G 24
| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Gewehr 24 Ausführung D |
| Waffenkategorie | Sturmgewehr |
| Hersteller | Stahlwerke Rhone |
| Technische Daten | |
| Länge | 1.025 mm |
| Breite | 58 mm |
| Höhe | 220 mm |
| Gewicht | 4,4 kg |
| Lauflänge | 450 mm |
| Kaliber | 7,62 x 51 mm |
| Magazin | Stangenmagazin 30 Schuss |
| Reichweite | 500 m (effektiv) |
| Kadenz | 600 Schuss/min |
| Feuerarten | Einzelfeuer, Dauerfeuer |
| Zuberhör | Unterlaufgranatwerfer 40 mm |
Das G 24 ist ein Rückstoßlader mit feststehendem Lauf und beweglich abgestütztem Rollenverschluss. Es ist in der Lage, sowohl halbautomatisches Einzelfeuer als auch Dauerfeuer zu schießen. Das G 24 wurde 1960 als Ersatz des G 19 aus den 40er Jahren eingeführt. Aufgrund seiner Bauweise ist das G 24 zuverlässig und robust, ein ungeübter Schütze hat allerdings mit dem Rückstoß der starken Munition zu kämpfen. Heute wird das G 24 nur noch in der Reserve und bei einigen Spezialeinheiten verwendet. Die regulären Truppen wurden alle mit dem Nachfolger des G 24, dem G 40 ausgestattet. In seinen 40 Dienstjahren wurde das Gewehr mehrfach überarbeitet und verbessert. Um den Bedarf der Reserve- und Ausbildungseinheiten zu decken wurde in den späten 70er Jahren damit begonnen eine einfachere Reservevariante zu produzieren. Das G 24 R (R für Reserve) verfügte lediglich über das mechanische Visier der Ausführungen A und B, keinen Hülsenabweiser und eine fest montierte und keine einklappbare Schulterstütze.
Versionen
G 24 A
Ausführung A war die erste Version, die für die Streitkräfte produziert wurden. Sie verfügte lediglich über ein mechanisches Visier. Schon in der Erprobung wurde die primitive Visierung kritisiert. Da allerdings kein geeignetes optisches Zielsystem vorhanden war, wurde die Waffe angeschafft und 1960 eingeführt.
G 24 B
Ausführung B wurde ab 1966 mit einer einklappbaren Schulterstütze aus Metall, anstelle der statischen Schulterstütze aus Holz und einem Tragegurt ausgeliefert. Dies sollte die Handhabung der Waffe außerhalb des Kampfes verbessern. Nach wie vor stellte aber die primitive Visierung ein Problem dar.
G 24 C
Ausführung C rüstete 1974 bestehende G 24 mit einem Reflexvisier auf. Dies ermöglichte viel leichteres Zielen und beseitigte einige Probleme der Ausführungen A und B.
G 24 R
Die Reserveausführung entsprach in weiten Teilen der Ausführung A. Allerdings hatte sie eine Metallschulterstütze und den Tragegurt der Ausführung B.
G 24 D
Die Ausführung D war eine Weiterentwicklung der Ausführung C, die anstelle einer festen Visiereinrichtung eine Mehrzweckschiene hatte, an der verschiedene Visiereinrichtungen angebracht werden konnten. Von dieser Ausführung wurden nur wenige produziert, da kurz nach der Entwicklung das G 40 verfügbar wurde. Allerdings sind einige dieser Waffen verstärkt an Scharfschützen auf Zug- und Kompanieebene ausgegeben worden.
Trivia
Das G 24 war berühmt für seine starke Munition und seine vergleichbar primitive Visiereinrichtung der ersten Versionen. Ein berühmter Soldatenspruch über das G 24 war: "Kugel geht bis Koskow, trifft aber kein Scheunentor."