GF 29 Hermelin I

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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GF 29 Hermelin I
Allgemeines
Bezeichnung Geländefahrzeug 29 „Hermelin I“ Transporter Ausführung C
Waffenkategorie Geländefahrzeug
Hersteller Tiedemann'sche Motorenwerke
Technische Daten
Besatzung 1 (Fahrer)
Länge 4,32 m
Breite 1,69 m
Höhe 1,92 m
Radstand 2,40 m
Gewicht 2,7 t
Antrieb TMW 90 4-Zylinder-Dieselmotor mit 72 PS
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h
Reichweite ca. 600 km
Bewaffnung
  • Keine montierte
  • Halterung für 4 G 40

Das Geländefahrzeug Hermelin ersetzte Anfang der 90er Jahre zahlreiche geländegängige Fahrzeuge der dreibürgischen Streitkräfte. Dabei diente die Version Transporter als Basisversion. Neben der Basisversion gab es die Version für Führungs- und Stabsdienste, einen Aufklärer und Artilleriebeobachter, der in Feldartillerieeinheiten zusammen mit dem Iltis-Mörserträger eingesetzt wurde. Bis 2015 soll ein Nachfolger für die Fahrzeuge des Typs Hermelin gefunden werden. Viele Varianten wurden bereits Ende der 90er Jahre durch Varianten des leistungsstärkeren GF 49 Hermelin II ersetzt.

Entwicklung

In den 90er Jahren forderte der Reichsführungsstab nach einer Vereinheitlichung des Fuhrparks. So nutze das Heer die leichten Geländewagen GF 11 Hyäne und GF 19 Schakal, die Marine den Schwimmwagen Robbe und die Luftwaffe den leichten Transporter LKF 17 Fasan. Da die Wartung all dieser Fahrzeuge zu teuer war und sowohl Robbe als auch Hyäne deutliche Alterserscheinungen aufwiesen, schrieben alle drei Teilstreitkräfte, die geheime Feldpolizei und die kaiserliche Feldpolizei gemeinsam die Suche nach einem neuen Fahrzeug aus. Darauf begannen mehrere Automobil- aber aus Rüstungskonzerne um den Auftrag zu wetteifern, der eine Produktionszahl von 500.000 Fahrzeugen und eine Auftragsdauer von 12 Jahren umfassen sollte. Schließlich wurden die Tiedemann'sche Motorenwerke, die Reichstaler Automatenfabrik und die Motorenwerke Tuusdorf mit der Konstruktion von jeweils 5 Prototypen beauftragt. Bei den Erprobungen erwies sich der Entwurf der Tiedemann'schen Motorenwerke, RP UGW II als bester und wurde dann als GF 29 Hermelin 1991 zunächst beim Heer und dann ab 1994 in allen Teilstreitkräften eingeführt.

Varianten

Das Geländefahrzeug Hermelin ist in zahlreichen Varianten verfügbar. Hier werden nur die wichtigsten aufgelistet.

Transporter

Der Transporter ist die Basisversion des GF 29 Hermelin. Der GF 29 TA Hermelin war 1991 die erste Version, die an das Heer übergeben wurde. Hermeline der Transporter-Ausführung sind unbewaffnet und verfügen lediglich über Halterungen für Sturmgewehre. Die Variante GF 29 TA hatte davon vier Stück, für das G 24 Sturmgewehr. 1996 wurde die Weiterentwicklung des GF-29-T-Typs eingestellt, da mit dem GF 49 Hermelin II ein größerer Geländewagen zur Verfügung stand und die Kapazitäten des GF 29 TA zu gering waren. 2001 wurde die Variante TC eingeführt, da inzwischen das Sturmgewehr der Streitkräfte gewechselt hatte. Als Modifikation 1 bezeichnet man Umrüstungen alter GF 29 TA, die neue Sturmgewehrhalterungen, neue Funkgeräte und einen verbesserten Motor erhielten. Als Modifikation 2 bezeichnete man solche Fahrzeuge, die lediglich einen neuen Motor, aber keine neuen Funkgeräte oder Waffenhalterungen erhielten. Diese werden vor allem in Reserveeinheiten eingesetzt, die noch das G 24 führen. Insgesamt wurden nur 90.000 GF 29 T gebaut, gegenüber 300.000 geplanten Fahrzeugen. Dies hing vor allem mit dem Aufkommen des GF 49 Hermelin II zusammen.

Führungs- und Stabsdienste

Fahrzeuge der Variante FS unterschieden sich vor allem durch die reduzierte Anzahl an Sturmgewehrhalterungen (zwei statt vier), eine bequemere Rückbank für höhere Stabsoffiziere und ein verbessertes Funkgerät von der Basisversion. 1997 wurden die Sturmgewehrhalterungen entfernt und ein verbessertes Funkgerät wurde eingebaut. 2005 erfolgte die Aufrüstung auf C-Standard. Dazu wurde der verbesserte Motor der TC-Variante eingebaut. Etwa 70.000 Geländefahrzeuge FS wurden gebaut.

Aufklärer- und Artilleriebeobachter

Zu den vier Grundvarianten gehörte auch eine Aufklärervariante. Diese sollte die Artilleriebeobbachter bei ihren Aufgaben unterstützen und die Aufklärungseinheiten des Heeres unterstützen. Die Aufklärer besaßen neben der Ausstattung der T-Variante ein Nachtsichtgerät, eine Leutpistole mit 8 Schuss Munition. Dafür gab es nur drei Sturmgewehrhalterungen. 1997 erfolgte die Einführung eines neuen Nachtsichtgerätes und der Einbau eines Zielkoordinatenrechners. Etwa 40.000 GF 29 AA wurden gebaut.

Sanitätsfahrzeug

Schon bei der Einführung des Sanitätshemrelins wurde Kritik, ob der geringen Größe laut. So konnte der Sanitäter im Laderaum kaum agieren. Schon 1999 wurden deshalb die letzten GF 29 SANA zugunsten von GF 49 SANA außer Dienst gestellt.

Einsatz

Das Geländefahrzeug 29 Hermelin ist seit 1991 bei den Streitkräften in Dienst und wurde insgesamt 200.000 mal gebaut. Das Heer setzt noch 60.000 GF 29 ein. Davon sind die meisten Aufklärer und Artilleriebeobachter, sowie Führungs- und Stabsfahrzeuge. Dei Luftwaffe setzt in großem Maßstab GF 29 TC ein. Auch die Feldpolizei nutzt immer noch viele FS- und T-Varianten. Viele dieser Fahrzeuge wurden auch an Polizeibehörden, vor allem in den Kolonien weitergegeben.