IRAX

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Allgemeines
Bezeichnung: IRAX "Orkan"
Waffenkategorie: Luft-Luft-Rakete
Hersteller:
 
Greifenburg AG (Luftwaffe)
Tiedemann AG (Marine)
Indienststellung: 2004
Stückpreis: 400.000 RT
Technische Daten
Länge: 3 m
Durchmesser: 127 mm
Gewicht: 88 kg
Spannweite: 450 mm
Antrieb: Feststoffmotor
Geschwindigkeit: Mach 3
Reichweite: 25 km
Ausstattung
Gefechtskopf: 11,4 kg
Zielortung: Infrarotsuchkopf
Zünder: Radarannäherungs- und Aufschlagzünder
Waffenplattformen: Kampfflugzeuge

Die IRAX-1 (Infrarot-Axialvektorgesteuerte Flugabwehrrakte) "Orkan" ist ein Luft-Luft-Lenkflugkörper mit Infrarotsuchkopf für den Nah- und Nächstbereich. Er Ende der 1990er Jahre entwickelt und 2004 bei den Streitkräften eingeführt. Federführend bei der Entwicklung waren die Tiedemann AG (Marineflieger) und die Greifenburg AG (Luftwaffe). Die IRAX-1 gilt derzeit als eine der fortschrittlichsten Kurzstreckenraketen der Welt und ermöglicht es den dreibürgischen Jagdflugzeugen, Luftziele in einer Sphäre um das Flugzeug zu bekämpfen, ohne sich in Abschussposition manövrieren zu müssen.

Technik

Schnitt der IRAX

Die Möglichkeit, Luftziele aller Art in einer Sphäre um das Flugzeug zu treffen, kann für den Flugkörper harte Wendemanöver direkt nach dem Abfeuern nötig machen. Die IRAX besitzt dafür große hochgeschwindigkeitsoptimierte Flügel geringer Streckung. Die Steuerflächen der Lenkwaffe sind dabei am Heck angebracht. Wenn die Waffe abgefeuert wird, befindet sich der Schwerpunkt etwa auf halber Länge, der Auftriebsvektor der Tragfläche liegt in der Nähe des Schwerpunktes. Da das Wendemoment durch die aerodynamischen Steuerflächen entsprechend gering ist, unterstützt die Schubvektorsteuerung das Wenden und sorgt für ein hohes Drehmoment. Nach dem Abbrand des Motors ist das Trägheitsmoment durch den Massenverlust reduziert und der Schwerpunkt nach vorne gewandert, die wegfallende Schubvektorsteuerung wird dann durch den größeren Hebelarm kompensiert. Durch die Forderung nach höchster Agilität ist das Erfliegen größtmöglicher Anstellwinkel notwendig, was in äußerst nichtlinearer Dynamik resultiert. Ähnlich wie bei Kampfflugzeugen müssen die beschreibenden Gleichungen linearisiert werden, um die Waffe steuern zu können. Dazu kommen mehrere Controller zum Einsatz, jeder um für einen bestimmten dynamischen Druckbereich mit Hilfe linearisierter Gleichungen die zur Steuerung notwendigen Werte zu errechnen. Zwischen den einzelnen Controllerbereichen kommen Mischformen zum Einsatz, um einen sauberen Übergang von einem Steuergerät zum Nächsten zu gewährleisten. Für die Lateralbewegungen sind drei, für die Rollbewegung vier Steuergeräte notwendig. Die Lenkwaffe kann dadurch kontrolliert Anstellwinkel von über 60° erreichen und mit bis zu 60g manövrieren.

Die IRAX besteht im Prinzip aus vier Teilen: Sucher und Elektronik, Gefechtskopf, Antrieb sowie Steuerung. Die IRAX wird zusammengebaut in einem hermetisch versiegelten Behälter ausgeliefert und verbleibt dort bis zur Benutzung oder Ausmusterung. Bei Benutzung kann sie einfach dem Behälter entnommen und ohne weitere Vorbereitungen am Flugzeug montiert werden. Die Waffe besitzt dabei aus Gründen der Abwärtskompatibilität nicht nur eine Digital-, sondern auch eine Analogschnittstelle zum Flugzeug. Somit können auch ältere Flugzeugbaumuster die Waffe einsetzen.

Der Infrarotsuchkopf und das Zielsystem der IRAX wurden für den U-Boot-Flugkörper Exoco übernommen.

Plattformen

Luftwaffe

Marine