Ti 189 Turmfalke: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Erste Pläne für einen Ersatz der WA 228 wurden schon in den 60er Jahren entwickelt. Das Entwicklungsprojekt "Neue Strategische Plattform" aus dem Jahr 1972 formulierte zum ersten mal das Bedürfnis nach einem überschallschnellen strategischen Bomber. Allerdings entsprachen weder die Prototypen von [[Weichsel Aerospace]] noch der [[Flugzeugwerke Atlas]] den Forderungen des [[Reichsführungsstab]]es und des [[Oberkommando der Luftwaffe|Oberkommandos der Luftwaffe]]. Der Weichsel-Entwurf war zwar schneller als der Schall und hatte bereits äußere Ähnlichkeit mit der späteren Ti 189 Turmfalke, konnte aber zu wenige Bomben und Raketen transportieren. Dazu hatten Reichsführungsstab und OKL zweifel an der Zuverlässigkeit des Musters. Das Atlas-Modell erreichte nur kurzzeitig, unter Vollauslastung der Triebwerke Schallgeschwindigkeit und war weitaus konventioneller ausgelegt. Das OKL gab 1978 unter heftigem Protest der Weichsel Aerospace, alle bisherigen Pläne für dreibürgische Rüstungsbetriebe frei und schrieb das Projekt "Bomber 90" aus. Bis 1998 sollte mit diesem Projekt die WA 228 Atlantis ersetzt werden. Sowohl Weichsel Aerospace, als auch die Tiedemann AG entwickelten Versionen des Weichsel-Entwurfs. Das OKL beschloss 1989 beide Entwürfe, sowohl die kleinere, schnellere WA 230 Wächter, sowie die größere Ti 189 Turmfalke anzuschaffen und zu erproben. Man entschied sich, aufgrund der größeren Kapazitäten und der einfacheren Bauweise für die Ti 189 Turmfalke. Die vier gelieferten Prototypen der WA 230 Wächter wurden allerdings im Dienst behalten und bis 2008 eingesetzt. | ||
Version vom 24. Juli 2012, 13:48 Uhr
| Ti 189 Turmfalke | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Bezeichnung | Tiedemann 189 Turmfalke Ausführung C |
| Waffenkategorie | Strategischer Bomber |
| Hersteller | Tiedemann AG |
| Technische Daten | |
| Besatzung | 4 (Kommandant, 1. Offizier, 1. Waffensystemoffizier und 2. Waffensystemoffizier) |
| Länge | 44,81 m |
| Flügelspannweite eingeschwenkt | 3,14 m |
| Flügelspannweite ausgeschwenkt | 9,58 m |
| Höhe | 10,36 m |
| Leergewicht | 86.183 kg |
| Maximales Startgewicht | 216.634 kg |
| Maximale Waffenzuladung | 60.781 kg |
| Triebwerke | 4 TMW SBB 200 Mantelstromtriebwerke |
| Schubkraft | 4 x 144,12 kN (mit Nachbrenner) |
| Dienstgipfelhöhe | 14.934 m |
| Höchstgeschwindigkeit | Mach 1,2 |
| Einsatzradius | 5.543 km |
| Überführungsreichweite | 11.998 km |
| Bewaffnung und Abwehrmaßnahmen | |
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Die Ti 189 Turmfalke wurde als Nachfolger der alternden WA 228 Atlantis in den 70er und 80er Jahren entwickelt. Sie sollte Überschallgeschwindigkeit erreichen und sowohl als konventioneller, als auch als Nuklearbomber eingesetzt werden. Seit 1989 befindet sich die Ti 189 Turmfalke im Dienst und flog bereits Einsätze über Andro und Stauffen.
Entwicklung
Erste Pläne für einen Ersatz der WA 228 wurden schon in den 60er Jahren entwickelt. Das Entwicklungsprojekt "Neue Strategische Plattform" aus dem Jahr 1972 formulierte zum ersten mal das Bedürfnis nach einem überschallschnellen strategischen Bomber. Allerdings entsprachen weder die Prototypen von Weichsel Aerospace noch der Flugzeugwerke Atlas den Forderungen des Reichsführungsstabes und des Oberkommandos der Luftwaffe. Der Weichsel-Entwurf war zwar schneller als der Schall und hatte bereits äußere Ähnlichkeit mit der späteren Ti 189 Turmfalke, konnte aber zu wenige Bomben und Raketen transportieren. Dazu hatten Reichsführungsstab und OKL zweifel an der Zuverlässigkeit des Musters. Das Atlas-Modell erreichte nur kurzzeitig, unter Vollauslastung der Triebwerke Schallgeschwindigkeit und war weitaus konventioneller ausgelegt. Das OKL gab 1978 unter heftigem Protest der Weichsel Aerospace, alle bisherigen Pläne für dreibürgische Rüstungsbetriebe frei und schrieb das Projekt "Bomber 90" aus. Bis 1998 sollte mit diesem Projekt die WA 228 Atlantis ersetzt werden. Sowohl Weichsel Aerospace, als auch die Tiedemann AG entwickelten Versionen des Weichsel-Entwurfs. Das OKL beschloss 1989 beide Entwürfe, sowohl die kleinere, schnellere WA 230 Wächter, sowie die größere Ti 189 Turmfalke anzuschaffen und zu erproben. Man entschied sich, aufgrund der größeren Kapazitäten und der einfacheren Bauweise für die Ti 189 Turmfalke. Die vier gelieferten Prototypen der WA 230 Wächter wurden allerdings im Dienst behalten und bis 2008 eingesetzt.