Auenhof-Klasse: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | * 2 × Starter für; je 21 Zellen | + | * 2 × Doppelstarter für [[ASR7]] |
| − | * | + | * 2 × Starter für [[LwA-99]]; je 21 Zellen |
| − | * 2 × | + | * 4 × Torpedorohre für [[T99]] |
| − | * 4 × | + | * 2 × [[MLG 30]] |
| − | 2 Bordhubschrauber | + | * 4 × [[MG 130]] |
| − | Täuschkörperwurfanlage | + | * [[MG 44]] |
| − | Elektronische Gegenmaßnahmen | + | * 2 Bordhubschrauber |
| + | * Täuschkörperwurfanlage | ||
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| − | * Führungs- und Waffeneinsatzsystems ( | + | * Flammenschild-Kampfsystem |
| + | * Führungs- und Waffeneinsatzsystems (FüWES) | ||
| + | * Identifikationssystem TiFFI 2000 | ||
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== Entwicklung und Aufbau == | == Entwicklung und Aufbau == | ||
| − | Die Fregatten der Auenhof-Klasse wurden in den 1980er-Jahren als Ersatz für die veralteten Zerstörer der Niobe-Klasse geplant. Basierend auf den Erfahrungen mit den Fregatten Petersburg-Klasse konzipierte man diese neuen Fregatten. 1988 wurde der Bau von zwanzig Schiffen genehmigt, fünf davon sollte an die haxagonesische Marine verkauft werden. Das erste Schiff, die Auenhof, wurde 1990 bei den Tiedemann-Werften in Godenhaven auf Kiel gelegt, lief noch im gleichen Jahr vom Stapel und wurde 1992 bei der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Noch im gleichen Jahr wurde die von den Kaiserlichen Werften in Lehbek gebaute Ludwig von Aster in Dienst gestellt. Es folgten dann jährlich zwei weitere Schiffe und schließlich vier im Jahr 2000, so dass die Flotte zur Jahrtausendwende komplett war. Die fünf haxagonesischen Fregatten der sogenannten Leopoldskron-Klasse, wurden 2006 in die Kaiserliche Marine übernommen. | + | Die Fregatten der Auenhof-Klasse wurden in den 1980er-Jahren als Ersatz für die veralteten Zerstörer der [[Niobe-Klasse]] geplant. Basierend auf den Erfahrungen mit den Fregatten [[Petersburg-Klasse]] konzipierte man diese neuen Fregatten. 1988 wurde der Bau von zwanzig Schiffen genehmigt, fünf davon sollte an die haxagonesische Marine verkauft werden. Das erste Schiff, die Auenhof, wurde 1990 bei den [[Tiedemann-Werften]] in Godenhaven auf Kiel gelegt, lief noch im gleichen Jahr vom Stapel und wurde 1992 bei der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Noch im gleichen Jahr wurde die von den [[Kaiserliche Werften|Kaiserlichen Werften]] in Lehbek gebaute Ludwig von Aster in Dienst gestellt. Es folgten dann jährlich zwei weitere Schiffe und schließlich vier im Jahr 2000, so dass die Flotte zur Jahrtausendwende komplett war. Die fünf haxagonesischen Fregatten der sogenannten Leopoldskron-Klasse, wurden 2006 in die Kaiserliche Marine übernommen. |
Der in Modulbauweise gefertigte Schiffsrumpf aus Schiffbaustahl ist an der Konstruktionswasserlinie 126,90 Meter lang und 15,74 Meter breit. Die Länge über alles beträgt 138,90 Meter, die maximale Breite 16,70 Meter. Der Tiefgang beträgt am Sonardom 6,90 Meter, die Einsatzverdrängung liegt bei 4.900 Tonnen. Der Rumpf wird durch sechs wasserdichte Querschotte (Doppelschotte) in 15 wasserdichte Abteilungen unterteilt, der durchlaufende Doppelboden gewährt weitere Sicherheit. Die Aufbauten aus Schiffbaustahl und Leichtmetall, die sich über die mittlere Hälfte der Schiffslänge