Operation Goldener Herbst: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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== Vorgeschichte ==
 
== Vorgeschichte ==
Im Herbst 2009 standen die Wahlen zum XXIII. Reichstag an. Das Wahlergebnis zeigte eine große Zersplitterung der Parteienlandschaft. Besonders der Wahlerfolg der Kommunistischen Liste, die drittstärkste Fraktion wurde, wurde mit Sorge aufgenommen. Im Laufe der Konstituierung des XXIII. Reichstags, welche den damaligen [[Generaloberst]] [[Benno von Berghammer]] als Reichskanzler in einer Minderheitsregierung bestätigte, kam es zu tumultartigen Szenen im Plenarsaal. Alle Fraktionen beschimpften und drohten sich. Ordnungsdienste einiger Parteien bezogen Stellung hinter den Abgeordnetenbänke. Sodann wurden auf Befehl des Kaisers Gardisten und Reichspolizei beigerufen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Abgeordneten wurden aufgerufen, den Reichstag zu verlassen. Die Kommunistische Liste widersetzte sich der Aufforderung. Im Zuge dessen kam es zum Einsatz von CS-Gas und der Verhaftung der kommunistischen Abgeordneten.
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Im Herbst 2009 standen die Wahlen zum XXIII. Reichstag an. Das Wahlergebnis zeigte eine große Zersplitterung der Parteienlandschaft. Besonders der Wahlerfolg der Kommunistischen Liste, die als drittstärkste Fraktion in den Reichstag einzog, wurde mit Sorge aufgenommen. Im Laufe der Konstituierung des XXIII. Reichstags, welche den damaligen [[Generaloberst]] [[Benno von Berghammer]] als Reichskanzler in einer Minderheitsregierung bestätigte, kam es zu tumultartigen Szenen im Plenarsaal. Alle Fraktionen beschimpften und drohten sich. Ordnungsdienste einiger Parteien bezogen Stellung hinter den Abgeordnetenbänke. Sodann wurden auf Befehl des Kaisers [[Kaiserliche Garde|Gardisten]] und [[Reichspolizei]] beigerufen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Abgeordneten wurden aufgerufen, den Reichstag zu verlassen. Die Kommunistische Liste widersetzte sich der Aufforderung. Im Zuge dessen kam es zum Einsatz von CS-Gas und der Verhaftung der kommunistischen Abgeordneten.
  
Nachdem die Nachricht von der Verhaftung der komministischen Abgeordneten die Arbeiterviertel in [[Reichstal]] erreicht hatte, griff der kommunistische Arbeiterkampfbund auf Waffenverstecke aus der Zeit des Bürgerkriegs zurück. Bewaffnete Verbände der Kommunisten, aber auch ''Hoheneylau'sche Garden'' des ''Reichsbund Branismus/ Westphalismus (RBW)'' sowie die ''Purpurhemden'' der damaligen ''Partei der Nationalen Wohlfahrt (PNW)'' sammelten sich auf den Straßen in der Nähe des Regierungsviertels.  
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Nachdem die Nachricht von der Verhaftung der komministischen Abgeordneten die Arbeiterviertel in [[Reichstal]] erreicht hatte, griff der kommunistische ''Arbeiterkampfbund'' auf Waffenverstecke aus der Zeit des Bürgerkriegs zurück. Bewaffnete Verbände der Kommunisten, aber auch ''Hoheneylau'sche Garden'' des ''Reichsbund Branismus/ Westphalismus (RBW)'' sowie die ''Purpurhemden'' der damaligen ''Partei der Nationalen Wohlfahrt (PNW)'' sammelten sich auf den Straßen in der Nähe des Regierungsviertels.  
  
