Kaiserliche Militärakademie zu Greifenburg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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[[Datei:MilAk.png|thumb|250px|left|Hauptgebäude der Militärakademie zu Greifenburg im alten Kronprinzenpalais]]
 
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Neben den traditionsreichen Einrichtungen der Akademie, wie der Zentralbibliothek der Streitkräfte, dem im 19. Jahrhundert angelegten Reitplatz, sowie dem größtenteils noch im Originalzustand belassenen Auditorium Maximum, verfügt die Akademie ebenso über modernste Ausbildungsstätten, wie das außerhalb Greifenburgs gelegene Gefechtsübungsgelände, einen für sämtliche Handwaffensysteme ausgelegten Schießstand und exzellent ausgestattete Hörsäle und Seminarräume. Die Offizieranwärter sind in einem direkt an die Akademie angeschlossenen Quartierstrakt jeweils in 2-Mann Stuben untergebracht, welcher darüber hinaus direkt an den großen Exerzierplatz angrenzt.
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Neben den traditionsreichen Einrichtungen der Akademie, wie der Zentralbibliothek der Streitkräfte, dem im 19. Jahrhundert angelegten Reitplatz, sowie dem größtenteils noch im Originalzustand belassenen Auditorium Maximum, verfügt die Akademie ebenso über modernste Ausbildungsstätten, wie das außerhalb Greifenburgs gelegene Gefechtsübungsgelände, einen für sämtliche Handwaffensysteme ausgelegten Schießstand und exzellent ausgestattete Hörsäle und Seminarräume. Die Offizieranwärter sind auf dem Gelände der Akademie jeweils in 2-Mann Stuben untergebracht.
  
 
==Ausbildung==
 
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===Alte Stallmeisterei===
 
===Alte Stallmeisterei===
Die alte Stallmeisterei wurden bis 1820 für die Verwaltung der Kavalleriekaserne verwendet. 1832 wurde das Gebäude umgebaut und diente bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts als Unterkunft für die Ausbilder der Akademie. Das Gebäude wurde daraufhin als zusätzliche Unterkunft für Offiziersanwärter genutzt, bis es in den 60er Jahren zum Lehrgebäude umgebaut wurde. Die Hörsäle des Gebäudes werden vor allem für Vorlesungen in Rechtswissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften verwendet. Bemerkenswert ist sicherlich der zweitgrößte Hörsaal der Akademie, der Hörsaal 5 "Generaloberst von Leeb". Er wurde 2011 nach dem ehemaligen Generalstabschef des Reichsführungsstabes Generaloberst a.D. von Leeb benannt.
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Die alte Stallmeisterei wurden bis 1820 für die Verwaltung der Kavalleriekaserne verwendet. 1832 wurde das Gebäude umgebaut und diente bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts als Unterkunft für die Ausbilder der Akademie. Das Gebäude wurde daraufhin als zusätzliche Unterkunft für Offiziersanwärter genutzt, bis es in den 60er Jahren zum Lehrgebäude umgebaut wurde. Die Hörsäle des Gebäudes werden vor allem für Vorlesungen in Rechtswissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften verwendet. Bemerkenswert ist sicherlich der zweitgrößte Hörsaal der Akademie, der Hörsaal 5 "Generaloberst von Leeb". Er wurde 2011 nach dem ehemaligen Generalstabschef des Reichsführungsstabes Generaloberst a.D. von Leeb benannt. In der alten Stallmeisterei liegt auch die zentrale Mensa der Militärakademie.
  
