Geodätisches Satellitensystem der Streitkräfte: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 31. August 2014, 19:45 Uhr
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Beim Geodätisches Satellitensystem der Streitkräfte, kurz GSS, handelt es sich um eine Reihe von Vermessungsatelliten. Das ganze System besteht aus einem Netz von 15 Satelliten, die in drei Kategorien aufgeteilt sind und die seit 2012 im Orbit positioniert werden.
Neben der Datengewinnung zu militärischen Zwecken werden die gewonnenen Daten auch der zivilen Forschung zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Erkenntnisse bezüglich des Erdschwerefeldes, der geometrischen Satellitengeodäsie, Daten über Radar- und Kraftstrahlmessungen vom Orbit aus und vieles mehr. Bisher wurden für das Projekt mindestens 15 Milliarden Taler bereitgestellt, geplant sind auch Missionen der Raumfähren.
Satellitengeodäsie
Drei Satelliten dienen zur Satelliten-Distanzmessung, bei der mit Hilfe der Laufzeit eines Kraftstrahlimpulses die Distanz zwischen einer Bodenstation und einem Satelliten gemessen wird. Hierbei handelt sich um ein Zweiwegemessverfahren.
GSS dient einerseits zur genauen Bahnbestimmung der Umlaufbahn von geodätischen Satelliten, andererseits zur Punktbestimmung in der Erdmessung und Geodynamik. Daraus können Veränderungen des Erdkörpers und der Erdrotation abgeleitet werden – zusammen mit anderen Verfahren der Höheren Geodäsie.
Orbitale Waffenplattformen
Der eigentliche Zweck, neben der untergeordneten Vermessungsaufgaben, ist die Sicherstellung der nuklearen Zweitschlagskapazitäten Dreibürgens vom Weltraum aus. Die drei wirklichen geodätischen Satelliten dienen dabei der Tarnung des Netzwerkes aus orbitalen Waffenplattformen.
Serie 1
Die Serie 1 soll insgesamt zwei Satelliten umfassen, deren Atomsprengköpfe über ein Trägersystem verfügen. Es wäre somit auch möglich, auf feindliche Satelliten oder anfliegende Objekte wie Asteroiden oder Kometen zu zielen, die sich auf einem Kollisionskurs mit der Erde befinden. Bei den Satelliten handelt es sich um Oberstufen der Trägerraketen, die durch Solarsegel und einige ausfahrbare Konstruktionen ihr Erscheinungsbild erhalten.
Jede Waffenplattform fasst zehn Raketen, die unterhalb der Spitze der Oberstufe liegen. Zum Abschuss wird diese aufgeklappt, notfalls auch abgesprengt. Durch Triebwerke ist es möglich, die Position der Plattformen geringfügig zu verändern. Denkbar ist es hiermit auch, die Plattformen in eine unkontrollierte Wiedereintrittsphase zu bringen und verglühen zu lassen.
Serie 2
Bei der Serie 2 handelt es sich um bis zu zehn Satelliten, die mit nuklearen Wiedereintrittskörpern ausgestattet werden.
Status
Zur Zeit sind zwei Vermessungssatelliten, einer der Serie 1 und vier Satelliten der Serie 2 aktiv. Das System wird seit Juli 2012 aufgebaut.