Mittlerweile kam das gesamte Reich in Aufruhr. In den Städten und auf dem Land sammelten sich bewaffnete Truppen der Parteien und Dreibürgen stand vor einem erneuten Bürgerkrieg. Der Kaiser rief am 3. Oktober 2009 gemäß Artikel 37 der Reichsverfassung den Notstand aus. Einheiten der [[1. Armee]] rückten in die Hauptstadt ein um diesem Aufstand ein Ende zu bereiten. Auch im Königreich Haxgon wurden die Truppen in Alarmbereitschaft versetzt und zudem die Mobilmachung ausgerufen, da man gleichzeitig einen Konflikt an der ostdarusischen Grenze erwartete. Am 4. Oktober 2009 verlegte die 1. Kompanie des Fallschirmjägerbattailon 105 nach Reichstal und sicherte das Regierungsviertel ab. Die 2. und 3. Kompanie erreichten am 6. Oktober Reichstal. Am gleichen Tag gab [[Generaladmiral]] [[Justus von Trotha]] im Names des Kaisers die Aufhebung des Notstands bekannt. Trotzdem verblieben die Einheiten vor Ort. Auch die [[Landespolizei Reichstal|Polizei]] war in diesen Tagen deutlich Präsenter in der Stadt als sonst.
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Mittlerweile kam das gesamte Reich in Aufruhr. In den Städten und auf dem Land sammelten sich bewaffnete Truppen der Parteien und Dreibürgen stand vor einem erneuten Bürgerkrieg. Der Kaiser rief am 3. Oktober 2009 gemäß Artikel 37 der Reichsverfassung den Notstand aus. Einheiten der [[1. Armee]] rückten in die Hauptstadt ein, um diesem Aufstand ein Ende zu bereiten. Auch im Königreich Haxgon wurden die Truppen in Alarmbereitschaft versetzt und zudem die Mobilmachung ausgerufen, da man gleichzeitig einen Konflikt an der ostdarusischen Grenze erwartete. Am 4. Oktober 2009 verlegte die 1. Kompanie des Fallschirmjägerbataillon 105 nach Reichstal und sicherte das Regierungsviertel ab. Die 2. und 3. Kompanie erreichten am 6. Oktober Reichstal. Am gleichen Tag gab [[Generaladmiral]] [[Justus von Trotha]] im Names des Kaisers die Aufhebung des Notstands bekannt. Trotzdem verblieben die Einheiten vor Ort. Auch die [[Landespolizei Reichstal|Polizei]] war in diesen Tagen deutlich präsenter als sonst.
  
  
 
== Operationsverlauf ==
 
== Operationsverlauf ==
 
===Einsatz gegen die ''Purpurhemden''===
 
===Einsatz gegen die ''Purpurhemden''===
Nach der ersten Grobbesprechung am 6. Oktober 2009 fand die eigentliche Einsatzbesprechung in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung Reichstal am Abend des 23. Oktober 2009 statt. Erstes Operationsziel sollte die Parteizentrale der ''Partei der Nationalen Wohlfahrt (PNW)'', welche die ''Purpurhemden'' als paramilitärische Einheit unterhielten, sein. Um kurz nach Mitternacht trafen die Einsatzkräfte der Operation ein. Diese waren wie folgt aufgestellt:
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Nach der ersten Lagebesprechung am 6. Oktober 2009 fand die eigentliche Einsatzbesprechung in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung Reichstal am Abend des 23. Oktober 2009 statt. Erstes Operationsziel sollte die Parteizentrale der ''Partei der Nationalen Wohlfahrt (PNW)'', welche die ''Purpurhemden'' als paramilitärische Einheit unterhielten, sein. Um kurz nach Mitternacht trafen die Einsatzkräfte am Objekt ein. Diese waren wie folgt aufgestellt:
  
 
*'''"Trupp Gold"''' (Führungstrupp)
 
*'''"Trupp Gold"''' (Führungstrupp)
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[[Matrosengefreiter]] Dahlstorff
 
[[Matrosengefreiter]] Dahlstorff
  
[[Mobiles Einsatzkommando|MEK]] 1 Landespolizei Reichstal
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[[Bereitschaftspolizei]]
 
[[Bereitschaftspolizei]]
  
''Trupp Rot'' bezog am Hintereingangstellung, während ''Trupp Blau'' und ''Trupp Gold'' sich am Haupteingang postierten. Das MEK 1 der Landespolizei Reichstal stand am Kellereingang bereit.
 