 
===Neue Stallmeisterei===
 
===Neue Stallmeisterei===
Die Neue Stallmeisterei ist das Hauptgebäude der Akademieverwaltung. Die Neue Stallmeisterei wurde im frühen 19. Jahrhundert als Gebäude zur Verwaltung der Stallungen errichtet. Mit der Auflösung der Kavalleriekaserne wurde das Gebäude kurzzeitig Teil der Militärakademie, bevor es 1856 zum "Festungsgefängnis" für hochrangige Gefangene umgebaut. 1879 wurde hier zum Beispiel der gestürzte König von Auerbach festgehalten. 1891 wurde das Gebäude kurzfristig zur Militärstrafanstalt für Offiziere umgewandelt, bevor es 1922 wieder zum Verwaltungsgebäude wurde.
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Die Neue Stallmeisterei ist das Hauptgebäude der Akademieverwaltung. Die Neue Stallmeisterei wurde im frühen 19. Jahrhundert als Gebäude zur Verwaltung der Stallungen errichtet. Mit der Auflösung der Kavalleriekaserne wurde das Gebäude kurzzeitig Teil der Militärakademie, bevor es 1856 zum "Festungsgefängnis" für hochrangige Gefangene umgebaut wurde. 1879 wurde hier zum Beispiel der gestürzte König von Auerbach festgehalten. 1891 wurde das Gebäude kurzfristig zur Militärstrafanstalt für Offiziere umgewandelt, bevor es 1922 wieder zum Verwaltungsgebäude der Militärakademie wurde.
  
 
===Juridikum===
 
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===Marstall===
 
===Marstall===
Im Marstall, dem alten Pferdestall der Gardekaserne sind seit 1944 die Offiziersanwärter in Zweibettzimmern untergebracht. Zunächst sollte der Marstall in den 60er Jahren durch einen Neubau ersetzt werden. Gegen dieses Vorhaben wendeten sich allerdings zahlreiche ehemalige Offiziersanwärter und so wurde der Marstall zunächst übergangsweise behalten. Dank des kontinuierlichen Wachstums der Akademie wurde der Raum allerdings bald wieder vollständig als Wohnraum benötigt und weiter genutzt. Der Marstall wurde zuletzt 1990 bis 1994 saniert.
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Im Marstall, dem alten Pferdestall der Gardekaserne sind seit 1944 die Offiziersanwärter in Zweibettzimmern untergebracht. Zunächst sollte der Marstall in den 60er Jahren durch einen Neubau ersetzt werden. Gegen dieses Vorhaben wendeten sich allerdings zahlreiche ehemalige Offiziersanwärter und so wurde der Marstall zunächst übergangsweise behalten. Dank des kontinuierlichen Wachstums der Akademie wurde der Marstall allerdings bald wieder vollständig als Wohnraum benötigt und entsprechend weiter genutzt. Der Marstall wurde zuletzt 1990 bis 1994 saniert. Im Marstall liegt die kleine Mensa der Militärakademie, die vor allem für die im Marstall wohnenden Offiziersanwärter genutzt wird.
  
 
===Quartiergebäude===
 
===Quartiergebäude===
Als die Zahl der Rekruten Zunahme wurde zwischen 1967 und 1969 das Quartiergebäude an das Hauptgebäude der Militärakademie angebaut. Sollte es zunächst den Marstall ersetzten wurde es später als willkommene Ergänzung zu den alten Gebäuden gesehen. Seit 2012 wird es um einen weiteren Trakt ergänzt.
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Als die Zahl der Rekruten zunahm wurde zwischen 1967 und 1969 das Quartiergebäude an das Hauptgebäude der Militärakademie angebaut. Sollte es zunächst den Marstall ersetzten wurde es später als willkommene Ergänzung zu den alten Gebäuden gesehen. Zwischen 2012 und 2013 ist ein weiterer Wohntrakt als Anbau entstanden. Seit Herbst 2013 werden hier Offiziersnawärter untergebracht.
  
 
===Lehrgebäude I===
 
===Lehrgebäude I===
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===Lehrgebäude II===
 
===Lehrgebäude II===
Dieses Gebäude wurde 1971 errichtet um zusätzliche Räume für die Ausbildung von Spezialisten, auch abseits der Offiziersausbildung bereit stellen zu können. Heute wird das Gebäude für alle möglichen Lehrgänge verwendet.
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Dieses Gebäude wurde 1971 errichtet um zusätzliche Räume für die Ausbildung von Spezialisten, auch abseits der Offiziersausbildung bereit stellen zu können. Heute wird das Gebäude für verschiedene Lehrgänge verwendet.
  
