Schlachtkreuzer: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Sklodringburg.jpg|thumb|Der Große Kreuzer ''Lodringburg'' im Jahr 1944]]
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Ein Schlachtkreuzer ist ein großes Kriegsschiff, von der Größe und der Bewaffnung einem Schlachtschiff vergleichbar, aber mit einer höheren, für Kreuzer typischen Geschwindigkeit. Diese beiden Vorteile mussten aber mit einer deutlich schwächeren Panzerung erkauft werden. Schlachtkreuzer gehören somit zur Gruppe der Großkampfschiffe. Dies erwies sich als unbefriedigender Kompromiss, sodass das ursprüngliche Konzept des Schlachtkreuzers schon nach in den 20er Jahren aufgegeben wurde, als leistungsstärkere Maschinenanlagen ausreichende Panzerdicken ermöglichten. Die Schiffe dieses Typs blieben bis in die 40er Jahre im Einsatz. In den 30er Jahren und Anfang der 40er Jahren wurden neue Schlachtkreuzer konzipiert, die starker Gepanzert aber schwächer bewaffnet waren. Sie waren vor allem zur Bekämpfung von Kreuzern und schwach bewaffneten oder veralteten Großkampfschiffen konzipiert. Den Anfang bildeten die leichten Panzerschiffe der Hoheneylau-Klasse, auf denen die Schlachtkreuzer der Eine Ausnahme bilden die Kreuzer-Zerstörer der Lodringburg-Klasse, die mitte der 40er Jahre konzipiert und weiterhin als Große Kreuzer bezeichnet wurden. Ihre Dienstzeit war kurz und es wurden auch nur zwei Schiffe gebaut.
 
Ein Schlachtkreuzer ist ein großes Kriegsschiff, von der Größe und der Bewaffnung einem Schlachtschiff vergleichbar, aber mit einer höheren, für Kreuzer typischen Geschwindigkeit. Diese beiden Vorteile mussten aber mit einer deutlich schwächeren Panzerung erkauft werden. Schlachtkreuzer gehören somit zur Gruppe der Großkampfschiffe. Dies erwies sich als unbefriedigender Kompromiss, sodass das ursprüngliche Konzept des Schlachtkreuzers schon nach in den 20er Jahren aufgegeben wurde, als leistungsstärkere Maschinenanlagen ausreichende Panzerdicken ermöglichten. Die Schiffe dieses Typs blieben bis in die 40er Jahre im Einsatz. In den 30er Jahren und Anfang der 40er Jahren wurden neue Schlachtkreuzer konzipiert, die starker Gepanzert aber schwächer bewaffnet waren. Sie waren vor allem zur Bekämpfung von Kreuzern und schwach bewaffneten oder veralteten Großkampfschiffen konzipiert. Den Anfang bildeten die leichten Panzerschiffe der Hoheneylau-Klasse, auf denen die Schlachtkreuzer der Eine Ausnahme bilden die Kreuzer-Zerstörer der Lodringburg-Klasse, die mitte der 40er Jahre konzipiert und weiterhin als Große Kreuzer bezeichnet wurden. Ihre Dienstzeit war kurz und es wurden auch nur zwei Schiffe gebaut.
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===Die späten Schlachtkreuzer===
 
===Die späten Schlachtkreuzer===
  
Ende der zwanziger Jahre erkannte man in der Marineleitung, dass es im Kriegsfall an schnellen Schiffen mit großer Reichweite fehlte, um Handelskrieg zu führen, oder aber leichte und schwere Kreuzer effektiv bekämpfen zu können. Daher begann man mit dem Ende der Dienstzeit der letzten Großen Kreuzer alten Typus mit dem Entwurf der Panzerschiffe der Hoheneylau-Klasse. Diese schnellen und mit zwei 28-cm-Drillingstürmen bewaffneten Schiffe, waren die ersten größeren Kriegsschiffe überhaupt, die geschweißt und nicht mehr genieten waren und mit Dieselmotoren ausgerüstet wurden.
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Ende der zwanziger Jahre erkannte man in der Marineleitung, dass es im Kriegsfall an schnellen Schiffen mit großer Reichweite fehlte, um Handelskrieg zu führen, oder aber leichte und schwere Kreuzer effektiv bekämpfen zu können. Daher begann man parallel zur Reduktion des Bestandes von Großen Kreuzer alten Typus, mit dem Entwurf der Panzerschiffe der [[Hoheneylau-Klasse]]. Diese schnellen und mit zwei 28-cm-Drillingstürmen bewaffneten Schiffe, waren die ersten größeren Kriegsschiffe überhaupt, die geschweißt und nicht mehr genieten waren und mit Dieselmotoren ausgerüstet wurden. Zuletzt wurden die Großen Kreuzer auch in den Kolonien eingesetzt, da die für den Überseedienst Anfang 1900 gebauten Panzerkreuzer wie der [[SMS Konradin (1908)|Große Kreuzer Konradin]] in den 1920er Jahren als hoffnungslos veraltet galten.
  
