Thor-Klasse: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 59: Zeile 59:
 
== Aufgaben ==
 
== Aufgaben ==
  
Die Docklandungsschiffe der Thor-Klasse werden im Rahmen von Kampfgruppen eingesetzt. Diese gruppieren sich um ein amphibisches Angriffsschiff entweder der Amalien- oder Ferdinand-Klasse, die zumeinst in einer Trägerkampfgruppe eingesetzt werden, oder eigene Geleiteinheiten zugewiesen bekommen. Die Docklandungsschiffe dienen in diesen Gruppen als Lastschiffe.
+
Die Docklandungsschiffe der Thor-Klasse werden im Rahmen von Kampfgruppen eingesetzt. Diese gruppieren sich um ein amphibisches Angriffsschiff entweder der Amalien- oder Ferdinand-Klasse, die zumeist in einer Trägerkampfgruppe eingesetzt werden, oder eigene Geleiteinheiten zugewiesen bekommen. Die Docklandungsschiffe dienen in diesen Gruppen als Lastschiffe.
  
 
== Entwicklung und Aufbau ==
 
== Entwicklung und Aufbau ==
[[Datei:Thorklasse-riss.jpg|thumb|left|300px|Die Rißzeichnung zeigt eine mögliche interne Zuladung]]
+
[[Datei:Thorklasse-riss.jpg|thumb|left|300px|Die Risszeichnung zeigt eine mögliche interne Zuladung]]
 
Bereits Anfang der 1990er Jahre startete die Marine die Planung für eine neue Klasse von Docklandungsschiffen. Ende 1996 stand der Entwurf. 1997 hatte die Marine begonnen neue Technologien zur Bemannungsreduzierung zu erforschen.
 
Bereits Anfang der 1990er Jahre startete die Marine die Planung für eine neue Klasse von Docklandungsschiffen. Ende 1996 stand der Entwurf. 1997 hatte die Marine begonnen neue Technologien zur Bemannungsreduzierung zu erforschen.
 
   
 
   
 
Nachdem 1998 der erste Bauauftrag gegeben worden war, musste man jedoch feststellen, dass die Rechnersysteme schwierig zu bedienen und ineffizient waren. So mussten nach kleinen Änderungen große Teile der Rechnerdaten angepasst werden. Solche Änderungen kamen von Seiten der Marine nach Budgetkürzungen noch bis nach Baubeginn, was der Werft in Zusammenhang mit den Computerproblemen große Probleme bereitete. Jährlich sollte zwei Schiffe dieser Klasse in Dienst gestellt werden, das erste Schiff war 2001 fertig, das zweite 2002. Ab 2003 lief dann die jährliche Mage vom Stapel, das letzte Schiff Am 21. Februar 2012. Bis 2013 sollten alle zehn Schiffe voll einsatzfähig sein.
 
Nachdem 1998 der erste Bauauftrag gegeben worden war, musste man jedoch feststellen, dass die Rechnersysteme schwierig zu bedienen und ineffizient waren. So mussten nach kleinen Änderungen große Teile der Rechnerdaten angepasst werden. Solche Änderungen kamen von Seiten der Marine nach Budgetkürzungen noch bis nach Baubeginn, was der Werft in Zusammenhang mit den Computerproblemen große Probleme bereitete. Jährlich sollte zwei Schiffe dieser Klasse in Dienst gestellt werden, das erste Schiff war 2001 fertig, das zweite 2002. Ab 2003 lief dann die jährliche Mage vom Stapel, das letzte Schiff Am 21. Februar 2012. Bis 2013 sollten alle zehn Schiffe voll einsatzfähig sein.
 
   
 
   
Unklar ist bisher, ob später auch noch auch Gelder für zwei weitere Schiffe bereitgestellt werden, oder das Projekt in Zukunft für beendet erklärt wird. werden ist unklar. Zwei weitere der neun Schiffe werden von Ingalls gefertigt, der Rest von Avondale. Die Verzögerungen haben auch den Preis der Schiffe in die Höhe schnellen lassen. Die Kosten liegen bei rund 1 Mrd. Taler pro Schiff.
+
Unklar ist bisher, ob später auch noch auch Gelder für zwei weitere Schiffe bereitgestellt werden, oder das Projekt in Zukunft für beendet erklärt wird. Die Verzögerungen haben auch den Preis der Schiffe in die Höhe schnellen lassen. Die Kosten liegen bei rund 1 Mrd. Taler pro Schiff.
  