===Im Bau===
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===Lehrgebäude III===
Seit 2011 werden neue Lehr- und Wohngebäude geplant und errichtet. Dazu gehören das Lehrgebäude III, ein neuer Trakt für das Quartiergebäude und das neue Bibliotheksgebäude, dass 2014 die Zentralbibliothek aufnehmen soll.
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Das Lehrgebäude III ist seit 2014 in Nutzung und enthält zwei moderne Hörsäle und 12 neue Seminarräume.
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===Bibliotheksgebäude===
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Teile der Bibliothek ziehen seit 2014 in das neue Bibliotheksgebäude der Militärakademie um. So soll vor allem Platz geschaffen werden um die technische Literatur angemessen unterzubringen. Im Bibliotheksgebäude hat auch das neue Zentrale Militärarchiv der Streitkräfte seinen offiziellen Sitz.

Aktuelle Version vom 1. März 2014, 00:25 Uhr

Die Kaiserliche Militärakademie zu Greifenburg ist eine Militärhochschule mit langer Tradition. In den altehrwürdigen Gebäuden der Akademie, welche am Rande der Greifenburger Altstadt inmitten einer ausgedehnten Parkanlage gelegen sind, wird bis zum heutigen Tage der dreibürgische Offiziersnachwuchs ausgebildet. Bevor das Gelände zur Militärakademie wurde, war es eine Kaserne der Gardekavallerie. 1828 wurde durch eine Weisung des Großherzogs von Werthen das Gelände der neu gegründeten Offiziersakademie zur Verfügung gestellt.

Hauptgebäude der Militärakademie zu Greifenburg im alten Kronprinzenpalais

Neben den traditionsreichen Einrichtungen der Akademie, wie der Zentralbibliothek der Streitkräfte, dem im 19. Jahrhundert angelegten Reitplatz, sowie dem größtenteils noch im Originalzustand belassenen Auditorium Maximum, verfügt die Akademie ebenso über modernste Ausbildungsstätten, wie das außerhalb Greifenburgs gelegene Gefechtsübungsgelände, einen für sämtliche Handwaffensysteme ausgelegten Schießstand und exzellent ausgestattete Hörsäle und Seminarräume. Die Offizieranwärter sind auf dem Gelände der Akademie jeweils in 2-Mann Stuben untergebracht.

Ausbildung

Gemäß der Tradition der Akademie, werden hier Offiziersanwärter aller Teilstreitkräfte gemeinsam vorwiegend allgemeinmilitärisch ausgebildet. Oberstes Lehrziel stellt die Vermittlung der Grundfertigkeiten und Kenntnisse dar, die ein Offizier der dreibürgischen Streitkräfte besitzen muss. Ebenso wird großer Wert darauf gelegt, den angehenden Offizieren Geschichte und Tradition der dreibürgischen Streitkräfte nahe zu bringen. Darüber hinaus ist es bereits ausgebildeten Offizieren möglich, an der Akademie ein Stabsoffiziers- oder Generalsexamen abzulegen.

Die an der Akademie unterrichtenden Dozenten entstammen sämtlichen Teilstreitkräften und sind größtenteils bereits kampferfahren und hochdekoriert. Vorlesungen, Lehrgänge und Seminare werden ausschließlich durch Stabsoffiziere und Generale bzw. Admirale geleitet. Die praktischen Ausbildungsabschnitte übernehmen in der Regel erfahrene Unteroffiziere oder Feldwebelleutnante.

Räumlichkeiten

Hauptgebäude

Im Hauptgebäude befinden sich die ältesten Teile der Militärakademie mit fünf Hörsälen. Dazu gehört auch das Auditorium Maximum mit 900 Sitzplätzen im Herz des Gebäudes. Die Hörsäle 1 bis 4 sind kleinere Hörsäle Westflügel der Akademie. Die Akademieleitung mit dem Büro des Direktors sitzt im zweiten Stockwerk. Im Bibliothekstrakt im Ostflügel des Gebäudes enthält die Zentralbibliothek der Streitkräfte, die gleichzeitig als Bibliothek der Akademie fungiert.

