Jagdbombergeschwader 28
| Jagdbombergeschwader 28 — JaboG 28 — | |
| Daten | |
|---|---|
| Aufstellung: | 1957 |
| Teilstreitkraft: | Luftwaffe |
| Stärke: | ca. 4.500 Soldaten |
| Unterstellung: | Luftflotte 1 2. Luftwaffen-Division |
| Standort: | Reichstal |
| Motto: | Einsatzbereit - Jederzeit - Weltweit |
| Führung | |
| Kommodore: | - |
| Luftfahrzeuge | |
| Kampfflugzeuge: | WA 225 Adler FWA 218 Wirbelsturm |
Das Jagdbombergeschwader 28 (JaboG 28) ist ein Geschwader der Luftwaffe und gehört zu den ältesten fliegenden Einsatzverbänden. Das Geschwader ist der 2. Luftwaffen-Division in Reichstal unterstellt.
Geschichte
Das Geschwader wurde bereits 1957 auf dem Fliegerhorst Reichstal, der später zum Kaiserlichen Zentralflughafen ausgebaut wurde, aufgestellt. In den jährlichen Bewertungen, die durch Luftwaffe stattfanden, schloss das Geschwader immer mit Bestnoten ab, und es wurde als eines der ersten Geschwader den Krisenreaktionskräften zugeteilt.
In den 1990ern Jahren wurde das JaboG 28 mit dem WA 225 Adler als erstes Geschwader mit einem in der Luftwaffe neu eingeführten Flugzeug ausgerüstet. Seitdem sind in dem Geschwader ca. 4.500 Soldaten/Personen stationiert. Diese bestehen hauptsächlich aus Luftwaffensoldaten, aus Mitarbeitern der Standortverwaltung, Sicherungssoldaten, Heeressoldaten, die ein Fernmeldezentrum dort betreiben, der Luftraumüberwachung und einem SUR-Kommando (Suchen Und Retten/Luftrettungshubschrauber).
Das Geschwader als Teil der Krisenreaktionskräfte muss an jährlichen Überprüfungen teilnehmen. Eines war der „MaxEval“ (Maximale Evaluation), eine weitere war der „TakEval“ (Taktische Evaluation). Hinzu kommen weitere Alarme, die von der Luftwaffe auferlegt werden. Da das Geschwader im Jahr mindestens sechs „Vollalarme“, die je über eine Woche andauerten, durchführt und immer bestanden hat, wurde das Jagdbombergeschwader 28 „Boelcke“ auch das erste Geschwader der Luftwaffe, das sich für den Kreis der Krisenreaktionskräfte qualifiziert hatte.
Auftrag
Der Auftrag des JaBoG 28 umfasst unter anderem die Luftraumüberwachung, die Abriegelung aus der Luft, Bekämpfung von feindlichen Luftstreitkräften am Boden und Luftnahunterstützung.
Gliederung
Das JaBoG 28 ist der 2. Luftwaffendivision in Reichstal und diese wiederum der Luftflotte 1 in Hohenburg unterstellt. Geführt wird der Verband durch einen Kommodore im Dienstgrad eines Obersts.
Gegliedert ist das Geschwader in die Fliegende und die Technische Gruppe. Die Fliegende Gruppe (FlgGrp) umfasst die 1., 2. und 3. fliegende Staffel und die Flugbetriebsstaffel. Diese Gruppe ist für den Einsatz und den Flugbetrieb zuständig. Hier werden z. B. Flugdaten wie Kurse, Betankung, Waffenlast usw. festgelegt.
Die Technische Gruppe (TGrp) setzt sich aus der Instandsetzungs/Elektronikstaffel, der Wartungs/Waffenstaffel und der Nachschub/Transportstaffel zusammen. Diese Gruppe kümmert sich um alle technischen Belange der Luftfahrzeuge. Diese beinhalten nicht nur Wartung und Instandsetzung, sondern auch Bewaffnung und Munition, Fallschirmtechnik, Betankung uvm.
Unfälle
Seit der Indienststellung des Geschwaders sind 12 Piloten des Geschwaders tödlich verunglückt. Hauptsächlich war technisches Versagen Ursache für die Abstürze.
Am 31. Januar 2004 kollidierte bei der Übung einer Alarmrotte ein WA 225 Adler in 2500 Metern Höhe mit einem Flügelmann. Dabei wurde eines der beiden Seitenruder abgerissen. In der Folge stürzte dieser in eine unter ihm fliegende Formation und riss zwei weitere Flugzeuge mit sich. Dabei verunglückten sieben Piloten tödlich.