  
Als der Befehl zum Zugriff kam, konnten sich die Beamten des MEK 1 als erster Trupp Zugang zum Haus verschaffen und innerhalb kurzer Zeit den Keller der Parteizentrale sichern. Unmittelbar danach hatten auch die Trupps ''Blau'' und ''Gold'' den Eingangsbereich gesichert. Als letzter Trupp konnte ''Trupp Rot'' den hinteren Bereich des Hauses sichern. Das MEK bahnte sich sodann den Weg ins Erdgeschoss. Beamte der Reichstaler Polizei begannen daraufhin mit der Spurensicherung im Keller. Trupp ''Gold'' drang weiter vor und setzte in einem Raum drei unbewaffnete Männer fest. Einer davon war der ehemalige Chef des [[Heerespersonalamt]]s, Dr. [[Eduard Junker-Nevelingk]]. Trupp ''Blau'' konnte in einem weiteren Raum zwei unbewaffnete Personen festsetzen und bekam dann den Befehl, das obere Stockwerk zu sichern. Dort konnten zwei Personen festgesetz werden, einer davon war [[Richard von Bleichenberg]]. Waffen wurden, bis auf eine legal erworbene Waffe Junkers sowie den kayserlichen Säbel Bleichenbergs, keine gefunden. Es bestand der Verdacht, dass Junker Informationen zugespielt wurden. Nach dem Einsatz machte sich der Kriminaldauerdienst an die Spurensicherung und die Kriminalpolizei der Polizei Reichstal vernahm noch vor Ort die anwesenden Personen. Einheiten der Bereitschaftspolizei sicherten die Umgebung ab. Der Einsatz wurde von Sattler als Fehlschlag eingestuft.
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''Trupp Rot'' bezog am Hintereingang Stellung, während ''Trupp Blau'' und ''Trupp Gold'' sich am Haupteingang postierten. Das MEK 1 der Landespolizei Reichstal stand am Kellereingang bereit.
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Als der Befehl zum Zugriff kam, konnten sich die Beamten des MEK 1 als erster Trupp Zugang zum Haus verschaffen und innerhalb kurzer Zeit den Keller der Parteizentrale sichern. Unmittelbar danach hatten auch die Trupps ''Blau'' und ''Gold'' sich Zugang verschafft und den Eingangsbereich gesichert. Als letzter Trupp konnte ''Trupp Rot'' den hinteren Bereich des Hauses sichern. Das MEK bahnte sich sodann den Weg ins Erdgeschoss. Trupp ''Gold'' drang weiter vor und setzte in einem Raum drei unbewaffnete Männer fest. Einer davon war der ehemalige Chef des [[Heerespersonalamt]]s, Dr. [[Eduard Junker-Nevelingk]]. Trupp ''Blau'' konnte in einem weiteren Raum zwei unbewaffnete Personen festsetzen und bekam dann den Befehl, das obere Stockwerk zu sichern. Dort konnten zwei Personen festgesetz werden, einer davon war [[Richard von Bleichenberg]]. Waffen wurden, bis auf die legal erworbene Waffe Junkers sowie den kayserlichen Säbel Bleichenbergs, keine gefunden. Es bestand der Verdacht, dass Junker Informationen zugespielt wurden. Nach dem Einsatz machte sich der Kriminaldauerdienst an die Spurensicherung und die Kriminalpolizei der Polizei Reichstal vernahm noch vor Ort die anwesenden Personen. Einheiten der Bereitschaftspolizei sicherten die Umgebung ab. Der Einsatz wurde von Sattler als Fehlschlag eingestuft.
  
  
 
===Einsatz gegen den ''Arbeiterkampfbund''===
 
===Einsatz gegen den ''Arbeiterkampfbund''===
Der nächste Einsatz sollte sich nach der Vorgabe des RFS gegen den ''Arbeiterkampfbund'' der ''Kommunistischen Partei Dreibürgens'' richten. Allerdings meldete der damalige [[Polizeimajor]] [[Tassilo Eosander]] Bedenken an und forderte, gegen den bekannten Waffenhändler Hannes Lüders vorzugehen. Dem stimmte der RFS zu.
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Der nächste Einsatz sollte sich nach der Vorgabe des RFS gegen den ''Arbeiterkampfbund'' der ''Kommunistischen Partei Dreibürgens'' richten. Allerdings meldete der damalige [[Polizeimajor]] [[Tassilo Eosander]] Bedenken an und forderte, gegen den lokal bekannten Waffenhändler Hannes Lüders vorzugehen. Trotz bedenken stimmte der RFS zu. Eosander soll das neue Einsatzziel nicht ganz uneigennützig vorgeschlagen haben, da die Polizei nicht über ausreichende Kräfte für einen Schlag gegen Lüders verfügte.
  
  
===Einsatz gegen Lüders===
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===Einsatz gegen ''Lüders''===
Da der geplante Einsatz gegen den ''Arbeiterkampfbund'' kurzfristig zurückgestellt wurde, gab der RFS der Einheit eine Zeitvorgabe von 48 Stunden, um das Waffenlager zu stürmen. Polizeimajor Eosander sprach nach der Einsatzbesprechung in einem Vier-Augen-Gespräch mit Sattler die Befürchtung aus, dass nicht nur Lüders, sondern auch die Mafia, namentlich der ''Graf von Reichstal'' darin verwickelt sein könnte. Diese Vermutung äußerte er durch die vorherige Observation des Objektes durch Polizeikräfte. Die Vorbereitung war alles andere als optimal. Es gab keine Grundrisskarten des Geländes, nur eine Luftaufnahme. Ebenso war nicht bekannt, wie viele Personen sich im Objekt befanden.  
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Da der geplante Einsatz gegen den ''Arbeiterkampfbund'' kurzfristig zurückgestellt wurde, gab der RFS der Einheit eine Zeitvorgabe von 48 Stunden, um das Waffenlager zu stürmen. Polizeimajor Eosander sprach nach der Einsatzbesprechung die Befürchtung aus, dass nicht nur Lüders, sondern auch die Mafia, namentlich der ''Graf von Reichstal'', darin verwickelt sein könnte. Diese Vermutung äußerte er durch die vorherige Observation des Objektes durch Polizeikräfte. Die Vorbereitung war alles andere als optimal. Es gab keine Grundrisskarten des Geländes, nur eine Luftaufnahme. Ebenso war nicht bekannt, wie viele Personen sich im Objekt befanden.  
Am Abend des 5. November 2009 trafen die Einsatzkräfte am Objekt ein. Bis auf Matrosenobergefreiter Lauenburg, der in die Reserve versetzt und durch den Seekadetten Greifenburg ersetzt wurde, blieben die Trupps in der selben Aufstellung wie beim Einsatz gegen die ''Purpurhemden''. Zusätzlich waren zwei Hubschrauber der Hubschrauberstaffel in Bereitschaft, um den Einsatz von oben zu sichern. Als Reserve standen zwei Züge der 3./FschJgBtl 105 bereit.
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Am Abend des 5. November 2009 trafen die Einsatzkräfte am Objekt ein. Bis auf den Matrosenobergefreiter Lauenburg, der in die Reserve versetzt und durch den Seekadetten Greifenburg ersetzt wurde, blieben die Trupps in der selben Aufstellung wie beim Einsatz gegen die ''Purpurhemden''. Zusätzlich waren zwei Hubschrauber der Hubschrauberstaffel in Bereitschaft, um den Einsatz von oben zu sichern. Als Reserve standen zwei Züge der 3./FschJgBtl 105 bereit.
  
