Spundbajonett
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| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Spundbajonett |
| Waffenkategorie | Seitengewehre |
| Technische Daten | |
| Länge | 35-40cm |
| Klingenlänge | 23-25cm |
| Breite | 2,5-3cm |
| Gewicht | 0,5 kg |
Bedeutung
Das Spundbajonett ist die erste verbürgte militärische Seitenwaffe.
Geschichte
Diese ersten Seitengewehre entstanden, als Jäger nicht mehr zwei Waffen mitnehmen wollten. Es war zu umstänndlich, erst mit dem Gewehr zu schießen und danach dem Tier mittels einem Jagdspieß den Todesstoß zu versetzen. Also fertigten sie spezielle Waffen an, deren Klingen die Blätter von Spießen waren. An diese montierten sie Hefte. So konnten sie die Waffe als Dolch nutzen, aber auch nach einem Schuss mit dem Heft schnell in den Lauf ihrer Muskete klemmen, um das Tier mit diesem Spieß zu töten. Das Militär vor allem in Geldern-Veldoril erkannte frühzeitig den Nutzen von diesen nueartigen Waffen und setzte sie bald auch bei den Luntenschlossmusketen seiner Soldaten ein. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Schusswaffen immer besser und akurater wurden und dadurch die Lanzenträger in der Formation immer weniger wurden. Dies führte jedoch zu einem Mangel an Nahkampfwaffen. Die einfachen Soldaten versuchten, diesen wettzumachen, indem sie mit ihren teuren Gewehren auf den Gegner einschlugen, sobald der Nahkampf begann. Diese Zerstörung von Waffen führte schließlich dazu, dass das Militär nach neuen Nahkampfwaffen suchte, die die Fernkampfwaffen nicht verdrängten. Diese fand das Militär von Geldern-Veldoril in diesen eigentlichen Jagdwaffen.
Nutzung
Die Waffe wurde noch immer wie ein normaler Spieß genutzt. Dazu wurde auch noch immer der veraltete Spießdrill zur Übung eingesetzt. Dabei wurde die Waffe nicht wie klischeehaft imemr zu sehen auf Hüfthöhe gehalten, sondern die Muskete wurde mit beiden Händen am Lauf gepackt und in Schulterhöhe gehalten. In dieser Form wurde auf den Feind gewartet beziehunsgweise auf ihn zugestürmt. Aufgrund der Art, die Waffe aufzustecken, war es unmöglich, nach Aufstecken noch einen Schuss abzugeben. Es war auch umständlich, das einmal aufgesetzte Spundbajonett wieder zu entfernen, ohne sich zu verletzen. Dies musste nach der Schlacht in Ruhe durchgeführt werden, sodass große Kontingente nach dem Sturmangriff einer Seite zu Nahkämpfern wurden. Es sei denn, ein weiterer Nachteil der Waffe kam zum Vorschein: Es war möglich, dass die Spundbajonette ihren Halt verloren. Dann steckten sie vorzugsweise im Körper des Feindes fest oder fielen einfach aus dem Lauf. Dann konnte wieder geschossen werden.
Resumée
Die Waffe war ein Fortschritt für die Möglichkeit, in den Nahkampf zu gehen oder einen Nahkampf abzuwehren, ohne reine Nahkämpfer mit sich zu führen. Da die Waffe jedoch eine eigentliche Jagdwaffe war, die konzipiert wurde, um einmalig nach einem erfolgreichen Treffer eingesetzt zu werden, war ihr militärischer Nutzen nur von begrenztem Wert, da Soldaten öfter schießen mussten, auch wenn ein Schuss saß. Dann hatten sie kaum die Zeit, das Seitengewehr aufzustecken und nachher fachgerecht wieder zu entsorgen. Außerdem musste der Kommandant taktisch geschult sein, um den richtigen Moment des letzten Schusses abzupassen, da der Soldat das Seitengewehr zuerst vom Gürtel nehmen musste, in den Lauf stecken musste, bis es klemmte, bevor der Feind zu nah war. Der letzte Schuss musste aber natürlich von Nahem kommen, um einen möglichst großen Erfolg zu gewährleisten. Außerdem war es für die Übersicht nicht förderlich, wenn die Soldaten, die ihr Seitengewehr aufpflanzen sollten, dieses verloren und plötzlich wieder zu schießen begannen. Ein Nahkampf und nachfolgende Feuergefechte konnten so zum Chaos mutieren, bis dahin, dass die Linien aufbrachen, weil schnell feuerbereite Soldaten von hinten nachgeholt werden mussten.
