Regiment
Das Regiment ist eine mittelgroße militärische Formation des Heeres, die üblicherweise als ein homogener militärischer Verband aus Bataillonen nur einer Waffengattung zusammengesetzt ist. Ein Regiment kann im dreibürgischen Heer Teil einer Brigade oder (meist als Unterstützungseinheit) direkt einer Division unterstellt sein.
Organisation
Ein Regiment verfügt über eine Stärke von 600 bis 4.800 Soldaten und besteht normalerweise aus 2 bis 4 Bataillonen.
Geschichte
Das Regiment war ursprünglich, eine Verwaltungseinheit und kein taktischer Truppenkörper.
Die Inhaber eines Regiments waren Kriegsunternehmer, die im Auftrag der kriegführenden Fürsten auf eigene Rechnung Söldner anwarben, bewaffneten, ausrüsteten und bezahlten, um sie unter ihrem Kommando dann dem Auftraggeber gegen Geld zur Verfügung zu stellen. Der Regimentschef stellte in der Regel auch die Versorgung seines Regiments auf eigene Rechnung sicher, der Preis für Verpflegung und die Uniformierung wurde dann den Soldaten vom Sold abgezogen. Durch Großeinkauf oder eigene Herstellung dieser Güter konnte der Regimentschef erhebliche Preisvorteile erreichen und somit beträchtliche Gewinne erzielen. Mit dem Übergang zu den stehenden Heeren verfestigte sich diese Regimentswirtschaft, auch wenn der Regimentschef nunmehr primär ein Offizier seines Fürsten war.
Auch wenn Regimenter in ihrer historischen Form abgeschafft sind, existieren sie als Organisationseinheit weiter um Bataillone gleicher Gattung, die ansonsten gemischten Brigaden unterstellt sind, zusammenzufassen oder in Bataillonsstärke die Bezeichnung aus Traditionsgründen weiter zu führen.
Führung
Ein Regiment wird üblicherweise von einem Regimentskommandeur im Rang eines Oberstleutnant bis zum Rang eines Stabsoberst befehligt dem zur Verwaltung des Regiments ein eigener Stab zur Verfügung steht.