die anfliegende Raketen sowohl mit Radar- wie auch mit Infrarotsuchkopf vom Schiff ablenken sollen. Gegen Torpedo-Angriffe wurde ein geschlepptes Täuschkörpersystem an Bord gebracht. Dies ist ein hinter dem Schiff geschleppter Täuschkörper, der die Schraubengeräusche eines Schiffes imitiert um so Torpedos vom eigentlichen Ziel wegzulocken

Luftfahrzeuge

Mitte der 1980er Jahre wurde auch ein Helikopterlandeplatz auf dem Achterdeck angelegt, jedoch keine Hangars für die Fluggeräte. Erst Mitte der 90er Jahre wurde ein Aufzug eingebaut, der es erlaubt vier Hubschrauber unterhalb des Helikopterlandeplatzes abzustellen. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit geschaffen zur Aufklärung Drohnen zu starten und zu kontrollieren. Diese werden vom Achterdeck mittels eines Raketenmotors gestartet, der kurze Zeit später abgeworfen wird. Die Drohnen können von Bord des Schiffes mehrere Stunden lang gesteuert werden. Dafür wird ein Videobild der Kamera an Bord der Drohne in Echtzeit auf das Schiff übermittelt. Da die Drohne zwar ein Fahrgestell hat, eine Landung auf dem kleinen Deck einer Schlachtschiffe aber zu gefährlich wäre, wird eine andere Technik verwendet: Ein großes Netz wird quer über das Schiff gespannt, in das die Drohne mit niedriger Geschwindigkeit geflogen wird. Bis zu acht Drohnen können mitgeführt und genutzt werden.

Außerdienststellung

Zum Jahresbeginn 2014 beginnt die Marine mit der Außerdienststellung der letzten Schiffe dieser Klasse. Zunächst soll das Schlachtschiff S.M.S. Dreibürgen außer Dienst gestellt und zum Museum umgewandelt werden. Das Schiff nimmt einen Ehrenplatz im Flottenmuseum von Amalien ein. Weiterhin ist für 2014 die Verschrottung der Schlachtschiffe Großherzog, Kaiser und Hagenau vorgesehen, so dass vorerst zwei Schiffe der Dreibürgen-Klasse aktiv und zwei der Choembourg-Klasse deaktiviert im Reservestatus verbleiben.

Einheiten, Geschwader und Standorte

Mit Ausnahme der Schlachtschiffe Dreibürgen, Kronprinz und der Kurfürst Friedrich wurden alle Schlachtschiffe deaktiviert und eingemottet. Von den fünf noch vorhandenen, inaktiven Schlachtschiffen der Dreibürgen/Choembourg-Klasse, werden vier für den Einsatz in den beiden Reserveflotten bereitgehalten. Ihre Aktivierung dauert jedoch einige Wochen, wenn nicht Monate. Die Hagenau wird für Ersatzteile bereitgehalten und für den Einsatz als Waffenplattform, sie kann wegen der vollständig inaktiven Maschinenanlage nur noch durch Schlepper bewegt werden.


Schlachtschiffe der Dreibürgen-Klasse und Choembourg-Klasse