Das MEK der Reichstaler Polizei sollte mit einem Scheinangriff auf den Nebeneingängen im rückwärtigen Gebäudebereich den Gegner ablenken, sodass die Trupps ''Rot'' und ''Blau'' als Vorhut durch den Haupteingang in das Fabrikgebäude eindringen und sichern konnten. Trupp ''Gold'' sollte sichern und nach Einnahme der Fabrik nachrücken. Als die Trupps des MEK die Seitenportale stürmte, eröffneten die Insassen das Feuer auf die Polizeikräfte. Kurz darauf drangen die Trupps ''Rot'' und ''Blau'' über den Haupteingang in das Gebäude ein. Es kam an allen Eindringpunkten zu Schusswechseln. Trupp ''Rot'' konnte durch das Überraschungsmoment zwei Personen entwaffnen und festsetzen. Eine weitere Person wurde angeschossen, sodass Oberleutnant Sattler seinen Trupp ''Gold'' auflöste und Oberstabsfeldwebel Benedek Trupp ''Blau'' angliederte und Oberkorporal Emmerich und sich zu Trupp ''Rot'' begaben. Trupp ''Blau'' schaltete während eines Schusswechsels eine Person aus. Beide Trupps konnten weiter in den hinteren Teil des Gebäudes vordringen. Zwischenzeitlich meldete der Führer des MEK, dass man sich festgeschossen hätte und man die Unterstützung der beiden Armeetrupps bräuchte. Die Trupps rückten weiter vor. Ein Krimineller, der angeschossen wurde, musste Erstversorgt werden. Mittlerweile forderte Sattler eine Gruppe der 3./105 an, um die festgesetzten Personen sowie den Verletzten entgegenzunehmen. Trupp ''Blau'' konnte indes in einem Raum drei weitere Personen entwaffnen und festsetzen, wobei zwei Kriminelle angeschossen wurden. Danach rückte Trupp ''Blau'' schnell vor und konnte zusammen mit dem MEK das Feuergefecht beenden, nachdem die Kriminellen einsahen, dass ein weiterer Kampf aussichtslos sei. Diese wurden vom MEK entwaffnet und gefesselt. Durch die Wirren der Schießerei wurde der Soldat Hardenberg von seinem Trupp getrennt. Nachdem der untere Bereich gesichert war, begaben sich das MEK sowie die beiden Trupps ''Blau'' und ''Rot'' in das obere Stockwerk. Sattler und Emmerich hingegen machten sich auf die Suche nach Hardenberg, welcher in einem Waffenlager von beiden gefunden wird. Das eigentliche Ziel, nämlich Lüders, war bis zu dem Zeitpunkt in dem Fabrikgelände untergetaucht. Sattler forderte erneut Teile der 3./105 an, welche zusammen mit der Polizei die untere Etage absicherten.  
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Das MEK der Reichstaler Polizei sollte mit einem Scheinangriff auf den Nebeneingängen im rückwärtigen Gebäudebereich den Gegner ablenken, sodass die Trupps ''Rot'' und ''Blau'' als Vorhut durch den Haupteingang in das Fabrikgebäude eindringen und sichern konnten. Trupp ''Gold'' sollte das Eindringen sichern und nach Einnahme der Fabrik nachrücken. Als die Trupps des MEK die Seitenportale stürmte, eröffneten die Insassen das Feuer auf die Polizeikräfte. Kurz darauf drangen die Trupps ''Rot'' und ''Blau'' über den Haupteingang in das Gebäude ein. Es kam an allen Eindringpunkten zu Schusswechseln. Trupp ''Rot'' konnte durch das Überraschungsmoment zwei Personen entwaffnen und festsetzen. Eine weitere Person wurde angeschossen, sodass Oberleutnant Sattler seinen Trupp ''Gold'' auflöste und Oberstabsfeldwebel Benedek Trupp ''Blau'' angliederte und Oberkorporal Emmerich und er selbst sich zu Trupp ''Rot'' begaben. Trupp ''Blau'' schaltete während eines Schusswechsels eine Person aus. Beide Trupps konnten weiter in den hinteren Teil des Gebäudes vordringen. Zwischenzeitlich meldete der Führer des MEK, dass man sich festgeschossen hätte und man die Unterstützung der beiden Armeetrupps bräuchte. Die Trupps rückten weiter vor. Ein Krimineller, der angeschossen wurde, musste Erstversorgt werden. Mittlerweile forderte Sattler eine Gruppe der 3./105 an, um die festgesetzten Personen sowie den Verletzten entgegenzunehmen und um das Gelände zu sichern. Trupp ''Blau'' konnte indes in einem Raum drei weitere Personen entwaffnen und festsetzen, wobei zwei Kriminelle angeschossen wurden. Danach rückte Trupp ''Blau'' schnell vor und konnte zusammen mit dem MEK das Feuergefecht beenden, nachdem die Kriminellen einsahen, dass ein weiterer Kampf aussichtslos sei. Diese wurden vom MEK entwaffnet und gefesselt. Durch die Wirren der Schießerei wurde der Soldat Hardenberg von seinem Trupp getrennt. Nachdem der untere Bereich gesichert war, begaben sich das MEK sowie die beiden Trupps ''Blau'' und ''Rot'' in das obere Stockwerk. Sattler und Emmerich hingegen machten sich auf die Suche nach Hardenberg, welcher in einem Waffenlager im oberen Stock gefunden wird. Das eigentliche Ziel, nämlich Lüders, war bis zu dem Zeitpunkt in dem Fabrikgelände untergetaucht. Sattler forderte erneut Teile der 3./105 an, welche zusammen mit der Polizei die untere Etage absicherten.
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Das obere Stockwerk wurde durch die Beschaffenheit hauptsächlich unter Einsatz von Blend- und Reizmitteln genommen. Dabei wurde durch Trupp ''Blau'' eine Person festgenommen. Die erste Vermutung, dass Lüders festgesetzt wurde, bestätigte sich nicht. Unterdessen konnte Hardenberg und Greifental das Hauptziel, auf einer Kiste sitzend, aufklären. Lüders hielt sich eine Pistole an die Schläfe. Mittlerweile traf auch Eosander ein und forderte Lüders auf, sich zu ergeben. Gröben, der den Raum durch einen weiteren Zugang unbemerkt von Lüders betrat, konnte Lüders überwältigen. Bei der anschließenden Durchsuchung und einer Bemerkung Lüders konnte Gröben zwei Zyanidkapseln im Mundraum von Lüders entfernen. Nachdem das Gelände komplett gesichert war, nahmen KDD, Kriminalpolizei sowie die Bereitschaftspolizei die polizeilichen Aufgaben wahr. Dabei wurde eines der größten Waffenlager der dreibürgischen Geschichte ausgehoben.
  
