SP 9 Hirsch

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Dreibuergen Flagge Neu.png
SP 20 Marder I
Allgemeines
Bezeichnung Schützenpanzer 9 Hirsch Schützenpanzer Ausführung C
Waffenkategorie Schützenpanzer
Hersteller Reichstaler Automatenfabrik
Technische Daten
Besatzung 3 + 5 (Kommandant, Fahrer, Bordschütze und 5 Panzergrenadiere)
Länge 4,48 m
Breite 2,34 m
Höhe 2,02 m
Gewicht 8,4 t
Antrieb MWT P105 6-Zylinder Ottomotor mit 190 PS
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Reichweite ca. 400 km
Tankinhalt ca. 330 l
Bewaffnung
Panzerung und Gegenmaßnahmen
  • Gewalzter Panzerstahl

Der Schützenpanzer 9 "Hirsch" war ein Schützenpanzer, der in den 50er und 60er Jahren Teil der gepanzerten Verbände des kaiserlichen Heeres war. Der Schützenpanzer fand, entgegen seiner Designierung, allerdings größtenteils als Aufklärungspanzer Verwendung. Er war zu Anfang mit zahlreichen Problemen behaftet und wurde daher zwei mal umfangreich überarbeitet und schließlich durch den Marder I ersetzt. Insgesamt wurden 16.000 Fahrzeuge gebaut.

Versionen

Ausführung A

Die Ausführung A wurde 1953 vom Reichsführungsstab genehmigt, nur um nach der Auslieferung der ersten 100 Fahrzeuge gestoppt zu werden. Das Fahrzeug entsprach nicht den versprochenen Leistungen. Die 100 Fahrzeuge wurden nie in den Dienst der Streitkräfte übernommen, sondern fanden ihren Weg in die Arsenale der Reichspolizei, die sie mit geringem Erfolg für Grenzschutzaufgaben einsetzte. Die Reichstaler Automatenfabrik hatte statt des versprochenen, selbst entwickelten, Motors, der unter schwacher Leistung und technischer Unzuverlässigkeit litt, den Prototypen mit einem Motor der Werthal Flugzeugwerke versehen, die Serienfahrzeuge allerdings mit dem schwächeren und unzuverlässigen RAM-01 ausgestattet.

Ausführung B

Ausführung B wurde 1955 vom Reichsführungsstab abgenommen. Die Reichstaler Automatenfabrik hatte den Schützenpanzer verlängert und einen stärkeren Motor der Motorenwerke Tuusdorf eingebaut, statt der zu schwachen Eigenentwicklung. Die Ausführung B wurden in vier verschiedenen Varianten ausgeliefert. Die Hauptvariante war der Schützenpanzer, der fünf Soldaten transportieren konnte und mit einem MG 30 ausgestattet war. Die zweite Variante war ein unbewaffneter Transportpanzer, der bis zu 8 Soldaten transportieren konnte. Die dritte Variante war der Beobachtungspanzer, der in der Panzerartillerietruppe als Beobachter fungierte. Als viertes wurde ein Sanitätspanzer gebaut, der mit zwei Tragen ausgestattet war. Er hatte eine Besatzung von zwei Mann, einem Fahrer und einem Sanitäter.