40-mm-Granate

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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40-mm-Granaten sind Patronen die zum Abschuss aus handgehaltenen oder lafettierten Granatwerfern vorgesehen sind.

Funktionsprinzip

Bei den 40-mm-Granaten wird das sogenannte Hochdruck-Niederdrucksystem verwendet. Hierbei ist die Treibladung in einer besonders dickwandigen Kammer innerhalb der Granaten Kartusche untergebracht, wo sie nach der Zündung unter einem Druck von über 2400 bar effizient verbrennen kann. Nach dem Brechen von Sollbruchstellen strömen die Pulvergase über eine Anzahl enger Kanäle aus der Kammer wobei sich ihr Druck auf etwa 200 bar verringert, durch das verzögerte Ausströmen aber längere Zeit auf diesem Niveau bleibt. Die Granate erreicht dadurch eine Mündungsgeschwindigkeit von etwa 75 m/s beziehungsweise 240 m/s für Versionen mit starker Treibladung wie sie in Maschinengranatwerfern verwendet werden.

Versionen

40-mm-Granaten werden in den Streitkräften Dreibürgens in verschiedenen Varianten geführt.

40 x 46 mm

Die Standardmunition zum Einsatz in handgehaltenen 40 mm Granatwerfern wie dem G40-GW oder dem GW 6. Das Geschoss erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit von 75 m/s und eine Reichweite von etwa 400m.

40 x 51 mm

Diese Version wurde Mitte der 90er als reichweitengesteigerte Alternative für den Einsatz in handgehaltenen Granatwerfern entwickelt. Die Mündungsgeschwindigkeit der Geschosse beträgt 100 m/s wodurch die Granaten Flugweiten bis 800 m erreichen können. Bislang wird diese Patrone lediglich mit der Ausführung C des GW 6 verwendet während für die als Zubehör für Sturmgewehre konzipierten Unterlaufgranatwerfer weiterhin die schwächeren 40 x 46 mm Granaten genutzt werden.

40 x 53 mm

Die schwere Hochgeschwindigkeitsversion der 40-mm-Granate erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit von 240 m/s und Geschossflugweiten von bis zu 2200 m. Diese Variante wäre in handgehaltenen Granatwerfern nicht beherrschbar und ist daher ausschließlich zum Gebrauch in Maschinengranatwerfern wie dem MGW 7 vorgesehen.

Munitionsarten

HE-Granate

Die HE-Fragmentierungs- oder kurz HE-Granate dient zum Einsatz gegen weiche Ziele. Der Gefechtskopf wird durch etwa 32g Hochexplosivsprengstoff in 250 bis 1500 Fragmente zerbrochen die gegen ungeschützte Personen innerhalb eines Radius von 3m tödlich wirken. Die HE-Granate ist insbesondere zur Säuberung geschlossener Räume oder zur Vernichtung kleiner feindlicher Stellungen effektiv.

PB-Granate

Die panzerbrechende Granate trägt eine 45g Hohlladung die in der Lage ist das Schutzäquivalent von bis zu 50mm Panzerstahl zu durchdringen und eignet sich damit zur Bekämpfung leicht gepanzerter Fahrzeuge oder zum Stoppen ungepanzerter Fahrzeuge durch Schuss in den Motorblock. In einer sekundären Funktion wirkt die Granate durch Fragmentierung auch gegen weiche Ziele in der Nähe des Einschlagpunktes.

Blendgranate

Die 40 mm Blendgranate detoniert mit einem lauten Knall und starker Blendwirkung. Sie ist dafür vorgesehen Gegner vorübergehend kampfunfähig zu machen um sie ohne den Einsatz tödlicher Gewalt überwältigen zu können und entfaltet ihre volle Wirkung in geschlossenen Räumen.

Tränengas

Diese Munition dient dazu Gegner durch den Einsatz nicht-tödlicher chemischer Kampfmittel die stark reizend auf die Augen sowie den Nasen und Rachenraum wirken kampfunfähig zu machen um sie ohne den Einsatz tödlicher Gewalt überwältigen zu können.

Rauchgranate

Rauchgranaten sind in erster Linie dafür vorgesehen durch das Legen einer Nebelwand Bewegungen eigener Truppen zu verschleiern und so Stellungswechsel oder einen Rückzug zu decken. Es existieren auch Versionen mit farbigem Rauch die in einer sekundären Funktion als Signalmunition eingesetzt werden können.

Signalfackel

Bei der Signalfackel handelt es sich um langsam brennende Leuchtmunition die nach Abschuss an einem kleinen Fallschirm der sich etwa am Scheitelpunkt der Geschossflugbahn öffnet langsam zu Boden gleitet. Mit dem zunehmenden Einsatz von Restlichtverstärkern hat die Verwendung dieser Munition zur Gefechtsfeldbeleuchtung stark an Bedeutung verloren, allerdings wird sie nach wie vor in verschiedenen Farben als Signalmunition eingesetzt.

Gummigeschoss

Geschosse dieser Art sind zum Einsatz als nicht-tödliche Antipersonenmunition mit mannstoppender Wirkung vorgesehen.

Übungsmunition

Übungsgranaten sind ausschließlich zum Einsatz im Waffentraining vorgesehen und enthalten keinen Sprengstoff. Ein dünnwandiger mit Pulver gefüllter Behälter an Stelle des Gefechtskopfes zerplatzt beim Aufprall und markiert so den Auftreffpunkt des Geschosses.