Benutzer Diskussion:Roland von Berg

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Antike

400 – 530
Vituni als Ursprung der Werthen

Der historische Ursprung des Werthener Volkes lässt sich auf die Witten, oder auf Remisch Vituni, einen germanischen Stammesverband zurück verfolgen, der im 4. Jahrhundert vor den Grenzen des Remischen Reiches erscheint. Die Vituni werden von den Remern südlich der Rhonemündung als Foederaten angesiedelt. Mit dem auftauchen anderer Völker beginnen die Witten Raubzüge Richtung Rem. Während ein Teil der Witten im heutigen Vanezia von angeworbenen remischen Truppen vernichtend geschlagen wird, zieht sich die Mehrheit zur Rhone zurück und bildet dort ein kleines Reich, dass durch Ankunft neuer Stämme von der Rhonemündung vertrieben wird.

Mittelalter

530 – 825
Christianisierung und Herausbildung des Herzogtums

Die Christianisierung Werthen begann im 5. Jahrhundert, zugleich durch arianische und remische Geistliche. 535 lässt sich Sigibert von Werthen von Bischoff Philippus von Almanensis nach remischem Glauben taufen. Nach der Schlacht an der Rhone, bei der die vereinigten Heere der christlichen Herzöge den Heilige Bund der Dreibürgener ausrufen. Leutfried II. der Unbarmherzige lässt in seiner Regierungszeit zwischen 669 und 690 allerdings 50 katholische Kirchen nieder brennen und zahlreiche Geistliche Foltern und tritt 670 zum arianischen Glauben über. Sein Sohn, Karlmann I., lädt aber die remische Kirche wieder nach Werthen ein und beginnt eine umfassende Bautätigkeit zugunsten der Kirche und errichtet die Werthburg als Bollwerk gegen die Heiden nördlich der Rhone. Trotzdem war der heidnische Glaube in Werthen ebenfalls noch verbreitet und bekam mit der Entstehung heidnischer Königreiche östlich der Rhone wieder Zulauf. Dies zeigte sich im Wendaufstand, als einen Tag nach der Sommersonnenwende heidnische Truppen mit Unterstützung heidnischer Adeliger in das Land einfielen. Theoderich II. konnte diesen Einfall allerdings erfolgreich zerschlagen und danach die revoltierenden Gebiete wieder unter seine Kontrolle bringen. Um weitere angriffe durch die Königreiche rechts der Rhone zu verhindern errichtete er an den Rhonefurten und -brücken Festungen als Vorposten östlich des Flusses, wie die Greifenburg. Unter Grimoald dem Heiden, eigentlich als Karlmann III. zum Herzog erhoben, erfuhr Werthen einen letzten Rückfall in den heidnischen Glauben. Das Christentum ließ sich allerdings, trotz Grimoalds brutaler Heidnisierungspolitik nicht wieder aus den Ländern der Werthen vertreiben. 804, nur zwei Jahre nach seinem Übertritt zum Heidentum wurde Griomald mit Hilfe eines Heeres der christlichen Dreibürgener abgesetzt. Sein jüngerer Bruder Theobald, zu diesem Zeitpunkt Bischof von Hohenburg führte die Truppen der christlichen Allianz in die Schlacht. Nach der Schlacht bei Zwingborn legte Theobald sein Bischofsamt nieder und wurde als Theobald der Gläubige Herzog.


