Linienfregatten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dreibürgischer Militäralmanach
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== Hohenburg-Loh'sche Linienfregatten ==
 
== Hohenburg-Loh'sche Linienfregatten ==
  
Auch Hohenburg-Lohe hatte eine Anzahl Linienfregatten im Arsenal. Hier bildeten Sie im Gegensatz zur Werthener Marine keine Flaggschiffe, sondern ergänzten den Bestand an Fregatten unterhalb der schweren Linienschiffe. Im Gegensatz zu Werthen, das keine Linienschiffe baute und unterhielt, konnte man neben gelegentlich erbeuteten Linienschiffen, auf einen eigenen Bestand zurückgreifen.
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Auch Hohenburg-Lohe hatte eine Anzahl Linienfregatten im Arsenal. Hier bildeten Sie im Gegensatz zur Werthener Marine keine Flaggschiffe, sondern ergänzten den Bestand an Fregatten unterhalb der schweren Linienschiffe. Im Gegensatz zu Werthen, das keine Linienschiffe baute und unterhielt, konnte man neben gelegentlich erbeuteten Linienschiffen, auf einen eigenen Bestand zurückgreifen. Eine typische Linienfregatte der Hohenburg-Loh'schen Marine trug 44 Kanonen und war ein umgebautes 64er Linienschiff.

Version vom 12. Februar 2014, 21:09 Uhr

Die 44er Linienfregatte W.K.S. Greif

Eine Linienfregatte dreibürgischen Typus ist zumeist ein Linienschiff, das durch Entfernen eines Decks in eine schwere und robuste Fregatte umgebaut wurde. Die Linienfregatten bildeten im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert das Rückgrat der Marine Werthens und wurden zumeist aus erbeuteten oder alten Linienschiffen gebaut, die auch von anderen Marinen gekauft wurden, insbesondere der Hohenburg-Loh'sche Marine.

Klassischer Weise wurden veraltete 64-Kanonen-Zweidecker-Linienschiffe umgebaut. Diese Schiffe hatten den Vorteil, dass sie schwerer und robuster als die üblichen Fregatten gebaut waren und eine vergleichsweise schwere Bewaffnung tragen konnten. Nachteilig war jedoch, dass das verbliebene untere Geschützdeck tiefer lag, als bei einer als Eindecker gebauten Fregatte, was den Waffeneinsatz bei stärkeren Krängungen oder höhergehender See unmöglich machte. Vorgesehen war eigentlich, dass diese Fregatten einen Platz in der zeitgenössischen Linienformation einnahmen, die bei Seeschlachten vorherrschte. Dies geschah jedoch nicht allzu häufig, da der Vorteil der Linienfregatten neben der vergleichsweise starken Bauweise des Rumpfes, eindeutig in der Geschwindigkeit in Verbindung mit der überdurchschnittlichen Feuerkraft lag.

In einigen Fällen wurden auch 74er Linienschiffe zu Linienfregatten umgebaut, z.B. wenn sie durch Gefechts- oder sonstige Schäden und Defekte oder aus anderen Gründen als Linienschiffe nicht mehr verwendet werden konnten oder sollten. Ein Beispiel dafür sind die 74-Kanonen-DOC-Linienschiffe Cumberland und Vindicatus, die von Werthen erbeutet wurden und als Linienfregatten 54 Kanonen trugen.

Werthener Linienfregatten

Die 54er Linienfregatte W.K.S. Vindicatus

Das Königreich Werthen als klassische Landmacht, hatte wenig Interesse daran, eine kostspielige Marine mit schweren Linienschiffen an der Spitze zu unterhalten. Um 1700 wurden einige Fleuten umgebaut und als Fregatten in Dienst gestellt. im 18. Jahrhundert wurde die Flotte um eine Auswahl leichter Schiffe, darunter einige 38er Fregatten ergänzt. Als man in Hohenburg-Lohe erkannte, dass Linienschiffe mit 64 und weniger Kanonen kaum noch in einer großen Seeschlacht mit gleichwertigen Seemächten bestehen können, wurde einige dieser Schiffe zu schweren Fregatten umgebaut und an Werthen verkauft, mit dem man 1752 die Hohenburgisch-Werthen'sche Allianz geschlossen hatte. Auch in Werthen wurden die Linienschiffe entsprechend umgebaut, mit einem erfolgreichen Konzept, das sogleich nach Hohenburg-Lohe exportiert wurde. Die dreibürgischen Linienfregatten werden daher auch als Werthen-Typus angesprochen.

Nach dem Erbeuten der DOC-Linienschiffe Cumberland und Vindicatus mit jeweils 74 Kanonen, baute man auch diese Schiffe, die zudem noch mit erheblichen Schäden aus der Seeschlacht bei Godenhaven im Trockendock lagen, zu Linienfregatten um. Die Fregatten W.K.S. Greifenburg und W.K.S. Vindicatus trugen nach dem Umbau jeweils 54 Kanonen.



Hohenburg-Loh'sche Linienfregatten

Auch Hohenburg-Lohe hatte eine Anzahl Linienfregatten im Arsenal. Hier bildeten Sie im Gegensatz zur Werthener Marine keine Flaggschiffe, sondern ergänzten den Bestand an Fregatten unterhalb der schweren Linienschiffe. Im Gegensatz zu Werthen, das keine Linienschiffe baute und unterhielt, konnte man neben gelegentlich erbeuteten Linienschiffen, auf einen eigenen Bestand zurückgreifen. Eine typische Linienfregatte der Hohenburg-Loh'schen Marine trug 44 Kanonen und war ein umgebautes 64er Linienschiff.