Fliegerfaust 1: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Fliegerfaust 1 ist eine infrarotgelenkte [[Luftabwehrrakete]] der Stahlwerke Rhone, die gegen Luftziele eingesetzt wird. Die Fliegerfaust ist eine mit einem passiven Zielsuchkopf ausgerüstete Kurzstreckenrakete, die nach dem Abfeuern ihr Ziel selbstständig findet und zerstört. Sie wurde in den 70er Jahren als erste gelenkte schultertragbare Flugabwehrwaffe angeschafft und ist seitdem die Hauptflugabwehrwaffe der [[Infanterie]]. Die Fliegerfaust 1 wird aber auch in in allen anderen Teilstreitkräften intensiv genutzt, besonders bei der [[Marineinfanterie]] und den Sicherungseinheiten der Luftwaffe.
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Die Fliegerfaust 1 ist eine infrarotgelenkte [[Luftabwehrrakete]] der Stahlwerke Rhone, die gegen Luftziele eingesetzt wird. Die Fliegerfaust ist eine mit einem passiven Zielsuchkopf ausgerüstete Kurzstreckenrakete, die nach dem Abfeuern ihr Ziel selbstständig findet und zerstört. Sie wurde in den 70er Jahren als erste infrarotgelenkte schultertragbare Flugabwehrwaffe angeschafft und ist seitdem die Hauptflugabwehrwaffe der [[Infanterie]]. Die Fliegerfaust 1 wird aber auch in in allen anderen Teilstreitkräften intensiv genutzt, besonders bei der [[Marineinfanterie]] und den Sicherungseinheiten der Luftwaffe. Ihr Vorgänger war der [[Fliegerschreck]] aus dem Jahr 1948.
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===Fliegerschreck 2===
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Die Prototypen waren als Fliegerschreck 2 bekannt. 1956 begannen die Arbeiten an infrarotgelenkten Flugabwehrraketen. Diese sollten zunächst als Rüstsatz für das Fliegerschreck-System dienen und das alte Abschussrohr mit einem neuen Gefechtskopf auf die Höhe der Zeit bringen. Nachdem Schwierigkeiten mit dem alten System zum Scheitern dieses Projekts führen wurde 1970 die Entwicklung eines Fliegerschreck-2-Systems begonnen. Es sollte eine effektive Reichweite von 4.500 Metern und eine Bekämpfungshöhe von zwei Kilometern haben. Bereits 1974 konnte der erste Prototyp dem [[Reichsführungsstab]] vorgestellt werden. Dieser forderte noch einige Änderungen, besonders was die Bedienung der Abschussvorrichtung und die Stärke des Gefechtskopfes anbelangte.
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===Fliegerfaust 1 A===
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Nachdem der Fliegerschreck 2 alle Erprobungen bestanden hatte wurde das System in Fliegerfaust 1 nach der [[Panzerfaust 2]] umbenannt. 1977 schließlich erfolgte die Auslieferung an die Truppe. Die Fliegerfaust 1 A hatte eine Reichweite von 4.000 Metern, eine Bekämpfungshöhe von 2.000 Metern und einen passiven Infrarotsuchkopf. Etwa 55.000 Fliegerfaust 1 A-Systeme wurden an die Truppe ausgeliefert.
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===Fliegerfaust 1 B===
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Die Streitkräfte analysierten ausgiebig die Probleme der Fliegerfaust 1 A und entwarfen große Teile des Systems neu. Ursprünglich als Fliegerfaust 2 bezeichnet wurde das System 1985 unter der Bezeichnung Fliegerfaust 1 B an die Truppe ausgeliefert. Das überarbeitete System hatte eine Reichweite von 5.000 Metern und ein Gesamtgewicht von 14 Kilogramm. Die bedeutendste Neuerung war allerdings der überarbeitete Computer im Inneren des Suchkopfes, der die Rakete unempfindlicher gegen feindliche Gegenmaßnahmen wie Flares und natürliche Störungen machen sollte.
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===Fliegerfaust 1 C===
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Als Fliegerfaust 1C bezeichnet man eine Serie von Prototypen der Fliegerfaust, die mit einem Semiaktiven Suchkopf ausgestattet wurden. Dieses Projekt fand allerdings nie den Weg in die Arsenale der Streitkräfte.
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===Fliegerfaust 1 D===
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Die nächste Kampfwertsteigerung umfasste zwei Modifikationen, die aus einem Streit zwischen Heer und Luftwaffe über die nötigen Konfigurationen hervorgingen. Anfang der 90er Jahre forderte die Luftwaffe für den Objektschutz eine größere Reichweite, während das Heer einen stärkeren und somit schweren Gefechtskopf verlangte. Die Fliegerfaust 1 Ausführung D Modifikation 1 war die Fliegerfaust für die Infanterie. Sie hatte eine Reichweite von 4.000 Metern und einen stärkeren Gefechtskopf, dessen Explosion auch in Distanz zum Flugobjekt noch Schäden verursachen konnte. Die Luftwaffe erhielt hingegen die Ausführung D Modifikation 2, die mit einer Reichweite von 6.000 Metern auch höher fliegende Objekte treffen konnte.
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===Fliegerfaust 1 E===
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Die Fliegerfaust 1 E führte Luftwaffe und Heer wieder zusammen, in dem sie dank eines stärkeren Antriebes beide Anforderungsprofile erfüllen konnte.