Das obere Stockwerk wurde durch die Beschaffenheit hauptsächlich unter Einsatz von Blend- und Reizmitteln genommen. Dabei wurde durch Trupp ''Blau'' eine Person festgenommen. Die erste Vermutung, dass Lüders festgesetzt wurde, bestätigte sich nicht. Unterdessen konnte Hardenberg und Greifental das Hauptziel auf einer Kiste sitzend aufklären. Lüders hielt sich eine Pistole an die Schläfe. Mittlerweile traf auch Eosander ein und forderte Lüders auf, sich zu ergeben. Gröben, der den Raum durch einen weiteren Zugang unbemerkt von Lüders betrat, konnte Lüders überwältigen. Bei der anschließenden Durchsuchung und einer Bemerkung Lüders konnte Gröben zwei Zyanidkapseln im Mundraum von Lüders entfernen. Nachdem das Gelände komplett gesichert war, nahmen KDD, Kriminalpolizei sowie die Bereitschaftspolizei die polizeilichen Aufgaben wahr. Dabei wurde eines der größten Waffenlager der dreibürgischen Geschichte ausgehoben.
 
  
 
== Ende der Operation ==
 
== Ende der Operation ==
 
Durch das RFS wurde nach Abschluss des Einsatzes gegen Lüders mitgeteilt, dass die Operation ''Goldener Herbst'' unterbrochen werde. Das Spezialkommando wurde vorerst aufgelöst und die Soldaten ihren jeweiligen Einheiten wieder zugewiesen. Die Operation wurde auch später nicht mehr weiter verfolgt, da es keine weiteren Unruhen mehr gab.
 
