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Aktuelle Version vom 23. September 2014, 22:46 Uhr
Das Schiffs-Selbstverteidigungssystem (SSV-System) bezeichnet ein Netzwerk zum Verbund von militärischen Sensor- und Waffensystemen. Es wird ausschließlich auf den Kampfschiffen der Kaiserlichen Marine eingesetzt, zumeist innerhalb von Trägerkampfgruppen. In seiner Aufgabe und Auslegung ähnelt es dem Flammenschild-Kampfsystem, aus welchem es zur Verwendung auf kleineren und weniger kampfstarken Einheiten der Marine entwickelt wurden und mit dem es auch vernetzt werden kann.
Beschreibung
Das SSV-Konzept unterteilt sich in mehrere Teilbereiche, die im Folgenden beschrieben werden
Verbundverfolgung
Unter dem Einfluss natürlicher und feindlicher Störung reduziert sich die Leistung vieler Sensorsysteme, insbesondere die von Radaranlagen deutlich. Um diese Problematik zu mindern vergleicht das SSV-System die Daten aller verbunden Sensoren und führt sie zu einem Bild zusammen. Die Rohdaten werden gewichtet zusammengeführt, so dass besonders wenig gestörte oder besonders präzise Systeme stärker in das Endergebnis einfließen.
Präzisionssignal
Mit diesem Konzept soll die Verfolgungsgenauigkeit erhöht werden, um insbesondere die Trefferwahrscheinlichkeit eigener Lenkwaffen zu erhöhen. Hierzu eignen sich vor allem phasengesteuerten Radarsysteme, da diese kontinuierlich ein einzelnes Ziel verfolgen können. Konventionelle, rotierende Radare profitieren primär durch höhere Bildauffrischungs-Raten.
Koordinierte, kooperative Verbindung
Durch die Netzwerkeffekte des SSV ist es möglich, dass ein kompletter Bekämpfungsablauf von der Erfassung über die Bahnverfolgung bis zur Endphasenlenkung von mehreren unterschiedliche Plattformen durchgeführt werden kann. Hierdurch können die Sensor- und Waffensysteme einer Kampfgruppe optimal eingesetzt werden, insbesondere wenn viele Ziele unter starkem Störeinfluss zu bekämpfen sind.
Komponenten
Um ein SSV-Netzwerk aufzubauen, sind zusätzliche Komponenten an Bord der Schiffe notwendig. Um eine Verbindung zu den schiffseigenen Waffen und Sensoren aufzubauen, wird das Datenverteilungssystem eingesetzt. Es besteht aus ca. 30 Prozessoren, welche die Daten der Schiffssysteme aufbereiten und sie bei Bedarf steuern. Zum verbesserten Schutz werden die Komponenten in verstärkten Schränken untergebracht.
Zur Übertragung der Daten zwischen den Schiffen kommt ebenfalls das Datenverteilungssystem zum Einsatz. Es können auch konventionelle Datenverbindungen verwendet werden, allerdings sind diese deutlich weniger leistungsfähig. Es besteht aus einer Verschlüsselungseinheit, zwei Verstärkerstufen und einer Antenne. Letztere wird in Ringform an einem Standbein der Aufbauten befestigt, um eine 360° Abdeckung zu erreichen. Die Antenne besteht aus ca. 1000 phasengesteuerten Feldelementen, was gegenüber einer konventionellen Antenne deutliche Vorteile bringt. So werden keine wartungsintensiven beweglichen Teile verbaut, da die Ausrichtung des Antennenstrahl elektronisch erfolgt. Dies führt zu einer starken Richtwirkung und sehr geringen Nebenkeulen. Hierdurch steigt zum einen die Datenrate bei gleicher Sendeleistung deutlich an, zum anderen wird feindlichen Kräften die Aufklärung und Störung der Netzwerkverbindung massiv erschwert. Dies wird zusätzlich auch durch Frequenzspreizung und Verschlüsselung erreicht. Gesendet wird im Frequenzbereich von 0,5 bis 1 GHz.