MG 44: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | ==Einsatz== | ||
| + | Das MG 44 kann als Fahrzeugbewaffnung, Handwaffe der Infanterie auf Zweibein, geschultert, zur Fliegerabwehr auf Dreibein und Drehringlafette sowie auf Feldlafette mit Winkelspiegel und optischem Vergrößerungsvisier eingesetzt werden. Außerdem können zwei MGs auf einer achsparallelen Zwillingslafette gleichzeitig mit mechanischer Fernbedienung zur Fliegerabwehr verwendet werden. Hierzu wurde in den 70er Jahren die Version MG 44 FA (für Fliegerabwehr, seit 2006 inoffiziell als Friedrich Alexander bezeichnet) entwickelt, die Kompatibilitätsprobleme zwischen der Lafette und dem MG 44 B beseitigte. Mit der Ausführung E wurden die Montage aller Maschinengewehre auf die Flugabwehrlafetten möglich. | ||
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| + | ===Heer=== | ||
| + | Das Heer hat noch 145.000 MG 44 im Einsatz. Davon sollen etwa 80.000 Waffen der Infanterie durch die modernen [[MG 2000]] ersetzt werden, während Flugabwehr-MGs außerhalb von Fahrzeugen ohne Ersatz außer Dienst gestellt werden soll. Der Einsatz als schweres Maschinengewehr in Fahrzeugen und Tür-Maschinengewehr ist allerdings bis zum Jahr 2020 geplant. Etwa 140.000 MG 44 befinden sich in der Reserve des Heeres. | ||
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| + | ===Marine=== | ||
| + | Die Marine verfügt noch über 17.000 MG 44. Bei der Marineinfanterie ist der Austausch des MG 44 durch das MG 2000 größtenteils abgeschlossen. Das MG 44 bleibt allerdings als Nahkampfwaffe auf Schiffen und auf fast allen gepanzerten Fahrzeugen im Einsatz. Die Marine hat etwa 30.000 MG 44 in den Arsenalen der Reserve. | ||
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| + | ===Luftwaffe=== | ||
| + | Die Sicherungs- und Flugabwehrtruppen der Luftwaffe verwenden 18.000 MG 44. Die Luftwaffe ist die einzige Teilstreitkraft die das MG 44 FA noch aktiv nutzt. Eine Modernisierung auf das MG 2000 ist bei der Luftwaffe nicht vorgesehen. Aus diesem Grund nutzen auch die infanteristischen Sicherungsgruppen der Luftwaffe weiterhin das MG 44. Etwa 20.000 MG 44 befinden sich darüber hinaus in den Reserven der Luftwaffe. Dies sind besonders MG 44 FA, die von anderen Teilstreitkräften nach 1990 an die Luftwaffe abgegeben wurden. | ||
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| + | ===Polizei=== | ||
| + | Die [[Mobiles Einsatzkommando|Mobilen Einsatzkommandos]] der Polizei setzen das MG 44 in kleinem Umfang ein. Die [[Reichspolizei]] setzt das MG 44 zur Sicherung ein. | ||
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| + | ==Varianten== | ||
| + | ===MG 44 A=== | ||
| + | Das MG 44 A wurde 1969 als erste Version des MG 44 eingeführt. Es war eine Weiterentwicklung des [[MG 30]] mit ähnlichem Aussehen. Zum MG 30 wurde insbesondere der Verschluss verändert, weil man einen besseren Kompromiss zwischen Kadenz und Munitionsverbrauch suchte. So wurde durch den schwereren Verschluss die theoretische Kadenz um 300 Schuss gesenkt. Darüber hinaus wurde die Munitionszufuhr überarbeitet und ein neuer Munitionsgurt für das neue Infanteriekaliber [[7,62 x 51 mm]] eingeführt, dass zum ersten mal beim MG 44 A Verwendung fand. | ||
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| + | ===MG 44 B=== | ||
| + | Das MG 44 B unterschied sich vor allem durch seine neue optische Zieleinrichtung von seinem Vorgänger. Darüber hinaus wurde das MG durch ein verändertes Produktionsverfahren günstiger. | ||
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| + | ===MG 44 FA=== | ||
| + | Mit der Einführung neuer Flugabwehrlafetten zeigten sich Kompatibilitätsprobleme zwischen Laffette und MG 44. Der Munitionsauswurf lag so ungünstig, dass Patronenhülsen eines der beiden Zwillings-Maschinengewehre seine Hülsen in den Mechanismus der Lafette auswarf. Aus diesem Grund entwickelten die Stahlwerke Rhone, die eigentlich den Auftrag erhielten die Lafette zu überarbeiteten das erste MG mit auswählbarer Auswurfrichtung. Diese Variante wurde als MG 44 FA bezeichnet. Bei der Luftwaffe wird sie seit 2006 auch als Friedrich Alexander, nach seiner Majestät [[Friedrich Alexander I.]] genannt. Das MG 44 FA wurde aber auch abseits der Flugabwehr in der Infanterie von Linkshändern geführt. Neben dem geänderten Auswurf verfügte das MG 44 auch über gesonderte Zielvorrichtungen. | ||