Durch das RFS wurde nach Abschluss des Einsatzes gegen Lüders mitgeteilt, dass die Operation ''Goldener Herbst'' unterbrochen werde. Das Spezialkommando wurde vorerst aufgelöst und die Soldaten ihren jeweiligen Einheiten wieder zugewiesen. Die Operation wurde auch später nicht mehr weiter verfolgt, da es keine weiteren Unruhen mehr gab.
 
==Verweise==
 
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Aktuelle Version vom 2. Januar 2017, 11:23 Uhr

Operation "Goldener Herbst"
MEK-GH.jpg
Daten
Datum: 23. Oktober bis 5. November 2009
Ort: Reichstal, Dreibürgen
Parteien
Adler-rfs.png
Reichsführungsstab
Logo-heer.png
FschJgBtl 105
MarInfDiv3.png
3. Marineinfanteriedivision
Logo-polizei reichstal.png
Landespolizei Reichstal
Purpurhemden.png
Purpurhemden (PNW)
AKB.jpg
Arbeiterkampfbund (KPD)
Hannes Lüders
Befehlshaber/Führer
Hauptmann von Lichtenberg (RFS)
Oberleutnant Sattler (Einsatzkräfte Armee)
Polizeimajor Eosander (Landespolizei Reichstal)
unbekannt
unbekannt
Hannes Lüders
Ausgang
Das ursprüngliche Ziel wird als Fehlschlag angesehen. Durch das Ausheben des Waffenlagers kann man von einem Teilerfolg der Einsatzkräfte sprechen.

Die Operation "Goldener Herbst" war eine gemeinsame Operation von Heer, Marine und Polizei, welche unter der Führung des Reichsführungsstabes stand. Ziel der Operation war es, die nach der Reichstagswahl vermehrt auftretenden paramilitärischen Kräfte beider extremen politischen Lager zu entwaffnen und deren illegale Waffenverstecke auszuheben.

Zum damaligen Zeitpunkt unterstand die Reichstaler Polizei noch dem Oberkommando der Länderpolizeien, welche eine Organisation des Reichsführungsstabs war.

Geführt wurde die Operation vom damaligen Oberleutnant Johann Sattler.

Vorgeschichte

Im Herbst 2009 standen die Wahlen zum XXIII. Reichstag an. Das Wahlergebnis zeigte eine große Zersplitterung der Parteienlandschaft. Besonders der Wahlerfolg der Kommunistischen Liste, die als drittstärkste Fraktion in den Reichstag einzog, wurde mit Sorge aufgenommen. Im Laufe der Konstituierung des XXIII. Reichstags, welche den damaligen Generaloberst Benno von Berghammer als Reichskanzler in einer Minderheitsregierung bestätigte, kam es zu tumultartigen Szenen im Plenarsaal. Alle Fraktionen beschimpften und drohten sich. Ordnungsdienste einiger Parteien bezogen Stellung hinter den Abgeordnetenbänke. Sodann wurden auf Befehl des Kaisers Gardisten und Reichspolizei beigerufen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Abgeordneten wurden aufgerufen, den Reichstag zu verlassen. Die Kommunistische Liste widersetzte sich der Aufforderung. Im Zuge dessen kam es zum Einsatz von CS-Gas und der Verhaftung der kommunistischen Abgeordneten.

Nachdem die Nachricht von der Verhaftung der komministischen Abgeordneten die Arbeiterviertel in Reichstal erreicht hatte, griff der kommunistische Arbeiterkampfbund auf Waffenverstecke aus der Zeit des Bürgerkriegs zurück. Bewaffnete Verbände der Kommunisten, aber auch Hoheneylau'sche Garden des Reichsbund Branismus/ Westphalismus (RBW) sowie die Purpurhemden der damaligen Partei der Nationalen Wohlfahrt (PNW) sammelten sich auf den Straßen in der Nähe des Regierungsviertels.

Mittlerweile kam das gesamte Reich in Aufruhr. In den Städten und auf dem Land sammelten sich bewaffnete Truppen der Parteien und Dreibürgen stand vor einem erneuten Bürgerkrieg. Der Kaiser rief am 3. Oktober 2009 gemäß Artikel 37 der Reichsverfassung den Notstand aus. Einheiten der 1. Armee rückten in die Hauptstadt ein, um diesem Aufstand ein Ende zu bereiten. Auch im Königreich Haxgon wurden die Truppen in Alarmbereitschaft versetzt und zudem die Mobilmachung ausgerufen, da man gleichzeitig einen Konflikt an der ostdarusischen Grenze erwartete. Am 4. Oktober 2009 verlegte die 1. Kompanie des Fallschirmjägerbataillon 105 nach Reichstal und sicherte das Regierungsviertel ab. Die 2. und 3. Kompanie erreichten am 6. Oktober Reichstal. Am gleichen Tag gab Generaladmiral Justus von Trotha im Names des Kaisers die Aufhebung des Notstands bekannt. Trotzdem verblieben die Einheiten vor Ort. Auch die Polizei war in diesen Tagen deutlich präsenter als sonst.


