Stabskapitän

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Stabskapitän
SK MA Stabskapitän.png
Schulterklappe
Marine

Der Stabskapitän ist nach dem Stabsquartiermeister zur See der zweithöchste Stabsoffiziersdienstgrad der Kaiserlichen Marine und steht über dem Kapitän zur See. Da der Dienstgrad des Stabsquartiermeisters zur See nur an wenige Offiziere vergeben wird, die nicht in die Admiralsränge aufsteigen, ist er praktisch der höchste reguläre Dienstgrad der Gruppe der Stabsoffiziere. Er entspricht dem Stabsoberst beim Heer und der Luftwaffe, sowie dem Polizeidirektor der Landespolizeien.

Geschichte

Der Dienstgrad des Stabskapitäns entwickelte sich aus dem Dienstgrad des Kommodore. Ein Kommodore war Anfang des 19. Jahrhunderts der Kommandeur eines Schiffsverbandes, der keinen Admiralsrang inne hatte. Aus den Linienschiffkapitänen wurde diese Gruppe als gesonderter Dienstgrad herausgetrennt. 1914 erfolgte die Umbenennung von Kommodore zu Stabskapitän.

Dreibürgische Streitkräfte

Anrede

Die Anrede eines Stabskapitäns zur See der dreibürgischen Streitkräfte lautet "Herr Kapitän" oder "Frau Kapitän". Traditionell werden Offiziere dieses Dienstgrades von höherrangigen Offizieren als "Herr Nachname" und "Frau Nachname" angeredet.

Aufgaben und Stellungen

Stabskapitäne kommandieren zumeist Schiffe ab der Größe eines Kreuzers bis zum Flugzeugträger hinauf. Allerdings werden Schlachtkreuzer, Schlachtschiffe und auch Flugzeugträger in einigen Fällen von Flotillenadmiralen kommandiert, weshalb man Stabskapitäne zumeist als Kommandanten von Kreuzern antrifft.

In ihrer klassischen Rolle werden Stabskapitäne als Kommodore eines Geschwaders oder einer kleinen Kampfgruppe eingesetzt. Sie können aber auch Marinefliegergeschwader sowie Regimenter und Brigaden der Marineinfanterie kommandieren.