Schon Mitte der 30er Jahre begann man mit der Weiterentwicklung der Hoheneylau-Klasse. Zunächst sollten zwei der sechs geplanten Einheiten wesentlich verbessert und verstärkt werden, unter anderem durch eine stärkere Panzerung und einen zusätzlichen 28-cm-Drillingsturm. Der Entwurf erwies sich jedoch als wenig zweckdienlich und so begann man mit der Konstruktion der Wentenau-Klasse.
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Schon Mitte der 30er Jahre begann man auf Basis des Konzepte der Hoheneylau-Klasse und der letzten als noch als "Großer Kreuzer" gebauten Schlachtkreuzer mit der Einwicklung neuer und moderner Schlachtkreuzer. Diese Entwicklung fußte in der Konstruktion der [[Wentenau-Klasse (1934)|Wentenau-Klasse]].
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Gemeinsam mit Haxagon wurde in den 1940er Jahren noch die [[Greifenburg-Klasse (1944)|Lodringburg- bzw. Greifenburg-Klasse]] entwickelt.
  
 
===Der Schlachtkreuzer heute===
 
===Der Schlachtkreuzer heute===
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*[[Kaiser-Konstantin-Klasse]]
 
*[[Kaiser-Konstantin-Klasse]]
 
*Trenk-Klasse
 
*Trenk-Klasse
*Hoheneylau-Klasse
 
 
*Wentenau-Klasse
 
*Wentenau-Klasse
*Lodringburg-Klasse (Haxagon)
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*[[Greifenburg-Klasse (1944)|Lodringburg-/Greifenburg-Klasse]] (Gemeinsame Entwicklung)
  
  
 
[[Kategorie:Marine]]
 
[[Kategorie:Marine]]

Aktuelle Version vom 20. November 2015, 11:15 Uhr

Die Scharnhagen im Einsatz
Die SMS Trenk der erste dreibürgische Schlachtkreuzer
Das Panzerschiff Hoheneylau
Die SMS Wentenau 1939
Der Schlachtkreuzer Lodringburg im Jahr 1944

Ein Schlachtkreuzer ist ein großes Kriegsschiff, von der Größe und der Bewaffnung einem Schlachtschiff vergleichbar, aber mit einer höheren, für Kreuzer typischen Geschwindigkeit. Diese beiden Vorteile mussten aber mit einer deutlich schwächeren Panzerung erkauft werden. Schlachtkreuzer gehören somit zur Gruppe der Großkampfschiffe. Dies erwies sich als unbefriedigender Kompromiss, sodass das ursprüngliche Konzept des Schlachtkreuzers schon nach in den 20er Jahren aufgegeben wurde, als leistungsstärkere Maschinenanlagen ausreichende Panzerdicken ermöglichten. Die Schiffe dieses Typs blieben bis in die 40er Jahre im Einsatz. In den 30er Jahren und Anfang der 40er Jahren wurden neue Schlachtkreuzer konzipiert, die starker Gepanzert aber schwächer bewaffnet waren. Sie waren vor allem zur Bekämpfung von Kreuzern und schwach bewaffneten oder veralteten Großkampfschiffen konzipiert. Den Anfang bildeten die leichten Panzerschiffe der Hoheneylau-Klasse, auf denen die Schlachtkreuzer der Eine Ausnahme bilden die Kreuzer-Zerstörer der Lodringburg-Klasse, die mitte der 40er Jahre konzipiert und weiterhin als Große Kreuzer bezeichnet wurden. Ihre Dienstzeit war kurz und es wurden auch nur zwei Schiffe gebaut. In den 80er Jahren tauchte der Begriff des Schlachtkreuzers abermals auf, als die großen Atomkreuzer der Kaiser-Konstantin-Klasse konzipiert wurden. Diese werden von der Kaiserlichen Marine als Schlachtkreuzer klassifiziert. Allerdings handelt es sich bei ihnen vielmehr um sehr große Lenkwaffenkreuzer. Darüber hinaus dienen sie auch anderen Einsatzerfordernissen.