825 - 1057
Dreibürgisches Königtum und Zerfall des Stammesherzogtums

Mit der Schlacht an bei Eschenberg und Katzkron besiegt das vereinigte Heer der Dreibürgener die Heiden vernichtend. Am Ostersonntag des Jahres 825 wurde daraufhin Karl der Große von Werthen als Karl I. König der Dreibürgener. Mit der Vernichtung der heidnischen Königreiche im Norden ließ sich der Karl I. in Cassau, vormals einzige christliche Stadt nördlich der oberen Rhone zum König krönen. Bis 941 blieben die Herzöge von Werthen zugleich Könige von Dreibürgen. Lothar II. der Langlebige starb 941 ohne direkten Erben. Ihm folgte nach einem zweijährigen "großen Landrat", bei dem die Adeligen zwischen den Neffen Lothars einen neuen Herzog suchen sollten. Nachdem keine Einigung erreicht werden konnte, wählte die Mehrheit des Landtages den unmündigen Hermann, der von seinem Schwager, dem Herzog von Godenland an der südlichen Grenze von Werthen vertreten wurde. Gegen ihn wurde der Burggraf von Greifenburg, Heinrich I. als Gegenherzog gewählt und schaffte es 947 den größten Teil Werthens unter seine Kontrolle zu bringen. Nur drei Jahre später wurde er allerdings von einem Bündnis unzufriedener Grafen mit Hilfe des Herzogs von Auerberg vertrieben. Seine Herrschaft über Greifenburg und einige Länder an der Rhone blieb allerdings bestehen. Aus diesen Ländern entwickelte sich da Herzogtum Greifenburg, das für 700 Jahre von Werthen getrennt bleiben sollte. Der neue Herzog Rudolf, der zuvor ein unbedeutender Graf an der Esche war, wurde allerdings von einem Bündnis zwischen Cassauern und den Markgrafen der Neumark 957 geschlagen und nach seiner Gefangennahme hingerichtet. Herzog Hermann von Cassau nahm nach seinem Sieg den Titel des Herzogs von Werthen an und regierte beide Länder bis zu seinem Tod 968. Lothar der Unglückliche folgte seinem Vater 968 in Cassau und Werthen, wurde aber 970 von einer Allianz von Grafen, die Parteigänger des Herzogs von Auerberg waren, aus Werthen vertrieben. Hermann III. wurde von diesen zum Herzog gewählt, konnte sich aber nur bis zum Tod von Arnulf dem Bösen halten und wurde danach gestürzt. Mit Lothar IV., dem Rechtmäßigen kam 983 ein Verwandter Lothars des Langlebigen auf den Thron von Werthen und wurde zum ersten mal seit dessen Tode von allen Grafen und Fürsten des Landes, mit Ausnahme der Greifenburger, als solcher anerkannt. Zwischen 991 und 1057 konnte Werthen erneut die dreibürgischen Könige stellen.


1057 - 1242
Slaweneinfälle und Bedeutungsverlust

Nach dem Tod Heinrich IV., Herzog von Werthen und König von Dreibürgen wurde Arnulf der jüngere Sohn des Herzogs von Auerberg und Schwager Heinrichs IV. durch Druck auf die Adeligen zum Herzog von Werthen erklärt. Heinrich V. wurde in Greifenburg mit Hilfe der Greifenburger und Cassauer zum Gegenherzog erhoben. Arnulfs unnachgiebige Herrschaft trieb in kurzer Zeit den Landadel in die Hände des Gegenherzogs Heinrich. Nach gegenseitiger Belagerung von Burgen schlossen die beiden den Friedensvertrag von Greifenburg. Heinrich erhielt die Herzogswürde 1059, die südlichen Gebiete der Herzogtums fielen allerdings an die Landgrafschaft Hewelland, die zwar formell Teil des Herzogtums Werthen blieb, aber unter dem Einfluss Auerbergs stand und von einer Nebenlinie des Hauses Auerberg regiert wurde. Währenddessen fielen immer wieder slawische Krieger in Werthen ein. In den Gebieten östlich von Werthen entstand das Reich Igors, eines slawischen Adeligen, dessen Flusspiraten und Reiterkrieger das Rhonetal immer wieder heimsuchten. Durch Erbteilung und Kriege mit dem Herzogtum Greifenburg wurde die tatsächliche Macht der Herzöge von Werthen auf die Gebiete um Kroegersbach reduziert, während die östlichen Markgrafen durch die Abwehr der Slawen und verbliebenen Heiden an Unabhängigkeit gewannen. Trotz allem blieben die Herzöge von Werthen aufgrund ihrer historischen Bedeutung formelle Herren über weite Landstriche.