 
==Technik==
 
==Technik==
Zeile 77: Zeile 77:
 
===Fahr- und Fluggeräte ===
 
===Fahr- und Fluggeräte ===
 
   
 
   
Helikopter werden auf den Einheiten nicht permanent stationiert, lediglich im Rahmen einzelner Einsätze können einer San Antonio Fluggeräte temporär zugewiesen werden. Im Gegensatz dazu besitzt jede Einheit aber Personal für den Umgang mit Fluggeräten etwa im Hangar. Hier können Fluggeräte gewartet oder betankt werden. In diesem Hangar können zwei oder drei Bell Hubschrauber oder eine FWA 22 "Nordwind" Platz finden. Für Landungen steht auf dem Deck die doppelte Kapazität bereit, ebenfalls landen kann die FWA 158.
+
Helikopter werden auf den Einheiten nicht permanent stationiert, lediglich im Rahmen einzelner Einsätze können einem Schiff der Thor-Klasse Fluggeräte temporär zugewiesen werden. Im Gegensatz dazu besitzt jede Einheit aber Personal für den Umgang mit Fluggeräten etwa im Hangar. Hier können Fluggeräte gewartet oder betankt werden. In diesem Hangar können drei [[HHW 110 Seefalke]], zwei [[HHW 300]], zwei [[MWT 59 Muli]] oder eine [[FWA 22 Nordwind]] Platz finden. Für Landungen steht auf dem Deck die doppelte Kapazität bereit, ebenfalls landen kann die [[FWA 158]].
 
   
 
   
 
Im Inneren der Schiffe befindet sich ein flutbares Welldeck, das von achtern durch ein großes Tor befahren werden kann. Dort ist Platz für zwei Luftkissen-Landungsfähren oder ein Mehrzweck-Landungsboot. Alternativ können bis zu zwölf amphibische, gepanzerte Truppentransporter im Welldeck platziert werden. Richtung Bug befinden sich drei Decks für die Verladung von Fahrzeugen und Fracht. Diese bieten rund 2300 m² Platz, etwa für 14 amphibische, gepanzerte Truppentransporter. Zusätzlich stehen 700 m³ für Munition und 1200 m³ für Treibstoffe für Fahr- und Fluggeräte bereit.
 
Im Inneren der Schiffe befindet sich ein flutbares Welldeck, das von achtern durch ein großes Tor befahren werden kann. Dort ist Platz für zwei Luftkissen-Landungsfähren oder ein Mehrzweck-Landungsboot. Alternativ können bis zu zwölf amphibische, gepanzerte Truppentransporter im Welldeck platziert werden. Richtung Bug befinden sich drei Decks für die Verladung von Fahrzeugen und Fracht. Diese bieten rund 2300 m² Platz, etwa für 14 amphibische, gepanzerte Truppentransporter. Zusätzlich stehen 700 m³ für Munition und 1200 m³ für Treibstoffe für Fahr- und Fluggeräte bereit.

Version vom 15. Januar 2013, 01:36 Uhr

Dreibuergen Flagge Neu.png
Die S.M.S. Thor
Schiffsdaten
Schiffsart Amphibisches Dockschiff
Schiffsklasse Thor-Klasse
Einheiten: 10 gebaut, 8 in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 208,05 m
Breite 31,9 m
Tiefgang 7,0 m
Verdrängung 25.000 t (beladen)
Besatzung 360 (28 Offiziere)

800 Marineinfanteristen

Maschine 4 × Diesel (41.000 PS)
Geschwindigkeit 22+ Knoten
Propeller 2 Verstellpropeller
Bewaffnung
  • 2 × 27 mm Marineleichtgeschütze
  • 2 × Starter für LwA-99; je 21 Zellen
  • 2 × Achtfachstarter für R-55 "Feuerlilie"
  • Täuschkörperwerfer-System
  • Geschlepptes Täuschkörpersystem (Torpedos)
Sensoren
  • Oberflächensuchradar
  • 3D-Luftsuchradar
  • Vielzweckradar
  • Identifikationssystem TiFFI 2000
Einsatzführungssysteme
  • Führungs- und Waffeneinsatzsystems (FüWES)

Die Thor-Klasse ist eine Klasse von amphibischen Docktransportschiffen (Docklandungsschiffe) der Kaiserlichen Marine. Die Einheiten dienen der amphibischen Kriegsführung. Ursprünglich sollte die Marine ab 2012 zwölf Einheiten zum Transport von Marineinfanterie und deren Material erhalten. Nach Problemen beim Bau der Schiffe und den damit in Verbindung stehenden Verzögerungen und Kostensteigerungen sind bisher nur zehn Einheiten genehmigt worden, von denen die erste seit 2008 einsatzbereit ist. Die Einheiten sind nach Prinzipien der Tarnkappen-Technologie geplant worden, außerdem soll der Komfort für die Besatzung und die Marineinfanterie gegenüber der bisherigen Flotte erhöht werden.

Aufgaben

Die Docklandungsschiffe der Thor-Klasse werden im Rahmen von Kampfgruppen eingesetzt. Diese gruppieren sich um ein amphibisches Angriffsschiff entweder der Amalien- oder Ferdinand-Klasse, die zumeist in einer Trägerkampfgruppe eingesetzt werden, oder eigene Geleiteinheiten zugewiesen bekommen. Die Docklandungsschiffe dienen in diesen Gruppen als Lastschiffe.

Entwicklung und Aufbau

Die Risszeichnung zeigt eine mögliche interne Zuladung

Bereits Anfang der 1990er Jahre startete die Marine die Planung für eine neue Klasse von Docklandungsschiffen. Ende 1996 stand der Entwurf. 1997 hatte die Marine begonnen neue Technologien zur Bemannungsreduzierung zu erforschen.