erstrecken, sind ABC-geschützt. | Der in Modulbauweise gefertigte Schiffsrumpf aus Schiffbaustahl ist an der Konstruktionswasserlinie 126,90 Meter lang und 15,74 Meter breit. Die Länge über alles beträgt 138,90 Meter, die maximale Breite 16,70 Meter. Der Tiefgang beträgt am Sonardom 6,90 Meter, die Einsatzverdrängung liegt bei 4.900 Tonnen. Der Rumpf wird durch sechs wasserdichte Querschotte (Doppelschotte) in 15 wasserdichte Abteilungen unterteilt, der durchlaufende Doppelboden gewährt weitere Sicherheit. Die Aufbauten aus Schiffbaustahl und Leichtmetall, die sich über die mittlere Hälfte der Schiffslänge erstrecken, sind ABC-geschützt. | ||
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Hauptbewaffnung der Schiffe ist ein [[Vertikales Abschusssystem]] mit 16 Zellen für Flugabwehrraketen des Typs R-55 "Feuerlilie". Zur Bekämpfung von Seezielen stehen vier Seezielflugkörper-Starter für ASR7 "Donnerschlag" zur Verfügung. Die Nahbereichverteidigung gegen anfliegende feindliche Flugkörper übernehmen zwei Starter für Luftabwehrraketen [[LwA Standart]] mit je 21 Zellen. Auf dem Vorderdeck befindet sich ein 75-mm-Geschütz, das gegen See-, Land- und Luftziele eingesetzt werden kann. Zwei Marineleichtgeschütze 27 können zur Verteidigung gegen kleinere Seeziele verwendet werden. Für die U-Jagd verfügen die Fregatten über zwei Doppeltorpedorohre für T99-Torpedos mit Aufschlagzünder. Haupt-U-Jagdwaffe sind jedoch die beiden Bordhubschrauber, die im Hangar auf dem Achterdeck untergebracht sind. | Hauptbewaffnung der Schiffe ist ein [[Vertikales Abschusssystem]] mit 16 Zellen für Flugabwehrraketen des Typs R-55 "Feuerlilie". Zur Bekämpfung von Seezielen stehen vier Seezielflugkörper-Starter für ASR7 "Donnerschlag" zur Verfügung. Die Nahbereichverteidigung gegen anfliegende feindliche Flugkörper übernehmen zwei Starter für Luftabwehrraketen [[LwA Standart]] mit je 21 Zellen. Auf dem Vorderdeck befindet sich ein 75-mm-Geschütz, das gegen See-, Land- und Luftziele eingesetzt werden kann. Zwei Marineleichtgeschütze 27 können zur Verteidigung gegen kleinere Seeziele verwendet werden. Für die U-Jagd verfügen die Fregatten über zwei Doppeltorpedorohre für T99-Torpedos mit Aufschlagzünder. Haupt-U-Jagdwaffe sind jedoch die beiden Bordhubschrauber, die im Hangar auf dem Achterdeck untergebracht sind. | ||
Aktuelle Version vom 18. März 2014, 20:19 Uhr
| Schiffsdaten | |
| Schiffsart | Fregatte |
| Schiffsklasse | Auenhof-Klasse |
| Einheiten: | 20 gebaut, 20 in Dienst |
| Dienstzeit: | seit 1992 |
| Schiffsmaße und Besatzung | |
| Länge: | 138,90 m |
| Breite: | 16,70 m |
| Tiefgang: | 6,90 m |
| Verdrängung: | 4.900 t |
| Besatzung: | 219 Mann |
| Maschine: |
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| Geschwindigkeit: | > 29 kn |
| Propeller: | 2 fünfflügelige Verstellpropeller |
| Reichweite: | 4.000 sm bei 19 kn |
| Bewaffnung | |
| Sensoren | |
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| Einsatzführungssysteme | |
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Das Haupteinsatzprofil der Auenhof-Klasse ist die U-Boot-Bekämpfung. Dieser speziellen Aufgabe dient in erster Linie der Bordhubschrauber, von dem jedes Schiff zwei aufnehmen kann. Neben der U-Jagd besitzt die Klasse die Fähigkeit zur Abwehr von Luftzielen im Eigenschutz und zur Seezielbekämpfung.
