Fachoffizier

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Fachoffizier
SK HE Fachoffizier.png
Schulterklappe
Heer

Der Fachoffizier ist ein Dienstgrad in der Dienstgradgruppe der Feldwebelleutnante und Fachoffiziere und gehört innerhalb dieser zur Untergruppe der Fachoffiziere. Er folgt auf den Feldwebelstabsleutnant und ist dem Stabsfachoffizier untergeordnet.

Geschichte

Als Fachoffiziere bezeichnete man im 19. Jahrhundert zunächst solche Offiziere, die nicht aufgrund der Ausbildung an einer Offiziersakademie, sondern aufgrund ihrer Fertigkeiten in nicht-militärischen Gebieten in das Offizierskorps aufgenommen wurden. Im 20. Jahrhundert wuchs das Verlangen auch nicht-studierte Spezialisten in die Streitkräfte aufzunehmen, diese aber in einer exponierten Stellung zu belassen. Für sie wurde im frühen 20. Jahrhundert der Dienstgrad des Fachoffiziers geschaffen. Die ersten Fachoffiziere waren im Heer vor allem Übersetzer, Funkspezialisten und Piloten. Zunächst wurde der Fachoffizier keiner festen Position in der Kommandokette zugeteilt. Er trug die selbe Schulterklappe wie der Leutnant aber die Uniform eines Feldwebels. In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Fachoffizier den Feldwebelleutnanten zugeordnet und bildet seitdem mit ihnen eine Dienstgradgruppe. In den 90er Jahren fiel die Verwendungsbezeichnung, die hinter dem Dienstgrad genannt wurde weg.

Dreibürgische Streitkräfte

Anrede

Die Anrede eines Fachoffiziers innerhalb der dreibürgischen Streitkräfte lautet Herr Fachoffizier beziehungsweise Frau Fachoffizier.

Kaiserliches Heer

Fachoffiziere sind entweder Zivilisten, die aufgrund einer besonderen Fähigkeit einberufen wurden und bereits zumindest den Grundwehrdienst abgeschlossen haben oder erfahrene Unteroffiziere, die besondere Fähigkeiten beweisen haben. Fachoffiziere ersetzen beim Heer zumeist Leutnante in entsprechenden Fachverwendungen. So übernehmen sie häufig Aufgaben eines Kommandeurs eines komplexen Waffensystems oder werden in Stäben von Einheiten in Kompanie- oder Bataillonsgröße als Verwaltungsoffiziere oder als Kompanieoffiziere eingesetzt. Anders als Leutnante haben sie allerdings kein Offizierspatent.

Kaiserliche Luftwaffe

Als Fachoffiziere werden bei der Luftwaffe vor allem zivile Piloten einberufen, die keine militärische Pilotenausbildung haben. Reservisten, die einen Flugschein für Verkehrsflugzeuge machen werden automatisch zum Fachofizier befördert und der Luftwaffe im Mobilisierungsfall zur Verfügung gestellt. Eine ähnliche Regelung besteht für Mitarbeiter der Flugzeugindustrie des Kaiserreichs Dreibürgen. Ab einer bestimmten, leitenden Tätigkeit werden dort beschäftigte Reservisten ebenfalls in den Dienstgrad eines Fachoffiziers der Reserve befördert und bei einer Mobilisierung entsprechend verwendet.