1242 - 1320
Personalunion mit Cassau und Erbteilung

Nach dem frühen Tod des Herzogs Philipp I. ging die Herzogskrone von Werthen an seinen Bruder Rudolf, der schon seit 1237 als Ehemann der Herzogin Leonora von Cassau über das Herzogtum Cassau herrschte. Die Herzöge Rudolf I., Konrad V., und Lothar V. waren alle zugleich Herzöge von Cassau und regierten Werthen von Cassau aus. Konrad V., und Lothar V. eroberten verlorene Ländereien Werthens zurück und zerschlugen die Macht der Landgrafen von des Hewellandes in einem Krieg mit Auerberg. Lothar V. setzte mit seinem Testament seine Söhne Philipp, Lothar und Konrad als gemeinsame Herzöge für Cassau und Werthen ein. Da sich die drei Herzöge allerdings nicht auf eine gemeinsame Herrschaft einigen konnten, vereinbarten sie im Gattdorfer Erbschluss, dass Konrad VI. Werthen mit der Hauptresidenz Kroegersbach erhalten solle, Philipp II. weiterhin als Herzog von Cassau regieren solle und Konrad VI. als Graf von Assnach auch die Landgrafschaft Hewelland erhalten, zugleich aber weiterhin als Herzog von Werthen tituliert werden solle. Als der Sohn Lothars, Heinrich VI., kinderlos starb entbrannte 1318 der Vetternkrieg zwischen Werthen-Assnach und Cassau um die Herrschaft über Werthen-Kroegersbach. Der Adel von Werthen-Kroegersbach wählte, währdend Cassauer Truppen die Stadt belagerten in Kroegersbach den Herzog Ludwig von Werthen-Assnach zum König. Galt zunächst der Sieg Philipp III. von Cassau als sicher, gelang es ihm zwar Kroegersbach einzunehmen, scheiterte aber bei der Belagerung von Ohnau. Sein geschwächtes Heer wurde schließlich im Januar 1320 auf dem Rückweg nach Kroegersbach bei Gissen von einem Werthener, Hohenburger und Greifenburger Heer geschlagen. Der Cassauer Herzog ertrank während der Flucht in voller Rüstung in der Rhone. Daraufhin gelang es Ludwig I. Seine Macht in Werthen zu festigen, wenn er auch während seiner gesamten Regierungszeit von den Greifenburgern abhängig war.


1320 - 1405
Der Große Friede und die Pest

Unter den Herzögen Otto IV. und Ludwig II. erlebte Werthen eine vergleichbar lange Friedenszeit. Unter dem Eindruck des päpstlich verordneten Glaubensfriedens wuchsen vor allem die Städte Kroegersbach, Manstein und Assnach stark. Große Teile der Bevölkerung wurden allerdings von Pestepidemien Heim gesucht. Anders als Greifenburg, wo fast 50% der Bevölkerung der Pest zum Opfer fielen, traf es Werthen weitaus weniger schwer. Hier starben, nach modernen Schäzungen etwa 30% der Bevölkerung an der Seuche. Während einige Städte wie Kroegersbach und Manstein fast vollständig verschont blieben, wurden Assnach, Hehmach und Nolten fast vollständig verheert. Der große Friede endete mit Herzog Ludwig III., der 1400 versuchte die östlichen Markgrafen der Herrschaft des Herzogs zu unterwerfen. Er starb während der Belagerung von Karlshof im Mai 1404 an einer Wunde. Nachdem kurz darauf in Kroegersbach die Pest erneut ausbricht stirb auch sein Bruder und Nachfolger Johann I. nach acht Monaten Regierungszeit.