Entwicklungsgeschichte

Die Großen Kreuzer

Die Trenk war der erste dreibürgische Schlachtkreuzer und das erste große dreibürgische Kriegsschiff mit Turbinenantrieb. Die schneller drehenden Wellen endeten daher in kleineren Propellern. Bei der Trenk wurde weit mehr Wert auf Panzerschutz und weniger auf Feuerkraft gelegt als bei anderen Schlachtkreuzern ihrer Zeit. Auch war der Unterwasserschutz gegen Torpedos und Minen wesentlich besser durchdacht. Es wurden verschiedene Vorschläge mit bis zu 34,3-cm-Geschützen geprüft. Haushaltsbeschränkungen zu dieser Zeit erlaubten aber nur preiswerte Waffen, so dass die Entscheidung für die hydraulisch angetriebenen 28-cm-Doppeltürme fiel, die auch die erste Klasse von Großlinienschiffen der Benedek-Klasse erhalten hatten. Der Verzicht auf eine stärkere Hauptbewaffnung sollte durch eine starke Mittelartillerie ausgeglichen werden. Es wurde sogar vorgeschlagen, die Hauptbewaffnung auf 21-cm- oder 24-cm-Geschütze zu begrenzen, da diese ausreichend seien, um die Panzerung ausländischer Schlachtkreuzer zu durchschlagen. Der Chef des Admiralsstabs entschied schließlich, das neue Schiff müsse mit Linienschiffen kämpfen können und dazu seien die 28-cm-Geschütze notwendig. Insgesamt wurden vier Schiffe der Trenk-Klasse gebaut, die bis zum Ende der 20er Jahre ausgemustert und verschrottet wurden.

Die späten Schlachtkreuzer

Ende der zwanziger Jahre erkannte man in der Marineleitung, dass es im Kriegsfall an schnellen Schiffen mit großer Reichweite fehlte, um Handelskrieg zu führen, oder aber leichte und schwere Kreuzer effektiv bekämpfen zu können. Daher begann man parallel zur Reduktion des Bestandes von Großen Kreuzer alten Typus, mit dem Entwurf der Panzerschiffe der Hoheneylau-Klasse. Diese schnellen und mit zwei 28-cm-Drillingstürmen bewaffneten Schiffe, waren die ersten größeren Kriegsschiffe überhaupt, die geschweißt und nicht mehr genieten waren und mit Dieselmotoren ausgerüstet wurden. Zuletzt wurden die Großen Kreuzer auch in den Kolonien eingesetzt, da die für den Überseedienst Anfang 1900 gebauten Panzerkreuzer wie der Große Kreuzer Konradin in den 1920er Jahren als hoffnungslos veraltet galten.

Schon Mitte der 30er Jahre begann man auf Basis des Konzepte der Hoheneylau-Klasse und der letzten als noch als "Großer Kreuzer" gebauten Schlachtkreuzer mit der Einwicklung neuer und moderner Schlachtkreuzer. Diese Entwicklung fußte in der Konstruktion der Wentenau-Klasse.

Gemeinsam mit Haxagon wurde in den 1940er Jahren noch die Lodringburg- bzw. Greifenburg-Klasse entwickelt.

Der Schlachtkreuzer heute

Der atomare Schiffsantrieb und die guten Fortschritte in der Raketentechnologie, ermöglichten in den 80er Jahren den Bau einer völlig neuen Klasse von Schlachtkreuzern, deren Bewaffnung fast ausschließlich aus Rakten bestand.

Bekannte Schlachtkreuzer-Klassen