Hohenburg (Vierdecker)
| Geschichte | |
| Schiffsart | Linienschiff |
| Kiellegung: | August 1816 |
| Stapellauf: | 23. Juni 1818 |
| Indienststellung: | 9. Oktober 1820 |
| Verbleib: | 1897 abgewrackt |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Verdrängung: | 3.105 t |
| Länge: | 64 m |
| Breite: | 17,30 m |
| Tiefgang: | 7,42 m |
| Besatzung: | 1.100 Mann |
| Bewaffnung: | 16 × 203 mm Bombenkanonen 104 × 32-Pfünder Kanonen |
Die S.K.H.S. Hohenburg war ein 120-Kanonen Dreidecker-Linienschiff mit durchgehendem Wetterdeck („Vierdecker“) der Hohenburg-Loh'schen Marine. Es wurde nach dem Kernstaat des Großherzogtums Hohenburg-Lohe benannt, einem bis heute üblichen Traditionsnamen für eines der Flaggschiffe der Kaiserlichen Marine. Es war das größte Segelkriegsschiff das je für eine dreibürgische Marine gebaut wurde und als schweres Linienschiff 1. Klasse eines der mächtigsten Linienschiffe seiner Zeit.
Allgemeines
Nach dem Zusammenbruch der dreibürgischen Königtumes und damit dem Ende des formalen Reichsfriedens, war eine größere kriegerische Außeinandersetzung um die Vormachtstellung im Reich wahrscheinlich. Gleichfalls wurde die koloniale Expansion lukrativer mit dem Schutz der Handelsmissionen immer wichtiger und der Konflikt mit der Dreibürgischen Ostland Compagnie zeigte starke Defizite in Bezug auf diese Doppelrolle auf. Man entschloss sich daher, mit einem Flottenbauprogramm die maritime Überlegenheit auszubauen und abzusichern. Als Flaggschiff der neuen Flotte sollte ein kampfstarkes Vierdecker-Linienschiff gebaut werden.
Bewaffnung
Im Laufe ihrer Dienstjahre wurde die Bewaffnung der Hohenburg dem technischen Stand der Zeit angepasst. Bei Indienstellung noch mit 140 32-Pfünder-Kanonen bewaffnet, wurden 36 dieser Geschütze später entfernt und durch 16 Bombenkanonen (203 mm) ersetzt, die schwere Explosivgeschosse verschossen.
Geschichte
Als das Schiff nach vierjähriger Bauzeit im Oktober 1820 in Dienst gestellt werden konnte, befand sich Hohenburg-Lohe bereits in einem globalen Konflikt mit der Dreibürgische Ostland-Compagnie. Das Schiff wurde für den für das Folgejahr erwarteten Schlagabtausch mit der DOC dringend benötigt und sogleich zum Flaggschiff der Marine erklärt. Im Frühjahr lief die Hohenburg im Verband mit weiteren Linienschiffen der Hohenburg-Loh'schen Marine und in Begleitung eines Fregattengeschwaders aus Werthen ins Ostland aus. Kurz vor Neu-Dreibürgen stellte sich die verbleibende DOC-Kampfflotte dem Verband, wurde geschlagen und zog sich in Richtung der Nördlichen Inseln zurück. Die eingeschifften Truppen besetzten das DOC-Hauptquartier. Der Feuerkraft der Hohenburg, aber auch der sie geleitenden 80er Linienschiffe hatten die DOC nichts mehr entgegenzusetzen und verlor zudem noch das gerade in Dienst gestellte, jedoch unerprobte und noch nicht vollausgerüstete Flaggschiff Bellevue, das eigentlich über 86 Kanonen verfügen sollte. Das erbeutete Schiff wurde in die Hohenburg-Loh'sche Marine eingegliedert. Zwei Linienschiffe mit etwa 74 Kanonen wurden im Hafen von Friedrichsburg erbeutet und befanden sich nach der Seeschlacht von Godenhaven noch in Reparatur. Sie wurde von der Marine Werthens zu schweren Fregatten mit 54 Kanonen umgebaut.