MG 130M3M

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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Allgemeines
Bezeichnung: MG 130M3M
Waffenkategorie: Maschinengewehr
Hersteller: verschieden
Einsatzzeit: 1944 bis heute
Ausstattung
Gesamtlänge: 1168 mm
Gewicht: 20,5 kg
Lauflänge: 546 mm
Technische Daten
Kaliber: 13 × 64 mm
Munitionszufuhr: Metallgurt mit 110 Patronen
Kadenz: 930 Schuss/min
Ladeprinzip: Rückstoßlader

Das MG 130 ist ein ursprünglich der Luftwaffe in den 1940er Jahren entwickeltes schweres Maschinengewehr im Kaliber 13 mm, das sowohl für den starren als auch den beweglichen Einbau in Militärflugzeugen ausgelegt war. Entsprechend lafettiert fand das Maschinengewehr rasch Einzug in die Arsenale von Heer und Marine, wo es sich in seiner neusten Version weiterhin im Einsatz befindet. Die Marine verwendet das MG 130 im aktuellen Modell 3 als MG 130M3M.

Technik

Das MG 130M3M im Einsatz

Das MG 130 arbeitet als starrverriegelter Rückstoßlader mit kurzem Rücklauf des Rohres. Die Munition kann durch einen Gewebe- oder Metallglieder-Zerfall-Gurte wahlweise von links oder rechts zugeführt werden. Die Patronen werden bei der Rückwärtsbewegung des Verschlusses von einem Patronenauszieher nach hinten aus dem Gurt gezogen. Eine Steuerkurve drückt den Patronenauszieher nach unten, wodurch die Patrone in einen T-förmigen Schlitz in der Stirn des Verschlusses geschoben wird. Nach dem Abfeuern drückt die nächste Patrone die leere Hülse nach unten aus dem Schlitz. Die Hülsen werden durch eine Öffnung im Gehäuseboden ausgeworfen. Ein Schleuderhebel überträgt die Rückwärtsbewegung des Laufs auf den Verschluss und wirkt somit als Rückstoßverstärker. Ein Puffer mit Friktionsringen (später zusätzlich ein Öldämpfer) am hinteren Gehäuseende mindert den Aufprall des Verschlusses. Ein zusätzlicher hydraulischer Puffer an der Laufverlängerung dämpft die Rücklaufbewegung des Verschlusses. Dieser Puffer ist verstellbar, wodurch die Kadenz geregelt werden kann.

Die zugeführte Patrone wird bereits gezündet, wenn Lauf und Verschluss bereits verriegelt, aber noch in der Vorwärtsbewegung sind. Der Bewegungsimpuls wirkt so dem Rückstoßimpuls entgegen. Durch die Puffer, das Abfeuern in der Vorwärtsbewegung und die geringe Kadenz ist es möglich, das M2 trotz der leistungsstarken Munition von einem einfachen Dreibein abzufeuern.

Das MG 130 schießt sowohl halb- als auch vollautomatisch. Die Einrichtung für halbautomatisches Feuer ist unkonventionell: eine Verschlusssperre fängt den Verschluss in der hinteren Stellung. Der Auslöser der Verschlusssperre befindet sich hinten am Gehäuse zwischen den Flügeln des Abzughebels. Um einen Einzelschuss abzugeben, betätigt der Schütze den Auslöser der Verschlusssperre, worauf der Verschluss vorschnellt und eine Patrone zuführt. Danach drückt der Schütze den Abzug. Um vollautomatisch zu schießen, drückt der Schütze den Auslöser der Verschlusssperre ein und legt diese durch Drehen fest. Dadurch wird die Verschlusssperre ausgeschaltet und der Verschluss läuft jedes Mal frei vor.

Für die Waffe gibt es Sprenggranat-, Brandsprenggranat- und Panzergranatpatronen jeweils mit und ohne Leuchtspur. Die Patronenmasse beträgt etwa 72 g, die Geschossmasse 34–38,5 g.

Die Zwillingsversion im Einsatz

Geschichte

Das Ursprungsmodell des MG 130