1405 - 1520
Erneutes Königtum und ausgehendes Mittelalter

Mit Philipp III. wurde 1421 wieder ein Herzog von Werthen auch dreibürgischer König. Auf ihn folgte der letzte dreibürgische König aus Werthen Otto V., der vor allem durch seine Liebe zum Rittertum und Turnieren von sich reden machte und dem Rittertum zu einer letzten kulturellen Blüte verhalf. Diese Blüte wurde allerdings begleitet vom Beginn der Dreibürgischen Bauernkriege einher. 1460 erhoben sich verarmte Landadelige im Süden von Werthen. Sie wurden dabei von den Hochlandständen, einem Bund von Städten und Gemeinden im Atlasgebirge unterstützt. In der Schlacht bei der goldenen Brücke wurde das Heer der Landadeligen zwar besiegt, die Einsetzung herzogliche Administratoren und Steuereintreiber legte allerdings den Grundstein für die große Bauernerhebung von 1472. Der Aufstand breitete sich von der Markgrafschaft Deben nach Norden aus. Als Herzog Wilhelm I. in der Schlacht bei der alten Brücke von einem Heer von Bauern und aufständischen Grafen an der Rhone geschlagen wurde und sein Leben nur durch Flucht retten konnte, wurde er zugunsten seines regierungsunfähigen Bruders abgesetzt. Den Bauern wurde die Erfüllung ihrer Forderungen garantiert, wenn sie sich ohne Waffen nach Ansburg begeben würden. Dort wurden die unbewaffneten Bauern vom Regenten und späteren Herzog Philipp von Werthen niedergemacht. Mit dem Tode Philipps begann ein Erbfolgekrieg um die Herrschaft über Werthen. Während Johann von Werthen seine Herrschaft auf seinen Vater Philipp gründen konnte, akzeptierte Karl von Hohenburg die Absetzung Wilhelms von Werthen nicht und gründete seinen Anspruch auf seine Frau, die einzige Tochter des abgesetzten Herzogs Wilhelm. Im achtjährigen Krieg zwischen Hohenburg und Greifenburg auf der einen Seite und Cassau und Werthen auf der anderen Seite gelang es letztlich Johann den Sieg zu erringen und als Johann IV. 1488 den Thron zu besteigen. Seine Herrschaft währte aber nicht lange. 1490 geriet er an der Rhone in einem Waldgebiet in einen Hinterhalt aufständischer Bauern und wurde getötet. Während der Herrschaft seines Sohnes Georg I. erhoben sich die Bauern noch drei mal, 1490 nach dem Tod Johanns, 1498 im Rahmen des ewigen Landbundes und 1512 als Folge der Seligendorfer Beschlüsse, bei denen Delegationen der Bauern in Seligendorf bei Annach Forderungen nach steuerlicher Entlastung und Ende der Frondienste an den Herzog und den König übersandten.

Neuzeit

1521 – 1570
Reformation

Mit dem überraschenden Tod des jungen Herzogs Friedrich I. wurde sein Onkel Casimir I., der zugleich als Ehemann der einzigen Tochter des Markgrafen von Annach über die Mark Annach herrschte, Herzog von Werthen. Er unterstützte die Reformation und sprach auf dem Reichstag zu Reichstal mehrfach gegen die Todesstrafe für Reformatoren. Er machte zugleich auch den Bauern in Werthen Zugeständnisse, sodass eine große Erhebung im Rahmen der Reformation, wie sie in den meisten Fürstentümern des Reiches zu großer Verwüstung führte, ausblieb. Sein Sohn Johann sagte sich nach seiner Thronbesteigung schließlich von der katholischen Kirche los und schmiedete eine Allianz mit dem Herzog von Cassau, die zugleich regelte, dass im Fall des Erlöschens der Herrscherlinie eines der beiden Länder, das Herzogtum dem Herrscher des jeweils anderen zufallen sollte. Als Reaktion darauf fiel ein Heer der Hohenburger in das Land ein und setzte den Herzog mit Unterstützung katholischer Adeliger ab. Sein Bruder, Friedrich wurde als neuer Herzog eingesetzt und betrieb eine aggressive Politik der Gegenreformation.