Operationsverlauf

Einsatz gegen die Purpurhemden

Nach der ersten Lagebesprechung am 6. Oktober 2009 fand die eigentliche Einsatzbesprechung in einem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Stadtverwaltung Reichstal am Abend des 23. Oktober 2009 statt. Erstes Operationsziel sollte die Parteizentrale der Partei der Nationalen Wohlfahrt (PNW), welche die Purpurhemden als paramilitärische Einheit unterhielten, sein. Um kurz nach Mitternacht trafen die Einsatzkräfte am Objekt ein. Diese waren wie folgt aufgestellt:

  • "Trupp Gold" (Führungstrupp)

Oberleutnant Sattler (Kommandant)
Oberstabsfeldwebel von Benedek (stellv. Kommandant)
Oberkorporal Emmerich (Sanitäter)

  • "Trupp Rot" (Angriffstrupp I)

Oberstleutnant von Berg (Truppführer)
Unteroffizier Gröben
Gefreiter Wegener
Soldat von Hardenberg

  • "Trupp Blau" (Angriffstrupp II)

Seekadett Lauenburg (Truppführer)
Matrosenobergefreiter Lauenburg
Matrosengefreiter Dahlstorff

MEK 1 Landespolizei Reichstal
Kriminaldauerdienst
Kriminalpolizei
Bereitschaftspolizei


Trupp Rot bezog am Hintereingang Stellung, während Trupp Blau und Trupp Gold sich am Haupteingang postierten. Das MEK 1 der Landespolizei Reichstal stand am Kellereingang bereit.

Als der Befehl zum Zugriff kam, konnten sich die Beamten des MEK 1 als erster Trupp Zugang zum Haus verschaffen und innerhalb kurzer Zeit den Keller der Parteizentrale sichern. Unmittelbar danach hatten auch die Trupps Blau und Gold sich Zugang verschafft und den Eingangsbereich gesichert. Als letzter Trupp konnte Trupp Rot den hinteren Bereich des Hauses sichern. Das MEK bahnte sich sodann den Weg ins Erdgeschoss. Trupp Gold drang weiter vor und setzte in einem Raum drei unbewaffnete Männer fest. Einer davon war der ehemalige Chef des Heerespersonalamts, Dr. Eduard Junker-Nevelingk. Trupp Blau konnte in einem weiteren Raum zwei unbewaffnete Personen festsetzen und bekam dann den Befehl, das obere Stockwerk zu sichern. Dort konnten zwei Personen festgesetz werden, einer davon war Richard von Bleichenberg. Waffen wurden, bis auf die legal erworbene Waffe Junkers sowie den kayserlichen Säbel Bleichenbergs, keine gefunden. Es bestand der Verdacht, dass Junker Informationen zugespielt wurden. Nach dem Einsatz machte sich der Kriminaldauerdienst an die Spurensicherung und die Kriminalpolizei der Polizei Reichstal vernahm noch vor Ort die anwesenden Personen. Einheiten der Bereitschaftspolizei sicherten die Umgebung ab. Der Einsatz wurde von Sattler als Fehlschlag eingestuft.


Einsatz gegen den Arbeiterkampfbund

Der nächste Einsatz sollte sich nach der Vorgabe des RFS gegen den Arbeiterkampfbund der Kommunistischen Partei Dreibürgens richten. Allerdings meldete der damalige Polizeimajor Tassilo Eosander Bedenken an und forderte, gegen den lokal bekannten Waffenhändler Hannes Lüders vorzugehen. Trotz bedenken stimmte der RFS zu. Eosander soll das neue Einsatzziel nicht ganz uneigennützig vorgeschlagen haben, da die Polizei nicht über ausreichende Kräfte für einen Schlag gegen Lüders verfügte.


Einsatz gegen Lüders

Da der geplante Einsatz gegen den Arbeiterkampfbund kurzfristig zurückgestellt wurde, gab der RFS der Einheit eine Zeitvorgabe von 48 Stunden, um das Waffenlager zu stürmen. Polizeimajor Eosander sprach nach der Einsatzbesprechung die Befürchtung aus, dass nicht nur Lüders, sondern auch die Mafia, namentlich der Graf von Reichstal, darin verwickelt sein könnte. Diese Vermutung äußerte er durch die vorherige Observation des Objektes durch Polizeikräfte. Die Vorbereitung war alles andere als optimal. Es gab keine Grundrisskarten des Geländes, nur eine Luftaufnahme. Ebenso war nicht bekannt, wie viele Personen sich im Objekt befanden. Am Abend des 5. November 2009 trafen die Einsatzkräfte am Objekt ein. Bis auf den Matrosenobergefreiter Lauenburg, der in die Reserve versetzt und durch den Seekadetten Greifenburg ersetzt wurde, blieben die Trupps in der selben Aufstellung wie beim Einsatz gegen die Purpurhemden. Zusätzlich waren zwei Hubschrauber der Hubschrauberstaffel in Bereitschaft, um den Einsatz von oben zu sichern. Als Reserve standen zwei Züge der 3./FschJgBtl 105 bereit.