Version vom 21. Mai 2012, 18:35 Uhr

Dreibuergen Flagge Neu.png
Fliegerfaust 1
Allgemeines
Bezeichnung Fliegerfaust 1 Ausführung E
Waffenkategorie Fliegerfaust
Hersteller Stahlwerke Rhone
Technische Daten
Länge 1.520 mm
Höhe 70 mm
Breite 91 mm
Gewicht 15,9 kg
Munition 3 kg-schwerer Gefechtskopf
Reichweite 6000 m

Die Fliegerfaust 1 ist eine infrarotgelenkte Luftabwehrrakete der Stahlwerke Rhone, die gegen Luftziele eingesetzt wird. Die Fliegerfaust ist eine mit einem passiven Zielsuchkopf ausgerüstete Kurzstreckenrakete, die nach dem Abfeuern ihr Ziel selbstständig findet und zerstört. Sie wurde in den 70er Jahren als erste infrarotgelenkte schultertragbare Flugabwehrwaffe angeschafft und ist seitdem die Hauptflugabwehrwaffe der Infanterie. Die Fliegerfaust 1 wird aber auch in in allen anderen Teilstreitkräften intensiv genutzt, besonders bei der Marineinfanterie und den Sicherungseinheiten der Luftwaffe. Ihr Vorgänger war der Fliegerschreck aus dem Jahr 1948.

Varianten

Die Fliegerfaust 1 wurde seit ihrer Einführung 1977 mehrfach überarbeitet und mit neuen Gefechtsköpfen ausgestattet.

Fliegerschreck 2

Die Prototypen waren als Fliegerschreck 2 bekannt. 1956 begannen die Arbeiten an infrarotgelenkten Flugabwehrraketen. Diese sollten zunächst als Rüstsatz für das Fliegerschreck-System dienen und das alte Abschussrohr mit einem neuen Gefechtskopf auf die Höhe der Zeit bringen. Nachdem Schwierigkeiten mit dem alten System zum Scheitern dieses Projekts führen wurde 1970 die Entwicklung eines Fliegerschreck-2-Systems begonnen. Es sollte eine effektive Reichweite von 4.500 Metern und eine Bekämpfungshöhe von zwei Kilometern haben. Bereits 1974 konnte der erste Prototyp dem Reichsführungsstab vorgestellt werden. Dieser forderte noch einige Änderungen, besonders was die Bedienung der Abschussvorrichtung und die Stärke des Gefechtskopfes anbelangte.

Fliegerfaust 1 A

Nachdem der Fliegerschreck 2 alle Erprobungen bestanden hatte wurde das System in Fliegerfaust 1 nach der Panzerfaust 2 umbenannt. 1977 schließlich erfolgte die Auslieferung an die Truppe. Die Fliegerfaust 1 A hatte eine Reichweite von 4.000 Metern, eine Bekämpfungshöhe von 2.000 Metern und einen passiven Infrarotsuchkopf. Etwa 55.000 Fliegerfaust 1 A-Systeme wurden an die Truppe ausgeliefert.

Fliegerfaust 1 B

Die Streitkräfte analysierten ausgiebig die Probleme der Fliegerfaust 1 A und entwarfen große Teile des Systems neu. Ursprünglich als Fliegerfaust 2 bezeichnet wurde das System 1985 unter der Bezeichnung Fliegerfaust 1 B an die Truppe ausgeliefert. Das überarbeitete System hatte eine Reichweite von 5.000 Metern und ein Gesamtgewicht von 14 Kilogramm. Die bedeutendste Neuerung war allerdings der überarbeitete Computer im Inneren des Suchkopfes, der die Rakete unempfindlicher gegen feindliche Gegenmaßnahmen wie Flares und natürliche Störungen machen sollte.

Fliegerfaust 1 C

Als Fliegerfaust 1C bezeichnet man eine Serie von Prototypen der Fliegerfaust, die mit einem Semiaktiven Suchkopf ausgestattet wurden. Dieses Projekt fand allerdings nie den Weg in die Arsenale der Streitkräfte.

Fliegerfaust 1 D

Die nächste Kampfwertsteigerung umfasste zwei Modifikationen, die aus einem Streit zwischen Heer und Luftwaffe über die nötigen Konfigurationen hervorgingen. Anfang der 90er Jahre forderte die Luftwaffe für den Objektschutz eine größere Reichweite, während das Heer einen stärkeren und somit schweren Gefechtskopf verlangte. Die Fliegerfaust 1 Ausführung D Modifikation 1 war die Fliegerfaust für die Infanterie. Sie hatte eine Reichweite von 4.000 Metern und einen stärkeren Gefechtskopf, dessen Explosion auch in Distanz zum Flugobjekt noch Schäden verursachen konnte. Die Luftwaffe erhielt hingegen die Ausführung D Modifikation 2, die mit einer Reichweite von 6.000 Metern auch höher fliegende Objekte treffen konnte.

Fliegerfaust 1 E

Die Fliegerfaust 1 E führte Luftwaffe und Heer wieder zusammen, in dem sie dank eines stärkeren Antriebes beide Anforderungsprofile erfüllen konnte.