Spezialeinsatzkommando: Unterschied zwischen den Versionen
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Den Anwärter steht nach dem bestandenen Auswahlverfahren eine mehrmonatige Spezialausbildung bevor, in der vor allem körperliche und psychische Belastbarkeit, aber auch das Eindringen in Gebäude, Fahr- und Klettertraining, Kampfsport sowie umfassende Schießfertigkeiten geübt werden. Hierbei werden die SEK-Anwärter gezielt an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit gebracht. | Den Anwärter steht nach dem bestandenen Auswahlverfahren eine mehrmonatige Spezialausbildung bevor, in der vor allem körperliche und psychische Belastbarkeit, aber auch das Eindringen in Gebäude, Fahr- und Klettertraining, Kampfsport sowie umfassende Schießfertigkeiten geübt werden. Hierbei werden die SEK-Anwärter gezielt an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit gebracht. | ||
Je nach Reichsland müssen die Beamten die Zugriffskräfte eines SEK beim Erreichen einer Altersgrenze, die bei etwa 45 Jahren liegt, wieder verlassen. | Je nach Reichsland müssen die Beamten die Zugriffskräfte eines SEK beim Erreichen einer Altersgrenze, die bei etwa 45 Jahren liegt, wieder verlassen. | ||
Version vom 6. Januar 2017, 00:49 Uhr
Das Spezialeinsatzkommando (auch: „SEK“) ist eine Spezialeinheit, die bei den Landespolizeien eingerichtet ist. Die Polizei jedes Reichslandes verfügt über mindestens ein SEK.
Aufgaben
Das SEK ist besonders für Terrorismusbekämpfung, Geiselbefreiung und Zugriffe ausgebildet. Bei besonderen Gefährdungslagen werden sie sowohl präventiv (z.B. zum Schutz bei Staatsbesuchen), als auch operativ (auf Anforderung regulärer Polizei) zum Einsatz.
Vor allem im Rahmen von Geiselnahmen oder bei brisanten Entführungsfällen kommt das SEK zum Einsatz, welche von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Jedoch besteht der Alltag der SEK-Beamten hauptsächlich aus z.B. der Vollstreckung von Haftbefehlen, die Verhinderung von Suizidversuchen oder Begleitschutz für Gefangenentransporte. Auch Razzien im Bereich der organisierten Kriminalität und Personen- und Zeugenschutz-Maßnahmen werden durch das SEK durchgeführt.
Eingliederung
Das SEK kann der Bereitschaftspolizei, dem Innenministerium/ Senatsverwaltung des Inneren oder auch einer großen überörtlichen Polizeidienststelle (Präsidien usw.) eingegliedert sein. Jedoch werden mittlerweile die SEKs verstärkt in den Landeskriminalämtern (LKA) eingegliedert, damit das LKA sowohl auf das SEK als auch auf das Mobile Einsatzkommando (MEK) schnellen Zugriff hat.
Die innere Organisation der SEKs variiert von Reichsland zu Reichsland. Manche Länder orientieren sich dabei an regionalen Kriminalitätsschwerpunkten. So haben beispielsweise Hohenburg-Lohe und Werthen SEKs in mehreren größeren Städten eingerichtet, während in Stauffen und Cranach zwei Einheiten existieren, die jeweils für die Nord- und die Südhälfte bzw. West- und Osthälfte des Landes zuständig sind. Reichstal hat hingegen ein zentrales SEK eingerichtet.
In allen Reichsländern zählen auch die Mobilen Einsatzkommandos (MEK) und die Verhandlungsgruppen zu den Spezialeinheiten. Die MEKs arbeiten sehr eng mit dem SEK zusammen und sind spezialisiert auf Observationen sowie Einsätze zwischen wechselnden Orten (z. B. Omnibusentführungen), sog. mobile Lagen.
Auswahlverfahren und Ausbildung
Auswahlverfahren
Beamte des SEK sind speziell ausgebildete und intensiv geschulte Polizeibeamte. Im SEK finden nur Polizeivollzugsbeamte Zugang, die bereits mindestens drei Jahre im regulären Polizeidienst tätig waren. Bewerber müssen sich einem schwierigen Auswahlverfahren stellen, um in die Spezialeinheit aufgenommen zu werden. Gängig ist eine Altersgrenze von 35 Jahren für die Bewerber. Das Anforderungsprofil an die Bewerber setzt nicht nur auf eine überdurchschnittliche körperliche Kondition, sondern auch auf Charakterstärke, hohe Sozialkompetenz, Urteilsvermögen und Stressresistenz.
Der Aufnahmetest gliedert sich in physische und psychische Tests. Neuerdings findet auch ein Stressbelastungsgespräch, bei dem der Bewerber einem Gremium, bestehend aus einem Psychologen, einem erfahrenen Mitglied der Einheit, sowie vielerorts dem Kommandeur und seinem Stellvertreter, gegenübersitzt, immer mehr Anwendung.
Ausbildung
Den Anwärter steht nach dem bestandenen Auswahlverfahren eine mehrmonatige Spezialausbildung bevor, in der vor allem körperliche und psychische Belastbarkeit, aber auch das Eindringen in Gebäude, Fahr- und Klettertraining, Kampfsport sowie umfassende Schießfertigkeiten geübt werden. Hierbei werden die SEK-Anwärter gezielt an die Grenzen ihrer körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit gebracht.
Je nach Reichsland müssen die Beamten die Zugriffskräfte eines SEK beim Erreichen einer Altersgrenze, die bei etwa 45 Jahren liegt, wieder verlassen.