Nachdem 1998 der erste Bauauftrag gegeben worden war, musste man jedoch feststellen, dass die Rechnersysteme schwierig zu bedienen und ineffizient waren. So mussten nach kleinen Änderungen große Teile der Rechnerdaten angepasst werden. Solche Änderungen kamen von Seiten der Marine nach Budgetkürzungen noch bis nach Baubeginn, was der Werft in Zusammenhang mit den Computerproblemen große Probleme bereitete. Jährlich sollte zwei Schiffe dieser Klasse in Dienst gestellt werden, das erste Schiff war 2001 fertig, das zweite 2002. Ab 2003 lief dann die jährliche Mage vom Stapel, das letzte Schiff Am 21. Februar 2012. Bis 2013 sollten alle zehn Schiffe voll einsatzfähig sein.

Unklar ist bisher, ob später auch noch auch Gelder für zwei weitere Schiffe bereitgestellt werden, oder das Projekt in Zukunft für beendet erklärt wird. Die Verzögerungen haben auch den Preis der Schiffe in die Höhe schnellen lassen. Die Kosten liegen bei rund 1 Mrd. Taler pro Schiff.

Technik

Rumpf

Der Rumpf der Schiffe der Thor-Klasse ist rund 208,5 Meter lang über alles und 31,9 Meter breit. Der Tiefgang liegt bei 7 Metern. Die Schiffe verdrängen voll beladen rund 25.000 Standard-Tonnen. Als Material für den Rumpf wurde Stahl verwendet, die Aufbauten bestehen ebenso komplett aus Stahl, lediglich für die Maste wurden Verbundwerkstoffe verwendet. Rund die vordere Hälfte des Decks ist mit Deckshäusern und einem Hangar für Helikopter belegt, dahinter schließt sich über die gesamte Breite ein Landedeck für Helikopter an. Der Rumpf wurde nach den Prinzipien der Tarnkappentechnik geplant und gebaut. Der untere Teil des Rumpfes ist nach außen geneigt, darüber ist er nach innen geneigt. Dies minimiert das Breitseiten-Echo und damit den Radarquerschnitt. Auch der Verzicht auf herkömmliche Pfahl- oder Gittermaste zu Gunsten des Erweiterten, geschlossenen Mastes oder Sensors trägt zur Reduzierung des Querschnitts bei.

Fahr- und Fluggeräte

Helikopter werden auf den Einheiten nicht permanent stationiert, lediglich im Rahmen einzelner Einsätze können einem Schiff der Thor-Klasse Fluggeräte temporär zugewiesen werden. Im Gegensatz dazu besitzt jede Einheit aber Personal für den Umgang mit Fluggeräten etwa im Hangar. Hier können Fluggeräte gewartet oder betankt werden. In diesem Hangar können drei HHW 110 Seefalke, zwei HHW 300, zwei MWT 59 Muli oder eine FWA 22 Nordwind Platz finden. Für Landungen steht auf dem Deck die doppelte Kapazität bereit, ebenfalls landen kann die FWA 158.

Im Inneren der Schiffe befindet sich ein flutbares Welldeck, das von achtern durch ein großes Tor befahren werden kann. Dort ist Platz für zwei Luftkissen-Landungsfähren oder ein Mehrzweck-Landungsboot. Alternativ können bis zu zwölf amphibische, gepanzerte Truppentransporter im Welldeck platziert werden. Richtung Bug befinden sich drei Decks für die Verladung von Fahrzeugen und Fracht. Diese bieten rund 2300 m² Platz, etwa für 14 amphibische, gepanzerte Truppentransporter. Zusätzlich stehen 700 m³ für Munition und 1200 m³ für Treibstoffe für Fahr- und Fluggeräte bereit.

Antrieb

Die Einheiten werden von vier turbogeladenen Schiffsdieseln angetrieben. Diese treiben über zwei Reduktionsgetriebe zwei Wellen mit je einem Propeller an. Verwendet werden Verstellpropeller. Die Leistung des Systems liegt bei 41.600 Wellen-PS, die Geschwindigkeit bei über 22 Knoten. Die elektrische Energie wird von fünf dieselgetriebenen Generatoren geliefert, jeder hat eine Leistung von 2500 Kilowatt.

Bewaffnung

Am Bug sowie achtern ist je ein 27 mm Marineleichtgeschütz installiert. Diese kann sowohl gegen kleinere Oberflächenziele als auch als Nahbereichsverteidigungssystem verwendet werden. Zur Abwehr anfliegender Raketen existiert am Bug und achtern je ein Starter für 21 Luftabwehrraketen LwA Standart. Zu Außerdem gibt es zwei Vertikales Startsysteme zur Aufnahme von je acht Luftabwehrraketen R-55 "Feuerlilie". Sämtliche Radargeräte sind aus tarnkappentechnischen Gesichtspunkten hinter den Radomen der beiden geschlossenen Masten versteckt und somit nicht zu sehen.

Einheiten, Geschwader und Standorte

Docklandungsschiffe der Thor-Klasse