Entwicklung und Aufbau
Die Fregatten der Auenhof-Klasse wurden in den 1980er-Jahren als Ersatz für die veralteten Zerstörer der Niobe-Klasse geplant. Basierend auf den Erfahrungen mit den Fregatten Petersburg-Klasse konzipierte man diese neuen Fregatten. 1988 wurde der Bau von zwanzig Schiffen genehmigt, fünf davon sollte an die haxagonesische Marine verkauft werden. Das erste Schiff, die Auenhof, wurde 1990 bei den Tiedemann-Werften in Godenhaven auf Kiel gelegt, lief noch im gleichen Jahr vom Stapel und wurde 1992 bei der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Noch im gleichen Jahr wurde die von den Kaiserlichen Werften in Lehbek gebaute Ludwig von Aster in Dienst gestellt. Es folgten dann jährlich zwei weitere Schiffe und schließlich vier im Jahr 2000, so dass die Flotte zur Jahrtausendwende komplett war. Die fünf haxagonesischen Fregatten der sogenannten Leopoldskron-Klasse, wurden 2006 in die Kaiserliche Marine übernommen.
Der in Modulbauweise gefertigte Schiffsrumpf aus Schiffbaustahl ist an der Konstruktionswasserlinie 126,90 Meter lang und 15,74 Meter breit. Die Länge über alles beträgt 138,90 Meter, die maximale Breite 16,70 Meter. Der Tiefgang beträgt am Sonardom 6,90 Meter, die Einsatzverdrängung liegt bei 4.900 Tonnen. Der Rumpf wird durch sechs wasserdichte Querschotte (Doppelschotte) in 15 wasserdichte Abteilungen unterteilt, der durchlaufende Doppelboden gewährt weitere Sicherheit. Die Aufbauten aus Schiffbaustahl und Leichtmetall, die sich über die mittlere Hälfte der Schiffslänge erstrecken, sind ABC-geschützt.
Technik
Die Schiffe der Auenhof-Klasse werden durch einen Kombinierten Diesel oder Gasturbinen-Antrieb angetrieben. Hauptantriebsmaschinen sind zwei Antriebsdieselmotoren mit je 3.820 kW (5.200 PS) Leistung. Bei Bedarf kann der Antrieb auf zwei Gasturbinen mit je 19.000 kW (25.840 PS) Leistung umgeschaltet werden und die Schiffe auf ihre Höchstgeschwindigkeit bringen. Zwei Stirnradgetriebe von übertragen die Leistung auf zwei Wellen mit zwei fünfflügeligen Verstellpropellern. Die Marschgeschwindigkeit liegt bei 19 Knoten, die Höchstgeschwindigkeit bei über 29 Knoten. Die Reichweite beträgt bei Marschgeschwindigkeit 4000 Seemeilen. Die Steuerung übernimmt ein Halbschweberuder.
Hauptbewaffnung der Schiffe ist ein Vertikales Abschusssystem mit 16 Zellen für Flugabwehrraketen des Typs R-55 "Feuerlilie". Zur Bekämpfung von Seezielen stehen vier Seezielflugkörper-Starter für ASR7 "Donnerschlag" zur Verfügung. Die Nahbereichverteidigung gegen anfliegende feindliche Flugkörper übernehmen zwei Starter für Luftabwehrraketen LwA Standart mit je 21 Zellen. Auf dem Vorderdeck befindet sich ein 75-mm-Geschütz, das gegen See-, Land- und Luftziele eingesetzt werden kann. Zwei Marineleichtgeschütze 27 können zur Verteidigung gegen kleinere Seeziele verwendet werden. Für die U-Jagd verfügen die Fregatten über zwei Doppeltorpedorohre für T99-Torpedos mit Aufschlagzünder. Haupt-U-Jagdwaffe sind jedoch die beiden Bordhubschrauber, die im Hangar auf dem Achterdeck untergebracht sind.
Die Verarbeitung der Gefechtsfelddaten erfolgt durch FüWES (Führungs- und Waffeneinsatzsystems). Die Zieldaten werden an zwei Feuerleitradare weitergegeben. Zur Kommunikation verfügen die Schiffe über diverse Funksendeanlagen, sowie eine Satellitenkommunikationanlage.
Einheiten, Geschwader und Standorte
SMS Auenhof - SMS Ludwig von Aster - SMS Kronprinz Heinrich - SMS Prinz Adalbert - SMS Leopoldskron - SMS Hochheim - SMS Kronprinz Karl - SMS Weilerburg - SMS Audipolis - SMS Königstein - SMS Gepard - SMS Leopard - SMS Löwe - SMS Tiger - SMS Karakal - SMS Serval - SMS Luchs - SMS Jaguar - SMS Puma - SMS Panther