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| + | ===MG 44 C=== | ||
| + | Das MG 44 C sollte die Infanterieversion des MG 44 FA werden. Es hatte die klassische Visiereinrichtung des MG 44 B und den beidseitigen Auswurf des MG 44 FA. Es ging allerdings aufgrund des Einsatzes des MG 44 FA bei der Infanterie, wo dieses sich trotz Flugabwehrvisiereinrichtung bewährte, nicht in Serienproduktion. | ||
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| + | ===MG 44 D=== | ||
| + | Das MG 44 D war eine Weiterentwicklung des MG 44 B mit einseitigem Munitionsauswurf, die 1979 eingeführt wurde. Der Lademechanismus des MG 44 B wurde noch einmal überarbeitet um besser für Einsätze in Hubschraubern und auf ferngesteuerten Waffenstationen ausgelegt zu sein. Das MG 44 D wurde fast ausschließlich in Fahrzeugen verbaut. Dabei war es besonders an den [[Panther III]] angepasst. Die Infanterie behielt zumeist das MG 44 B oder FA. | ||
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| + | ===MG 44 E=== | ||
| + | Der [[Reichsmarschall]] wünschte sich 1985 eine Vereinheitlichung seiner Waffensysteme. Das MG 44 war zu diesem Zeitpunkt in drei Varianten im Einsatz: Die Ausführung B bei der Infanterie, die Ausführung FA bei den Flugabwehrtruppen und den Linkshändern der Infanterie und die Ausführung D bei der [[Panzertruppe|Panzer-]] und [[Heeresflieger]]truppe. Um dieses Versionschaos zu beseitigen wurde der Auftrag für eine Standardvariante vergeben. 1990 konnte die Ausführung E, die die meisten Vorteile von Ausführung B, FA und D vereinte vorgestellt werden. | ||
Aktuelle Version vom 29. Dezember 2013, 02:54 Uhr
| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Maschinengewehr 44 Ausführung E |
| Waffenkategorie | Maschinengewehr |
| Hersteller | Stahlwerke Greifenburg |
| Technische Daten | |
| Länge | 1.225 mm |
| Breite | 205 mm |
| Höhe | 130 mm |
| Gewicht | 11,5 kg |
| Lauflänge | 565 mm |
| Kaliber | 7,62 x 51 mm |
| Magazin | Munitionsgurt |
| Reichweite | 800 m (effektiv) |
| Kadenz | 1.200 Schuss/min |
| Feuerarten | Dauerfeuer |
Das MG 44 ist das 1969 eingeführte Standardmaschinengewehr der dreibürgischen Streitkräfte. Bei der Waffe handelt es sich um einen vollautomatischen, zuschießenden Rückstoßlader mit starrer Verriegelung, beweglichem und auswechselbarem Lauf. Die theoretische Feuergeschwindigkeit beträgt durch die Verwendung eines schwereren Verschlusses und dem Einbau einer Verschlusssperre etwa 1.200 Schuss pro Minute. Durch notwendige Tätigkeiten, wie beispielsweise das Wechseln des heißgeschossenen Rohres, sinkt dieser Wert in der Praxis jedoch auf etwa 300 Schuss/min. Ein Rohrwechsel wird nach 150 Schuss Dauerfeuer mit Gefechtsmunition oder 100 Schuss Manövermunition ohne zwischenzeitliche Abkühlung notwendig.
Einsatz
Das MG 44 kann als Fahrzeugbewaffnung, Handwaffe der Infanterie auf Zweibein, geschultert, zur Fliegerabwehr auf Dreibein und Drehringlafette sowie auf Feldlafette mit Winkelspiegel und optischem Vergrößerungsvisier eingesetzt werden. Außerdem können zwei MGs auf einer achsparallelen Zwillingslafette gleichzeitig mit mechanischer Fernbedienung zur Fliegerabwehr verwendet werden. Hierzu wurde in den 70er Jahren die Version MG 44 FA (für Fliegerabwehr, seit 2006 inoffiziell als Friedrich Alexander bezeichnet) entwickelt, die Kompatibilitätsprobleme zwischen der Lafette und dem MG 44 B beseitigte. Mit der Ausführung E wurden die Montage aller Maschinengewehre auf die Flugabwehrlafetten möglich.
Heer
Das Heer hat noch 145.000 MG 44 im Einsatz. Davon sollen etwa 80.000 Waffen der Infanterie durch die modernen MG 2000 ersetzt werden, während Flugabwehr-MGs außerhalb von Fahrzeugen ohne Ersatz außer Dienst gestellt werden soll. Der Einsatz als schweres Maschinengewehr in Fahrzeugen und Tür-Maschinengewehr ist allerdings bis zum Jahr 2020 geplant. Etwa 140.000 MG 44 befinden sich in der Reserve des Heeres.
