SMS Cismar
| Schiffsdaten | |
| Schiffsart | Schulschiff |
| Schiffsklasse | Einzelschiff |
| Indienststellung: | 1960 |
| Schiffsmaße und Besatzung | |
| Länge: | 138,23 m |
| Breite: | 16,05 m |
| Tiefgang: | max. 5,28 m |
| Verdrängung: | 5.100 t (leer) 5.900 t (Einsatz) |
| Besatzung: | ~ 350 Mann 25 Offiziere 25 Portepee-Unteroffiziere 80 Unteroffiziere 100 Mannschaftsdienstgrade 100 Offizieranwärter |
| Maschine: | 4 × Dieselmotoren (je 2000 PS) 1 Dampfturbine (8000 PS) 3 Wellen für Verstellpropeller |
| Geschwindigkeit: | 16 kn (nur Diesel) 21 kn (Diesel und Dampf) |
| Propeller: | 2 fünfflügelig |
| Bewaffnung | |
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| Elektronik | |
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| Einsatzführungssysteme | |
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Das Schulschiff S.M.S. Cismar ist ein 1960 in Dienst gestelltes Ausbildungsschiff der Marineakademie Amalien der Kaiserlichen Marine.
Aufgaben
Die Cismar ist, wie das Segelschulschiff Kaiserreich Dreibürgen, der Marineakademie Amalien unterstellt und hat den Auftrag, die Erziehung der Offizieranwärter (OA) zum Vorgesetzten fortzusetzen und die im vorangegangenen Ausbildungsgang erworbenen theoretischen Kenntnisse im praktischen Bordbetrieb zu vertiefen. Daneben sollen die Offiziersanwärter mit den Wetterbedingungen auf hoher See und dem engen Zusammenleben an Bord vertraut gemacht werden.
Geschichte
Bau
Das Schiff wurde als Schulschiff mit Mehrzweckverwendung (Truppentransporter, Lazarettschiff, Minenleger, Hilfskreuzer/-zerstörer) auf Grundlage der Zerstörer der Godenhaven-Klasse entworfen. Die gemischte Antriebsanlage, die Bewaffnung und die übrige Ausrüstung des Schiffes entspricht daher der damaliger Zerstörer. Für 49 Mio. RT wurde der Neubau im Herbst 1956 in Auftrag gegeben und am 11. September 1957 bei den Reichswerften in Lehbeck auf Kiel gelegt. Gut ein Jahr später fand am 5. November 1958 der Stapellauf statt. Die Indienststellung erfolgte am 25. Mai 1962.
Modernisierung durch Umbau
Ende der 1980er Jahre stellte sich beim Schulschiff Cismar die Frage nach dem Verbleib. Die Zerstörer der Godenhaven-Klasse waren bereits durch die Schiffe der Werland-Klasse ergänzt worden und standen kurz vor der Ablösung durch die neuen Zerstörer der Lehbeck-Klasse. Durch Intervention einiger Offiziere bei Kaiser Konstantin wurde beschlossen, das Traditionsschiff komplett zu überholen und strukturell für mindestens 30 weitere Dienstjahre zu sichern. In der Folge wurde die Besatzung von 450 auf 350 reduziert. Die Wasserbombenwerfer wurden entfernt, die U-Jagd-Raketenwerfer modernisiert. Im Laufe der Jahre wurden die FLAK-Geschütze des Kalibers 40mm durch das MLG 30 ersetzt. Außerdem kamen zwei Düppelwerfer zur Raketenabwehr und zwei Doppelstarter für Seezielflugkörper an Bord.