Fliegerschreck
| Fliegerschreck | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Fliegerschreck Ausführung C |
| Waffenkategorie | Fliegerfaust |
| Hersteller | Flugzeugwerke Atlas |
| Technische Daten | |
| Länge | 1.320 mm |
| Höhe | 88 mm |
| Breite | 88 mm |
| Gewicht | 11,4 kg |
| Munition | 40-mm-Raketen |
| Reichweite (effektiv) | 1.500 m |
Der Fliegerschreck war eine schultergestützte mobile Flugabwehrwaffe im Nahbereich, die vor allem gegen angreifende Jagdbomber eingesetzt werden sollte. Das System bestand aus einer Abschussvorrichtung und sechs ungelenkten 40-mm-Raketen. Diese hatten eine effektive Reichweite von 1.500 Metern und sollte mit einer effektiven Reichweite von 1.500 Metern vor allem Tiefflieger abwehren. Mit dem aufkommen von immer schnelleren Strahlflugzeugen, Luft-Boden-Raketen und Infrarotsuchköpfen wurden die ungelenkten Fliegerschrecks ineffizient. Ein Projekt zur Aufrüstung der Fliegerschreck mit infrarotgelenkten Raketen führte schließlich zur Entwicklung der Fliegerfaust 1.
Versionen
Fliegerschreck 1948
1948 wurde die erste Version mit 9 20-mm-Rohren eingeführt. Die effektive Reichweite betrug 800 Meter. Das System wurde nur in geringen Zahlen an die Truppe ausgegeben, weil die Leistungen wenig befriedigend waren.
Fliegerschreck 1951
Die zweite Variante wurde 1951 eingeführt. Es enthielt 12 Rohre für 20-mm-Raketen. Die effektive Reichweite konnte, auch dank verbesserter Raketenentwicklung auf 950 Meter gesteigert werden. Es wurden 200.000 Stück produziert und an die Truppe ausgeliefert.
Fliegerschreck B
Mit der Fliegerschreck B wurde das Kaliber auf 40 mm erhöht. Dies erhöhte das Waffengewicht aber auch die Reichweite, die nun 1300 Meter betrug. Die Anzahl der Rohre wurde dafür auf sechs gesenkt. Diese Version wurde ab 1954 eingeführt und 250.000 mal produziert.
Fliegerschreck C
Ein nochmal verbesserter Antrieb und eine effektivere Visiereinrichtung bildeten die Voraussetzungen für die letzte eingesetzte Version. 1961 wurde die verbesserte Fliegerschreck C eingeführt.
Fliegerschreck D
Unter dem Eindruck der Entwicklung von Infrarotortungssystemen wurde das Fliegerschrecksystem 1963 mit einem externen Radarsystem verbunden. Diese sollten den Schützen heranfliegende Flugzeuge anzeigen und ihm so Vorbereitungszeit zum Abschuss des Systems bieten. Es wurde aufgrund der nahenden Einführung des Fliegerschreck-2-Systems, später Fliegerfaust 1, nicht eingeführt.
Einsatz
Heer
Das Heer erhielt bis zu 400.000 Fliegerschrecks. Davon wurden aber nie mehr als 200.000 bei der aktiven Truppe eingesetzt. Die meisten sollten die Heimatverteidigung mit effektiver Flugabwehr ausstatten und wurden dazu in den Reservearsenalen aufbewahrt.
Luftwaffe
Die Luftwaffe setzte nur einige Tausend Fliegerschreck-Systeme ein, da sie bei der Luftverteidigung auf schwere Flugabwehrraketensysteme setzte.
Export
Einige Systeme wurden in den 70er Jahren in Nambewe von verschiedenen Gruppen eingesetzt und bewährten sich vor allem im Einsatz gegen Hubschrauber.