Linienschiff
Ein Linienschiff ist ein historischer Typ von Kriegsschiffen. Dieser Schiffstyp war vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Gebrauch. Der Name entstand dadurch, dass diese Schiffe im Gefecht hintereinander in Kiellinie segelten. In der dreibürgischen Geschichte unterhielten nur wenige Länder große Marinen und damit Linienschiffe. Auf dem Gebiet des heutigen Altreiches, hatte lediglich die Hohenburg-Loh'sche Marine Linienschiffe in Verwendung und hat diese auch gebaut.
Hohenburg-Loh'sche Linienschiffe
Da Hohenburg-Lohe bereits im 17. Jahrhundert Handelsposten und Besitzungen in Übersee zu erwerben suchte und dies auch tat, stand zu Beginn der Ära der Linienschiffe schon eine ansehnliche Marine im Dienste des Landes. Zügig wurde die neue Entwicklung daher durch Eigenbauten mit zunächst 50 oder 64 Kanonen in die Flotte übernommen. Die Kiellinientaktik brachte im Verlauf des 18. Jahrhunderts immer größere Linienschiffe hervor, die weitaus mehr Kanonen trugen. 74er Linienschiffe wurden vielerorts zum Flottenstandart. Auch in Hohenburg-Lohe, sucht man bis ins Zeitalter der Revolutionen, um die Jahrhundertwende herum, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. So war die Flotte mit Beginn des 19. Jahrhundert zwar stark geschwächt, konnte aber auf einen Grundstock an modernen Linienschiffen zurückgreifen, die schnell durch Linienschiffe mit 80 oder 84 Kanonen ergänzt wurden. Das mächtige Flottenflaggschiff, die Hohenburg mit 100 Kanonen wurde 1799 von revolutionären Demokraten gesprengt. Ihr Schwesternschiff, die Friedrich III. musste 1816 außer Dienst gestellt und abgebrochen. Schon zuvor hatte das Schiff nur noch als Quartier für Matrosen gedient, da es sich strukturell in einem irreparablen Zustand befand.
1820 übertraf die Flotte ihre alte Starke in den Hochzeiten des 18. Jahrhunderts und war so stark wie nie zuvor und ermöglichte den Sieg Werthens und Hohenburg-Lohes gegen die Dreibürgische Ostland-Compagnie (DOC). Geschickt war es beiden Mächten zuvor gelungen, ihre wiedererlangte Stärke vor der DOC zu verbergen.