SP 20 Marder I
| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Schützenpanzer 20 Marder I Schützenpanzer Ausführung D |
| Waffenkategorie | Schützenpanzer |
| Hersteller | Stahlwerke Rhone |
| Technische Daten | |
| Besatzung | 3 + 7 (Fahrer, Schütze, Kommandant und 7 Panzergrenadiere) |
| Länge | 6,88 m |
| Breite | 3,38 m |
| Höhe | 3,02 m |
| Gewicht | 33,5 t |
| Antrieb | MFA 167 6-Zylinder Dieselmotor mit 750 PS |
| Höchstgeschwindigkeit | 70 km/h |
| Reichweite | ca. 450 km |
| Tankinhalt | ca. 650 l |
| Bewaffnung | |
| Panzerung und Gegenmaßnahmen | |
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Der Schützenpanzer Marder I ist ein frontangetriebenes Vollkettenfahrzeug. Er dient den Panzergrenadieren als Schützenpanzer und ersetzte dort den Schützenpanzer Hirsch. Allerdings befinden sich in allen drei Teilstreitkräften, bei der Reichspolizei und den Zivilschutzbehörden zahllose Versionen des Marder I im Einsatz. Er dient unter anderem als Sanitätspanzer, Funk- und Kommandopanzer, Panzerjäger und unbewaffneter Transportpanzer. 1991 sollte der Marder I zugunsten des Marder II ausgemustert werden. Da der Marder II allerdings über ein weitaus höheres Gewicht und einen sehr hohen Anschaffungspreis verfügte wird der Marder I bis zur breiten Einführung des Marder III in den meisten Einheiten verbleiben. Als klar wurde, dass der Marder II den Marder I nicht ersetzen würde, wurde eine neue Version des Marder I entwickelt. Die Version D ist seit dem Jahr 1993 im Dienst.
Varianten
Schützenpanzer
Der Marder I in der Schützenpanzer-Ausführung ist seit 1963 im Einsatz beim kaiserlichen Heer. Die Ausführung A aus dem Jahr 1963 war mit einem schweren Maschinengewehr in einem Ein-Mann-Turm und einem Heck-Maschinengewehr bewaffnet. Die Geschwindigkeit und Mobilität entsprach dem Panther II. Allerdings hatte der Ein-Mann-Turm große Schwächen bezüglich der Arbeitsteilung der Besatzung. Außerdem wurde das schwere MG als zu schwach für die Hauptbewaffnung eines modernen Schützenpanzers angesehen. So wurde 1973 mit der Ausführung B ein neuer zwei-Mann-Turm eingeführt, an dem eine 20-mm-Maschinenkanone montiert wurde. Neben der Modifikation, bei der bestehende Marder I mit dem Turm nachgerüstet wurden, wurden neu gebaute Marder I der Ausführung B mit einer veränderten Wanne produziert. Diese Fahrzeuge wurden als Ausführung B Modifikation 1 bezeichnet und seit 1973 produziert, während aufgerüstete Fahrzeuge seit 1975 als Ausführung B Modifikation 2 bezeichnet wurden. 1982 wurden die Elektronik und die Nachtkampfausstattung des Marder I modernisiert. Daneben wurden das Heck-Maschinengewehr entfernt. Diese kampfwertgesteigerten Fahrzeuge firmierte als Ausführung C. Mit der eigentlich nicht mehr geplanten Aufrüstung auf Ausführung D wurde der Marder I deutlich besser gepanzert. Darüber hinaus wurde aufgrund des gesteigerten Gewichts das Fahrwerk überarbeitet.
Transportpanzer
Neben dem Schützenpanzer wurde 1964 eine leicht bewaffnete Transportpanzer-Ausführung (TP) des Marder I eingeführt. Der Ein-Mann-Turm war mit einem leichten Maschinengewehr bestückt und das Heck-Maschinengewehr fehlte. Der Transportpanzer sollte vor allem als Transportfahrzeug für Sicherungstruppen dienen, die nicht in direkte Kampfhandlungen verwickelt wurden. 1984 folgte die Kampfwertsteigerung auf Ausführung C. In der Ausführung C fand der Marder auch Eingang in die Arsenale der Reichspolizei und die Länderpolizeien.