Alte Stallmeisterei

Die alte Stallmeisterei wurden bis 1820 für die Verwaltung der Kavalleriekaserne verwendet. 1832 wurde das Gebäude umgebaut und diente bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts als Unterkunft für die Ausbilder der Akademie. Das Gebäude wurde daraufhin als zusätzliche Unterkunft für Offiziersanwärter genutzt, bis es in den 60er Jahren zum Lehrgebäude umgebaut wurde. Die Hörsäle des Gebäudes werden vor allem für Vorlesungen in Rechtswissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften verwendet. Bemerkenswert ist sicherlich der zweitgrößte Hörsaal der Akademie, der Hörsaal 5 "Generaloberst von Leeb". Er wurde 2011 nach dem ehemaligen Generalstabschef des Reichsführungsstabes Generaloberst a.D. von Leeb benannt. In der alten Stallmeisterei liegt auch die zentrale Mensa der Militärakademie.

Neue Stallmeisterei

Die Neue Stallmeisterei ist das Hauptgebäude der Akademieverwaltung. Die Neue Stallmeisterei wurde im frühen 19. Jahrhundert als Gebäude zur Verwaltung der Stallungen errichtet. Mit der Auflösung der Kavalleriekaserne wurde das Gebäude kurzzeitig Teil der Militärakademie, bevor es 1856 zum "Festungsgefängnis" für hochrangige Gefangene umgebaut wurde. 1879 wurde hier zum Beispiel der gestürzte König von Auerbach festgehalten. 1891 wurde das Gebäude kurzfristig zur Militärstrafanstalt für Offiziere umgewandelt, bevor es 1922 wieder zum Verwaltungsgebäude der Militärakademie wurde.

Juridikum

Das Jurdikum der Militärakademie wurde erst 1971 errichtet und schließt an die Alte Stallmeisterei an. Hier befindet sich die juristische Bibliothek der Akadmie. Außerdem finden hier juristische Seminare statt.

Marstall

Im Marstall, dem alten Pferdestall der Gardekaserne sind seit 1944 die Offiziersanwärter in Zweibettzimmern untergebracht. Zunächst sollte der Marstall in den 60er Jahren durch einen Neubau ersetzt werden. Gegen dieses Vorhaben wendeten sich allerdings zahlreiche ehemalige Offiziersanwärter und so wurde der Marstall zunächst übergangsweise behalten. Dank des kontinuierlichen Wachstums der Akademie wurde der Marstall allerdings bald wieder vollständig als Wohnraum benötigt und entsprechend weiter genutzt. Der Marstall wurde zuletzt 1990 bis 1994 saniert. Im Marstall liegt die kleine Mensa der Militärakademie, die vor allem für die im Marstall wohnenden Offiziersanwärter genutzt wird.

Quartiergebäude

Als die Zahl der Rekruten zunahm wurde zwischen 1967 und 1969 das Quartiergebäude an das Hauptgebäude der Militärakademie angebaut. Sollte es zunächst den Marstall ersetzten wurde es später als willkommene Ergänzung zu den alten Gebäuden gesehen. Zwischen 2012 und 2013 ist ein weiterer Wohntrakt als Anbau entstanden. Seit Herbst 2013 werden hier Offiziersnawärter untergebracht.

Lehrgebäude I

Im 1930 eröffneten und in den 1980er Jahren restaurierten Lehrgebäude befinden sich vier Hörsäle und dreißig Seminarräume. Die Hörsäle 11 bis 14 und die Seminarräume dienen vor allem der technischen Fakultät der Militärakademie. Hier werden angehende Ingenieure geschult. Zum Lehrgebäude gehört folgerichtig auch der in den 90er Jahren angebaute technische Trakt mit Laboratorien und Werkstätten.

Lehrgebäude II

Dieses Gebäude wurde 1971 errichtet um zusätzliche Räume für die Ausbildung von Spezialisten, auch abseits der Offiziersausbildung bereit stellen zu können. Heute wird das Gebäude für verschiedene Lehrgänge verwendet.

Lehrgebäude III

Das Lehrgebäude III ist seit 2014 in Nutzung und enthält zwei moderne Hörsäle und 12 neue Seminarräume.

Bibliotheksgebäude

Teile der Bibliothek ziehen seit 2014 in das neue Bibliotheksgebäude der Militärakademie um. So soll vor allem Platz geschaffen werden um die technische Literatur angemessen unterzubringen. Im Bibliotheksgebäude hat auch das neue Zentrale Militärarchiv der Streitkräfte seinen offiziellen Sitz.