Fähnrich

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Fähnrich
SK HE Fähnrich.png
Schulterklappe
Heer

Der Fahnenjunker ist der mittlere, der drei Offiziersanwärterdienstgrade. Über ihm steht in der Dienstgradabfolge der Offiziersanwärter der Oberfähnrich, unter ihm der Fahnenjunker. Das Äquivalent innerhalb der Marine ist der Fähnrich zur See.

Geschichte

Fähnriche waren im 16. Jahrhundert die Fahnenträger von Landsknechtregimentern. Anders als Fahnenjunker früherer Zeiten waren Sie keine junge Adelige, sondern besoldete Soldaten, denen besondere Tapferkeit zugetraut wurde. Sie mussten die Fahne des Regiments in jedem Fall halten und entsprechend verteidigen. Sobald die Fahne fiel, brach häufig die Disziplin des Fähnleins oder des Regiments zusammen. Im 18. Jahrhundert wandelte sich der Fähnrich zunächst zum niedrigsten Offiziersdienstgrad. Seine aufgaben als Fahnenträger übernahmen so genannte Freikorporale oder Fahnenjunker. In der Kavallerie nannte man den Fähnrich Kornett. Die Artillerie kannte kein Äquivalent. 1834 wurde der Fähnrich in der Armee des Großherzogtums Werthen zum Offizier auf Probe, der vor Erhalt seines Offizierspatens ein Jahr in diesem Dienstgrad als Quasi-Offizier dienen musste. Nach der Reichsgründung 1874 wurde der Fähnrich schließlich zum obersten Offiziersanwärterdienstgrad.

Dreibürgische Streitkräfte

Anrede

Die Anrede eines Fahnenjunkers innerhalb der dreibürgischen Streitkräfte lautet Herr Fähnrich beziehungsweise Frau Fähnrich.

Kaiserliches Heer

Der Dienstgrad des Fähnrichs wird üblicherweise nur über die Beförderung aus dem Dienstgrad des Fahnenjunkers erreicht. Die Fahnenjunker werden nach dem Erreichen von 25 Punkten nach dem Leistungsschema der Akademie zu Fähnrichen befördert. Nur Feldwebelleutnante werden, wenn sie auf die Akademie versetzt werden direkt als Fähnrich eingestellt. Die Beförderung zum Oberfähnrich erfolgt nach dem erreichen von 50 Punkten im Laufe des Offizierslehrgangs.

Kaiserliche Luftwaffe

In der Luftwaffe gelten die selben Bedingungen wie im Heer.