Das MEK der Reichstaler Polizei sollte mit einem Scheinangriff auf den Nebeneingängen im rückwärtigen Gebäudebereich den Gegner ablenken, sodass die Trupps Rot und Blau als Vorhut durch den Haupteingang in das Fabrikgebäude eindringen und sichern konnten. Trupp Gold sollte das Eindringen sichern und nach Einnahme der Fabrik nachrücken. Als die Trupps des MEK die Seitenportale stürmte, eröffneten die Insassen das Feuer auf die Polizeikräfte. Kurz darauf drangen die Trupps Rot und Blau über den Haupteingang in das Gebäude ein. Es kam an allen Eindringpunkten zu Schusswechseln. Trupp Rot konnte durch das Überraschungsmoment zwei Personen entwaffnen und festsetzen. Eine weitere Person wurde angeschossen, sodass Oberleutnant Sattler seinen Trupp Gold auflöste und Oberstabsfeldwebel Benedek Trupp Blau angliederte und Oberkorporal Emmerich und er selbst sich zu Trupp Rot begaben. Trupp Blau schaltete während eines Schusswechsels eine Person aus. Beide Trupps konnten weiter in den hinteren Teil des Gebäudes vordringen. Zwischenzeitlich meldete der Führer des MEK, dass man sich festgeschossen hätte und man die Unterstützung der beiden Armeetrupps bräuchte. Die Trupps rückten weiter vor. Ein Krimineller, der angeschossen wurde, musste Erstversorgt werden. Mittlerweile forderte Sattler eine Gruppe der 3./105 an, um die festgesetzten Personen sowie den Verletzten entgegenzunehmen und um das Gelände zu sichern. Trupp Blau konnte indes in einem Raum drei weitere Personen entwaffnen und festsetzen, wobei zwei Kriminelle angeschossen wurden. Danach rückte Trupp Blau schnell vor und konnte zusammen mit dem MEK das Feuergefecht beenden, nachdem die Kriminellen einsahen, dass ein weiterer Kampf aussichtslos sei. Diese wurden vom MEK entwaffnet und gefesselt. Durch die Wirren der Schießerei wurde der Soldat Hardenberg von seinem Trupp getrennt. Nachdem der untere Bereich gesichert war, begaben sich das MEK sowie die beiden Trupps Blau und Rot in das obere Stockwerk. Sattler und Emmerich hingegen machten sich auf die Suche nach Hardenberg, welcher in einem Waffenlager im oberen Stock gefunden wird. Das eigentliche Ziel, nämlich Lüders, war bis zu dem Zeitpunkt in dem Fabrikgelände untergetaucht. Sattler forderte erneut Teile der 3./105 an, welche zusammen mit der Polizei die untere Etage absicherten.

Das obere Stockwerk wurde durch die Beschaffenheit hauptsächlich unter Einsatz von Blend- und Reizmitteln genommen. Dabei wurde durch Trupp Blau eine Person festgenommen. Die erste Vermutung, dass Lüders festgesetzt wurde, bestätigte sich nicht. Unterdessen konnte Hardenberg und Greifental das Hauptziel, auf einer Kiste sitzend, aufklären. Lüders hielt sich eine Pistole an die Schläfe. Mittlerweile traf auch Eosander ein und forderte Lüders auf, sich zu ergeben. Gröben, der den Raum durch einen weiteren Zugang unbemerkt von Lüders betrat, konnte Lüders überwältigen. Bei der anschließenden Durchsuchung und einer Bemerkung Lüders konnte Gröben zwei Zyanidkapseln im Mundraum von Lüders entfernen. Nachdem das Gelände komplett gesichert war, nahmen KDD, Kriminalpolizei sowie die Bereitschaftspolizei die polizeilichen Aufgaben wahr. Dabei wurde eines der größten Waffenlager der dreibürgischen Geschichte ausgehoben.


Ende der Operation

Durch das RFS wurde nach Abschluss des Einsatzes gegen Lüders mitgeteilt, dass die Operation Goldener Herbst unterbrochen werde. Das Spezialkommando wurde vorerst aufgelöst und die Soldaten ihren jeweiligen Einheiten wieder zugewiesen. Die Operation wurde auch später nicht mehr weiter verfolgt, da es keine weiteren Unruhen mehr gab.