Marine
Die Marine verfügt noch über 17.000 MG 44. Bei der Marineinfanterie ist der Austausch des MG 44 durch das MG 2000 größtenteils abgeschlossen. Das MG 44 bleibt allerdings als Nahkampfwaffe auf Schiffen und auf fast allen gepanzerten Fahrzeugen im Einsatz. Die Marine hat etwa 30.000 MG 44 in den Arsenalen der Reserve.
Luftwaffe
Die Sicherungs- und Flugabwehrtruppen der Luftwaffe verwenden 18.000 MG 44. Die Luftwaffe ist die einzige Teilstreitkraft die das MG 44 FA noch aktiv nutzt. Eine Modernisierung auf das MG 2000 ist bei der Luftwaffe nicht vorgesehen. Aus diesem Grund nutzen auch die infanteristischen Sicherungsgruppen der Luftwaffe weiterhin das MG 44. Etwa 20.000 MG 44 befinden sich darüber hinaus in den Reserven der Luftwaffe. Dies sind besonders MG 44 FA, die von anderen Teilstreitkräften nach 1990 an die Luftwaffe abgegeben wurden.
Polizei
Die Mobilen Einsatzkommandos der Polizei setzen das MG 44 in kleinem Umfang ein. Die Reichspolizei setzt das MG 44 zur Sicherung ein.
Varianten
MG 44 A
Das MG 44 A wurde 1969 als erste Version des MG 44 eingeführt. Es war eine Weiterentwicklung des MG 30 mit ähnlichem Aussehen. Zum MG 30 wurde insbesondere der Verschluss verändert, weil man einen besseren Kompromiss zwischen Kadenz und Munitionsverbrauch suchte. So wurde durch den schwereren Verschluss die theoretische Kadenz um 300 Schuss gesenkt. Darüber hinaus wurde die Munitionszufuhr überarbeitet und ein neuer Munitionsgurt für das neue Infanteriekaliber 7,62 x 51 mm eingeführt, dass zum ersten mal beim MG 44 A Verwendung fand.
MG 44 B
Das MG 44 B unterschied sich vor allem durch seine neue optische Zieleinrichtung von seinem Vorgänger. Darüber hinaus wurde das MG durch ein verändertes Produktionsverfahren günstiger.
MG 44 FA
Mit der Einführung neuer Flugabwehrlafetten zeigten sich Kompatibilitätsprobleme zwischen Laffette und MG 44. Der Munitionsauswurf lag so ungünstig, dass Patronenhülsen eines der beiden Zwillings-Maschinengewehre seine Hülsen in den Mechanismus der Lafette auswarf. Aus diesem Grund entwickelten die Stahlwerke Rhone, die eigentlich den Auftrag erhielten die Lafette zu überarbeiteten das erste MG mit auswählbarer Auswurfrichtung. Diese Variante wurde als MG 44 FA bezeichnet. Bei der Luftwaffe wird sie seit 2006 auch als Friedrich Alexander, nach seiner Majestät Friedrich Alexander I. genannt. Das MG 44 FA wurde aber auch abseits der Flugabwehr in der Infanterie von Linkshändern geführt. Neben dem geänderten Auswurf verfügte das MG 44 auch über gesonderte Zielvorrichtungen.
MG 44 C
Das MG 44 C sollte die Infanterieversion des MG 44 FA werden. Es hatte die klassische Visiereinrichtung des MG 44 B und den beidseitigen Auswurf des MG 44 FA. Es ging allerdings aufgrund des Einsatzes des MG 44 FA bei der Infanterie, wo dieses sich trotz Flugabwehrvisiereinrichtung bewährte, nicht in Serienproduktion.
MG 44 D
Das MG 44 D war eine Weiterentwicklung des MG 44 B mit einseitigem Munitionsauswurf, die 1979 eingeführt wurde. Der Lademechanismus des MG 44 B wurde noch einmal überarbeitet um besser für Einsätze in Hubschraubern und auf ferngesteuerten Waffenstationen ausgelegt zu sein. Das MG 44 D wurde fast ausschließlich in Fahrzeugen verbaut. Dabei war es besonders an den Panther III angepasst. Die Infanterie behielt zumeist das MG 44 B oder FA.
MG 44 E
Der Reichsmarschall wünschte sich 1985 eine Vereinheitlichung seiner Waffensysteme. Das MG 44 war zu diesem Zeitpunkt in drei Varianten im Einsatz: Die Ausführung B bei der Infanterie, die Ausführung FA bei den Flugabwehrtruppen und den Linkshändern der Infanterie und die Ausführung D bei der Panzer- und Heeresfliegertruppe. Um dieses Versionschaos zu beseitigen wurde der Auftrag für eine Standardvariante vergeben. 1990 konnte die Ausführung E, die die meisten Vorteile von Ausführung B, FA und D vereinte vorgestellt werden.