Sanitätspanzer
Der turmlose Sanitätspanzer (SAP) wurde 1966 in den Sanitätseinheiten des Heeres eingeführt. Er stellte vor allem bei den Panzergrenadier- und Panzereinheiten die Feldambulanz. Ein Marder in Sanitätsausführung hatte Platz für zwei Tragen und zwei Sanitäter im Innenraum. 1978 erfolgte eine umfassende Verbesserung der medizinischen Ausrüstung und die Ausstattung mit einem verbesserten Funkgerät. Diese Version wurde als Ausführung B bezeichnet. Im Jahr 1997 folgte eine weitere Verbesserung der medizinischen Ausrüstung und darüber hinaus eine Verbesserung der Panzerung und des Laufwerks wie beim SPD. Seit dem ist der Sanitätspanzer Ausführung D im Dienst bei den Panzergrenadieren und Panzereinheiten.
Funk- und Kommandopanzer
Zur Führung der Panzergrenadiereinheiten wurde 1966 ein Funk- und Kommandopanzer auf Basis des Marder I eingeführt. Dieser hatte im Turm anstelle des schweren Maschinengewehrs ein Funkgerät mit großer Reichweite. 1975 erfolgte die Einführung des Zwei-Mann-Turms für den Kommandopanzer um Platz für ein neues Funkgerät zu schaffen. 1981 und 1982 wurden Kampfwertsteigerungen durchgeführt. In der Modifikation 1 wurde lediglich das neue Truppenfunkgerät eingebaut. Modifikation 2 wurde umfassender modernisiert und so umgerüstet, dass der Marder I auch als Brigade- und Divisionsstabspanzer eingesetzt werden konnte.
Panzerjäger
Um die Panzerabwehrfähigkeit der Panzergrenadiere zu verbessern wurde 1965 ein Panzerabwehrraketensystem Wespe auf einem Marder I installiert. Darüber hinaus trug der Panzerjäger Marder ein Heck-Maschinengewehr zur Selbstverteidigung. Mit der Entwicklung der neuen Panzerabwehrrakete Hummel wurde der Panzerjäger Marder I allerdings schnell obsolet. Mit der Einführung des neuen Turms fand man nun auch im Marder I Platz das Hummel-System zu installieren. 1980 wurde die Ausführung B mit dem Hummel-System erneut kampfwertgesteigert. Die Ausführung C verfügte über neue Zielsysteme und ein verbessertes Nachtkampfsystem.
Einsatz
Der Marder I wurde in allen Varianten in fast allen größeren und kleineren Konflikten der letzten 40 Jahre eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass der Marder I ein effektiver Schützenpanzer ist, auch wenn er in den vergangenen Jahren gegenüber neueren Modellen ins Hintertreffen gerät. Das Heer hat über 16.000 Marder I im aktiven Dienst. Dabei ist der Großteil in Panzergrenadiereinheiten zu finden. Die Marineinfanterie verfügt über 4.300 größtenteils als Schützen- und Transportpanzer ausgestattete Marder I. Die Luftwaffe hat in den Sicherungstruppen und als Kommandofahrzeuge bei der Flugabwehr 2.100 Marder I. Weitere 600 Marder I, vornehmlich Transportpanzer der Ausführung D, befinden sich im Dienst der Polizeien der Länder. 2.900 dienen in den Gardeverbänden der Reichsländer. Etwa 14.500 Marder I befinden sich in den Reserven aller Teilstreitkräfte.
Stauffisch-Dreibürgischer Krieg
Im Stauffisch-Dreibürgischen Krieg offenbarte sich die Schwäche des Marders gegenüber feindlichem Beschuss. Trotzdem gelang es den dreibürgischen Panzergrenadieren in Überzahl gegen ihre Stauffischen Gegnern beachtliche Erfolge zu erzielen.
Ersatz
Das erste Projekt den Marder I zu ersetzen war der weitaus schwerere Marder II. Dieser konnte aber aufgrund seiner geringen Mobilitätsvorteile und seines hohen Preises nicht überzeugen. Er dient aber neben dem Marder I in den Panzergrenadiereinheiten. Aktuell wird der Marder III eingeführt. Dieser soll den Marder I bis 2020 vollständig ersetzten.